Galaxy triumphiert über Sea Devils

ELF-Championship-Game geht an Frankfurt

Foto: Kenny Beele

von Tobias Kemberg

In einem packenden Finale sichert sich die Franchise um Quarterback Jakeb Sullivan die erste Meisterschaft in der European League of Football. Das Team von Head Coach Thomas Kösling setzt sich mit 32:30 gegen Hamburg durch.

Am Ende nahm der Chef die Sache selbst in der Hand. 23 Sekunden vor dem Ende des Championship Games der European League of Football warf sich Quarterback Jakeb Sullivan mit aller Entschlossenheit nach vorne und erzielte den entscheidenden Touchdown. So hieß der Sieger des ersten ELF-Finals Frankfurt Galaxy.

Nach einem packenden Footballnachmittag in der MERKUR SPIEL-ARENA hieß es 32:30 aus Sicht der Hessen, die den Hamburg Sea Devils damit in letzter Minute die Trophäe aus den Händen rissen.

Frankfurt führt zur Pause mit 20:17

Den besseren Start erwischten die Sea Devils, denen die einzigen Punkte im ersten Quarter gelangen. Zu Beginn des zweiten Viertels erhöhten die Hamburger per Field Goal auf 10:0, doch nun fand auch die Galaxy besser in ihren Rhythmus. Mit zwei Touchdowns gingen die Frankfurter mit 12:10 in Führung, verpassten jedoch beide Male eine erfolgreiche Two-Point-Conversion.

Jetzt erreichte das Championship Game das erhoffte Niveau. Hamburg gelang 75 Sekunden vor der Halbzeitpause der nächste Touchdown. Nachdem Quarterback Jadrian Clark den ersten für seine Farben noch selbst erlaufen hatte, bediente der Spielmacher der Sea Devils in dieser Szene seinen Wide Receiver Jean-Claude Madin Cerezo mit einem spektakulären 48-Yard-Pass.

Doch die Frankfurter wollten keinesfalls mit einem Rückstand in die Kabine gehen und machten in der letzten Minute des zweiten Viertels aus dem 12:17 ein 20:17, als Quarterback Jakeb Sullivan den völlig freistehenden Anthony Mahoungou in der Endzone fand. Dieses Mal funktionierte die Two-Point-Conversion und die Galaxy führte zur Pause mit drei Punkten.

Foto: Kenny Beele

Spannende Schlussphase mit einer großen Portion Drama

Am Ende des ersten Hamburger Drives im dritten Viertel stand der vierte Führungswechsel – und wieder war es Quarterback Jadrian Clark, der die entscheidenden Zentimeter gutmachte und seine Sea Devils dadurch wieder nach vorn brachte. Mit dem verwandelten Extrapunkt hieß es 24:20 für den Außenseiter.

Drei Field Goals später, davon zwei für die Sea Devils, hieß es 30:20 für die Hamburger. Die in zuvor zehn Spielen ungeschlagenen Frankfurter mussten nun das Tempo anziehen – und genau das taten sie. Dank eines hervorragenden Kickoff-Returns kamen Sullivan und die Offense mit guter Feldposition zurück auf den Rasen. Kevin Mwamba verkürzte auf 26:30 aus Sicht der Galaxy, denen aber die Two-Point-Conversion erneut nicht gelang.

Hamburg gelangen auch in der folgenden Angriffsserie entscheidende Plays über Runningback Xavier Jerome Johnson und Adria Botella Moreno, der das ganze Spiel über wichtige Catches machte und damit großen Raumgewinn erzielte. Doch der bis dahin fehlerfreie Kicker Phillip Friis Andersen verschoss ein machbares Field Goal. So konnte die Galaxy das Spiel in der letzten Minute noch einmal drehen und den Sea Devils die Trophäe entreißen. Hamburgs letzte Chance war ein 62-Yard-Field-Goal – das allerdings zu kurz geriet.

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