Fortunas Futsaler sind in der Bundesliga

Düsseldorfer sind Gründungsmitglied der neuen Spielklasse

Foto: Kenny Beele

von Norbert Krings

Das lange Warten und Zittern wurde belohnt. Die Futsaler von Fortuna Düsseldorf sind Gründungsmitglied der Futsal-Bundesliga, die im Sommer ihren Betrieb aufnehmen wird. Damit ist die Ungewissheit beendet und nicht Köln, sondern Düsseldorf kann in der kommenden Saison erstklassig spielen. Zudem hat die Mannschaft von Trainer Shahin Rassi auch jetzt noch die Gelegenheit, bei der Vergabe des diesjährigen Meistertitels ein Wörtchen mitzureden.

Nachdem der Spielbetrieb in der Futsal Liga West bereits seit November letzten Jahres ausgesetzt war und es keine Optionen zur sportlichen Fortsetzung der Spielzeit 2020/21 gab, hat der Westdeutsche Fußballverband die Saison nun über den Quotienten gewertet. Vor der Saison war man davon ausgegangen, dass mindestens 50 Prozent der Saisonspiele für eine Wertung gespielt werden sollten. Dieses war aus bekannten Pandemie-Gründen nicht möglich.

Die Ausrichtung eines Qualifikationsturnieres mit den Teams, die die Lizenz für die Bundesliga beantragt hatten, war in der Kürze der Zeit ebenfalls nicht realisierbar. Somit blieb nur die Wertung über die Quotienten-Regel. Hiernach belegt die Fortuna mit vier Siegen aus vier Spielen Platz zwei der Wertungstabelle hinter dem MCH FC Bielefeld-Sennestadt. Neben der Qualifikation für die Bundesliga, haben die Fortunen damit auch erstmals die Play-offs zur deutschen Futsal Meisterschaft erreicht. Diese werden vom 16. bis 20. Juni in der Sportschule Wedau in Duisburg gespielt. Los geht es dann gegen den Zweitplatzierten der Futsal Regionalliga Nord. Da im Norden die Wertung allerdings noch nicht feststeht, heißt der Gegner entweder HSV Panthers, FC St. Pauli, Wakka Eagles oder FC Maihan und kommt definitiv aus Hamburg.

Foto: Kenny Beele

„Wir sind erleichtert und froh, dass in Sachen Futsal Bundesliga endlich Klarheit und Planungssicherheit besteht und wir für unseren hohen Aufwand belohnt werden”, erklärt Lucas Stavenhagen, der sportliche Leiter der Düsseldorfer Futsaler. “Wir danken all unseren Unterstützern, vor allem der Fortuna, für die Geduld und Rückendeckung. Ich ziehe ebenfalls den Hut vor dem DFB, dass dieser trotz aller Widrigkeiten am Start der Futsal Bundesliga zur kommenden Saison festgehalten hat. Dies ist auch für den Futsal Sport in Deutschland insgesamt extrem wichtig“

Die Fortunen gehören in der Bundesliga zum Kreis von 10 Teams, die in der kommenden Saison den Futsal Sport in Deutschland auf höchster Ebene repräsentieren. Das Ausland blickt ebenfalls mit großem Interesse auf diese Entwicklung und sieht in Deutschland, durch die Gründung der Bundesliga, sehr viel Potenzial für Futsal. Am Samstag, 4. September 2021, startet die Fortuna in das Abenteuer Bundesliga. Der endgültige Spielplan wird vom DFB im Laufe der kommenden Wochen veröffentlicht. Insgesamt sei man froh, dass der DFB das Ganze organisatorisch unter “Verbandsaufsicht” gestellt hat. So werde Fußball auf das nächste Level gehoben. Ohne die Professionalisierung hätte es international keinen Fortschritt gegeben. Schließlich will der deutsche Futsal zeitnah auch bei Europa- und Weltmeisterschaften teilnehmen.

Beim Futsal gibt es eine Vielzahl von spektakulären Aktionen. Foto: Kenny Beele

Das Futsal-Team sucht noch Unterstützer und Sponsoren

“Die Teilnahme an der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft ist sozusagen das Sahnehäubchen für uns”, sagte Heinz-Peter Effing, Sprecher der Fortuna-Futsaler. Lizenzunterlagen eingereicht, die Halle mit dem Castello unter Dach und Fach sowie auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen sind geklärt – all das erklärt den großen Optimismus. Doch es wäre hilfreich, wenn die Abteilung Futsal bei der Fortuna noch mehr Unterstützung erfahren muss. Schließlich müssen noch Partner gefunden werden, um auch die Reisen durch das Land besser zu realisieren. “Wir suchen Partner, die uns helfen. Zwar hilft uns die Fortuna, aber in erster Linie sind wir selbst dafür verantwortlich”, sagt Effing, der auch mithilft, einen Hauptsponsor für die Mannschaft zu finden. Verpflichtungen sind derzeit weiter geplant, nachdem es bereits zwei Spieler aus den Niederlanden nach Düsseldorf gezogen hat, nachdem sich der Transfer eines kasachischen Nationalspielers wegen der Pandemie nicht realisieren ließ. “Wir haben aber derzeit auch ein homogenes Team”, sagt Effing. 

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