Füchse heben sich ihren Höhepunkt fürs Finale auf

Der Deutsche B-Jugend-Meister gewinnt die GIYC in Düsseldorf

Nach der Niederlage im GIYC-Finale von 2019 feierten die Füchse Berlin diesmal den Turniersieg in Düsseldorf. - Foto: Kenny Beele

Jochen Beppler: Das Turnier ist ein großer Gewinn

Sie erhielten die Individualauszeichnungen nach drei hochklassigen Turniertagen, von links: Mai Marguc (RK Celje, bester Torschütze), Jan-Christian Schmidt (TSV Bayer Dormagen, bester Abwehrspieler), Jan Cesek (RK Celje, bester Torhüter) und Gustav Pedersen (GOG Handbold, bester Spieler).

Bereits am Montag, als bei den German International Youth Championships (GIYC) die Gruppenphase noch in vollem Gange war, sprach Fabian Lüdke „vom absoluten Highlight“, das seine Mannschaft mit der Teilnahme am Vier-Nationen-B-Jugend-Turnier in Düsseldorf in der Vorbereitung auf die neue Saison bestreitet. Am Mittwoch wurde es nun für die Füchse Berlin auch sportlich gesehen ein Höhepunkt. Der Deutsche B-Jugend-Meister gewann sein sechstes (und letztes) Turnierspiel im „Castello“ und nahm die schicke Glas-Trophäe für den Sieger mit in die Bundeshauptstadt. Berlin entschied das Endspiel gegen GOG Handbold mit 31:25 (16:12) für sich. „Nach unseren Spielen am Montag hatte ich noch eine schlaflose Nacht, aber wir haben uns zum Dienstag gesteigert und jetzt noch einmal für den Finaltag“, resümierte Lüdke zufrieden die Leistungssteigerung seiner Mannschaft in Düsseldorf. „Den Höhepunkt haben wir uns für das Finale aufgehoben. Es war eine Leistungs-Explosion und eine Stimmungs-Explosion nach dem Abpfiff. Über den Endspiel-Einzug hatten wir uns noch verhalten gefreut.“

Der Füchse-Steigerungslauf war zu stark für die Handball-Akademie aus Gudme. Aber auch mit dem zweiten Platz konnte Peter Ipsen, der Trainer der Dänen, gut leben: „Wir haben eine komplett neue Mannschaft. Vor dem Turnier in Düsseldorf hatten wir erst drei Wochen gemeinsam trainiert und nur ein Spiel bestritten. Die Mannschaft hat mich mit ihrer Leistung überrascht.“ In der letzten Begegnung hatte Berlin den längeren Atem. Lediglich zu Beginn führten die Dänen einmal, ansonsten gaben die Füchse den Ton an. „In der Anfangsphase hat unser Torhüter Maximilian Grundmann der Abwehr Sicherheit gegeben. Mit zunehmender Spielzeit wurde unsere Deckung immer stabiler, und im Angriff haben wir unsere Sachen auf den Punkt gespielt“, erklärte Lüdke, wie der Sieg zustande kam.

Bei der Siegerehrung freuten sich nicht nur die drei Mannschaften der Füchse, von GOG Handbold und der Rhein-Neckar Löwen (34:20-Sieg im kleinen Finale gegen RK Celje) nicht nur über Preisgelder in Höhe von 2500 Euro, 1500 Euro und 1000 Euro, auch die herausragenden Spieler der drei Tage nahmen eine Auszeichnung in Empfang. Gustav Pedersen (GOG Handbold) wurde als bester Spieler des Turniers gewählt, Jan-Christian Schmidt (TSV Bayer Dormagen) überzeugte als bester Abwehrspieler, Jan Cesek (RK Celje) demonstrierte seine Klasse im Tor und sein Teamkollege Mai Marguc erzielte die meisten Treffer (36).

Sehr zufrieden beobachteten DHB-Chefbundestrainer Nachwuchs Jochen Beppler und U18/U19-Bundestrainer Erik Wudkte das Turnier, die nachdem sie viele spannende Talente auf der Platte gesehen hatten, die Siegerehrung durchführten. „Das Turnier war qualitativ sehr hochwertig. Es ist für die jungen Spieler ideal, so früh in ihrer Laufbahn die Möglichkeit zu bekommen, sich nicht nur mit nationalen, sondern auch internationalen Top-Teams und den Besten auf ihrer Position messen zu können. Diese Transparenz und diese Orientierungshilfe, die bei der Einschätzung hilft, wo sie stehen und wo ihnen andere voraus sind, ist ein großer Gewinn. Wir können stolz sein, diese super Gelegenheit in Düsseldorf bieten zu können“, resümierte Beppler. Erik Wudtke sagte: „Die GIYC sind wertvoll für alle Beteiligten. Unsere deutschen Mannschaften profitieren von den Vergleichen mit den internationalen Gegnern. Für mich persönlich war es interessant, einige Spieler des Jahrgangs 2005, die wir vor einer Woche bei einem Lehrgang hatten, in Wettkampfvergleichen auf Top-Niveau wieder zu sehen.“ 

Somit kamen auch alle Handball-Fans auf ihre Kosten, die den Turnier-Livestream auf twitch.tv verfolgten. Hier verzeichneten die Ausrichter stolze Zahlen: Im Durchschnitt betrug die Zuschauerzahl 657, insgesamt gab es in den drei Turniertagen 43263 Besucher des Streams, 82910 Live-Aufrufe und 12335 Chatnachrichten wies die Statistik aus. 

(RW)

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