GIYC-Finale steht: Berlin gegen GOG Handbold

Internationales B-Jugend-Turnier in Düsseldorf endet morgen mit den Finalspielen

Bis jetzt hatte die Mannschaft von GOG Handbold (hier mit Gustav Pedersen, links, und Emil Tonnesen, rechts, die Celjes Mai Marguc am Torwurf hindern, alles im Griff. Sie treffen am Mittwoch im Endspiel auf die Füchse Berlin. - Foto: René Weiss

Bei der zweiten Auflage der German International Youth Champions (GIYC) in Düsseldorf stehen die Füchse Berlin zum zweiten Mal im Endspiel gegen einen dänischen Vertreter. Der Hauptstadt-Klub und die Akademie-Mannschaft von GOG Handbold aus Gudme haben auch den zweiten Turniertag ohne Niederlage überstanden und sich verdient für das Endspiel qualifiziert. „Wir sind mit dem Anspruch nach Düsseldorf gekommen, möglichst jedes Spiel zu gewinnen”, hat Fabian Lüdke klargestellt. Bislang werden die von ihm trainierten Füchse im „Castello“ dieser Zielsetzung vollauf gerecht. Nach drei Vorrundensiegen und Platz 1 am Montag gab es auch am Endrunden-Tag kein Rütteln am Deutschen B-Jugendmeister. Die Füchse eröffneten den Reigen der Viertelfinals mit einem klaren 30:16-Erfolg über die SG Flensburg-Handewitt und setzten sich wie schon im DM-Finale von Dormagen gegen die Rhein-Neckar Löwen durch (24:20). Die Reinickendorfer fanden sehr gut in die Partie, legten eingangs einen 3:0-Lauf hin und landeten einen Start-Ziel-Sieg. „Die starke Anfangsphase hat uns Sicherheit für unser Spiel gegeben, auch wenn wir am Ende noch etwas eingebrochen sind”, fand Berlins Florian Budde, der von den Usern des Live-Streams auf „twitch.tv” zum besten Spieler des ersten Halbfinals gewählt wurde.

Und der Gegner im letzten Turniers am Mittwoch ab 14 Uhr? GOG Handbold ließ BKFA Veszprem im Viertelfinale keine Chance (27:16) und behielt in der Runde der letzten vier wie schon in der Vorrunde gegen RK Celje die Oberhand (29:22). Ähnlich wie Berlin erwischten auch die Dänen in ihrer Halbfinale-Partie einen Traumstart (7:1). Die Slowenen schlossen zwar in der zweiten Halbzeit zum 12:14 auf, aber in der entscheidenden Phase zeigte GOG seine Klasse und bog auf die Gewinnerstraße in Richtung Endspiel ein. „Wir haben als richtiges Team gespielt. Das hat uns stark gemacht. Wir sind stolz, jetzt im Finale zu stehen”, sagte GOGs achtfacher Torschütze Oscar McComick. „Wir haben großen Respekt vor Berlin. Sie haben eine starke Mannschaft”, ist Trainer Peter Ipsen gespannt, ob der Titel wie schon im Jahr 2019 – damals setzte sich Skanderborg durch – ins nördliche Nachbarland geht.

Berlin und GOG Handbold gingen unbeirrt ihren Weg, dafür machten die beiden anderen Viertelfinals deutlich, dass das Vorrunden-Ranking vom Montag alles andere als in Stein gemeißelt ist. Dafür ist das acht Teams starke Teilnehmerfeld zu ausgeglichen besetzt, dafür war bei einigen am ersten Tag unter Wert geschlagenen Teams der Ansporn zu groß, es jetzt besser zu machen. Die Rhein-Neckar Löwen schalteten die mit zwei Siegen gestarteten Magdeburger aus (23:16), und auch für den Zweiten der Gruppe 1 erledigten sich die Ambitionen auf das Erreichen der Vorschlussrunde: Der TSV Bayer Dormagen und RK Celje lieferten sich im engsten Viertelfinale ein spannendes Duell auf Augenhöhe, das die Slowenen mit 18:15 für sich entschieden. Die Mannschaft von Peer Pütz führte schnell mit 5:1, büßte diesen Vorsprung jedoch ein und unterlag, weil sie in den letzten zehn Minuten nur noch einmal einnetzte.

Für die Viertelfinal-Verlierer galt es anschließend die Motivation für die Platzierungsspiele wieder hochzufahren. Das gelang zunächst Flensburg besser als Magdeburg (19:17). „Wir sind mit unseren Ergebnissen vom Dienstag nicht zufrieden, wissen das aber einzuordnen. Alle anderen Mannschaften sind durch ihre längere Vorbereitungszeit schon deutlich weiter. Wir konnten aufgrund der Ferien erst spät starten”, erklärte SCM-Trainer Julian Bauer. Die Flensburger rehabilitierten sich derweil für die drei Vorrunden-Niederlagen und werden am Mittwoch gegen Dormagen um Platz fünf kämpfen. Die „Wiesel” behielten wie schon in der Vorrunde (19:13) die Oberhand gegen BFKA Veszprem. Diesmal knapper mit 25:23 gegen die mit einigen bis zu zwei Jahren jüngeren Spielern des Jahrgang 2007 angetretenen Ungarn, aber trotzdem verdient. „Wir wollten nach der Niederlage gegen Celje nach vorne blicken und 100 Prozent geben. Das haben wir geschafft”, sagte Dormagens Sören Servos, der MVP der Begegnung.

Veszprem wird am Mittwoch im Spiel um Platz 7 gegen Magdeburg versuchen, die GIYC mit einem abschließenden Erfolgserlebnis zu beenden (9.30 Uhr). Danach kämpfen Flensburg und Dormagen um Platz 5 (11 Uhr), die Rhein-Neckar Löwen und Celje machen Rang 3 unter sich aus (12.30 Uhr) und GOG Handbold sowie Berlin klären ab 14 Uhr, wer der Nachfolger von Skanderborg als Turniersieger wird. 

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Letzte Ergebnisse

1:3

6:7 (OT)

1:4

3:2

0:1

1:0

3:1

2:1

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