Sandra Mikolaschek A

“…Gewinnen wäre natürlich schöner gewesen”

  • Samstag, der 16. November 2019
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Saisonstart geglückt. Die Rollstuhlmannschaft der Borussia mit Sandra Mikolaschek, Valentin Baus und Tom Schmidberger hat den ersten Spieltag der Bundesliga dominiert und gegen den RSC Frankfurt, BSG Duisburg und Kornwestheim gewonnen, die Tabellenführung übernommen und strebt die Titelverteidigung an. Wir haben mit Sandra Mikolaschek gesprochen, die am Wochenende die einzigen beiden Borussia-Niederlagen einstecken musste.

Drei Siele, drei Siege für Borussia. Glückwunsch zum gelungenen Auftakt!

Danke. Ja, das klingt gut. Wir hätten ja eigentlich vier Spiele gehabt, aber eine Mannschaft hat zurück gezogen, so dass es bei den drei Spielen geblieben ist. Die haben wir aber alle gewonnen und insgesamt nur zwei Matches verloren. Genau genommen habe ich zwei Einzel verloren. Das war ärgerlich, aber vom Mannschaftsergebnis her lief es optimal.

Alles andere wäre als Titelverteidiger auch überraschend gewesen, oder?

Naja, der stärkste Gegner am Wochenende war Kornwestheim. Da hatten wir in der vergangenen Saison sogar verloren. Dass wir jetzt 5:0 gewinnen, das war schon sehr stark. Denn Kornwestheim rechne ich trotzdem in der Saison zu den Mannschaften, die oben mitspielen werden.

Wer wird euer größter Konkurrent auf den Meistertitel?

Wie die letzten beiden Spielzeiten reche ich mit Koblenz, da spielen zum Beispiel Tommy Urhaug aus Norwegen und Selcuk Cetin mit. Das sind meiner Ansicht nach unsere größten Konkurrenten. Kornwestheim hat sich ja auch verstärkt und vielleicht finden die sich schnell und ärgern Koblenz auch noch ein wenig.

Aber ihr habt mit den drei Siegen schon den Grundstein zur Meisterschaft gelegt…

Ja, wir wollen natürlich die übrigen Spiele auch alle gewinnen, aber erst einmal haben wir das Optimum herausgeholt und das ist ein gutes Polster für die nächsten Spieltage.

Sie haben zwei Einzel verloren. Ist das ärgerlich?

Das ist natürlich ein bisschen doof, wenn man als einzige aus der Mannschaft gepatzt hat. Da muss man sich von den anderen schon ein bisschen anhören (lacht). Aber das war trotzdem alles gut, denn das Mannschaftsergebnis hat ja gepasst. Und meine Gegner waren jetzt auch nicht die, die ich unbedingt schlagen muss. Jörg Didion aus Frankfurt zum Beispiel, da habe ich 1:3 verloren aber die Sätze waren alle knapp. Da hat der letzte Pfiff gefehlt. Ich muss mich in beiden Spielen nicht ärgern, dass ich verliere, aber gewinnen wäre natürlich schöner gewesen.

Wie geht es jetzt weiter?

Ende November haben wir den zweiten Spieltag in Frankfurt und da spielen wir gegen Bayreuth I, Bayreuth II und Koblenz und dann ist erst einmal Pause. Die internationale Saison ist schon vorbei und jetzt kann ich mich auch ein bisschen mehr auf die Uni konzentrieren.

(PK)