TC Tannenhof Schumacher

“Für unsere Jungs war es auch ein großartiges Erlebnis…”

  • Freitag, der 14. Juni 2019
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Mit dem Sieg von Hertha BSC Berlin ist am Wochenende das U16-Fußball-Turnier um den Toyo-Tire-Cup beim FC Tannenhof zu Ende gegangen. Zeit für den Vorsitzenden Kai Schumacher, um einmal durchzuatmen und Bilanz zu ziehen.

Herr Schumacher, wie war es?

Es war super. Das Wetter, das ist ja das wichtigste, hat gehalten. Den ersten Regen gab es erst nach der Siegerehrung, perfektes Timing für uns. Auch die Organisation lief perfekt: die Mannschaften waren zufrieden und die meisten möchten wiederkommen, zum Beispiel der HSV, Sporting Lissabon, Olympique Marseille oder auch Hertha. Das ist als Ehrenamtler, die wir das alles organisieren, die größte Anerkennung. Darauf sind wir stolz.

Wie viele Zuschauer waren da?

Der Schnitt war in etwa so, wie immer: Wir hatten 900 zahlende Zuschauer, damit sind wir sehr zufrieden.

Wo haben sie die Mannschaften untergebracht?

Die ausländischen Teams aus Lissabon und Marseille waren im Hotel untergebracht, die Deutschen Teams haben bei Familien in Vennhausen gewohnt. Da ziehen die Familien gut mit und damit haben die Mannschaften auch kein Problem. Die Jungs sind zwar 16, das kann ja schon mal ein schwieriges Alter sein. Aber man merkt, dass die Jungs sehr diszipliniert sind und man sehr tolle Charaktere kennenlernt. Die Spieler halten sich an Regeln und sind wirklich vorbildlich.

Damit entsteht ja auch ein Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den Mannschaften, oder?

Ich habe drei Kinder und seit Jahren leben die damit, dass da über Pfingsten Leute zu uns kommen. Da entsteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das kann man kaum beschreiben. Sporting Lissabon hat uns ein großes Lob: Sie haben gesagt, sie flögen zwar um die ganze Welt, hätten aber noch nie eine so familiäre Atmosphäre bei einem Turnier vorgefunden. Weil wir immer das Ziel haben, dass sich unsere Gäste bei uns wohl fühlen. Wir machen das Turnier nicht für uns, sondern für den Fußball und die Sportler und das spüren die auch.

Wie haben Sie das sportliche Niveau empfunden?

Das war sehr hoch und sehr ausgeglichen. Das hat man gemerkt, da viele Elfmeterschießen dabei waren. Für mich hat ein Spiel herausgeragt: Olympique Marseille gegen Sporting Lissabon. Ich habe noch nie so ein gutes Fußballspiel auf unserer Anlage gesehen. Da sind ja die Eliten beider Länder zusammengezogen. Vom taktischen, vom technischen, von der Geschwindigkeit, so ein Jugendfußballspiel habe ich noch nicht gesehen.

Waren da die Stars von Morgen dabei?

Einige garantiert, viele Mannschaften hatten ja auch Nationalspieler dabei. Ich glaube, wir werden uns die Namenslisten von Sporting und Olympique in drei Jahren nochmal angucken und mal schauen, wer von denen dann einen Profivertrag unterschreibt.

Wie war es für ihre Spieler?

Für unsere Jungs war es auch ein großartiges Erlebnis. Das Turnier hat inzwischen eine gewisse Strahlkraft und es zeigt, dass Jugendfußball im Tannenhof auf hohem Niveau möglich ist. Wir sind in diesem Jahr mit der stärksten B-Jugend angetreten und sind zum ersten Mal Zehnter geworden. Wir haben sehr gut mitgespielt. Wir wissen zwar, dass wir in dem Turnier nicht viel reißen können, aber das der FC Tannenhof mitspielt, das gehört zur Identifikation mit dem gesamten Verein einfach dazu.

(PK)