Große Resonanz auf die Aktion „Düsseldorf am Ruder“

60 Teams haben sich zur Benefiz-Regatta (am 22. August) angemeldet

Die Suche nach Bürgern, die Lust haben für den guten Zweck das „Ruder in die Hand“ zu nehmen, zeigt sich erfolgreich. Seit dem ersten Aufruf Ende April vermelden die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. und der Ruderclub Germania Düsseldorf 1904 e.V. sechzig angemeldete Vierer-Teams. Das Interesse ist so groß, dass die Boote, die am 22. August 2015 im Düsseldorfer Medienhafen an den Start gehen, bereits ausgebucht sind. Die Anmeldephase musste vorzeitig beendet werden.

Die Initiatoren sind begeistert über die große Resonanz auf die Benefiz-Regatta. Unterstützt werden die Planungen vom Universitätstumorzentrum Düsseldorf und von Oberbürgermeister Thomas Geisel als Schirmherrn. „Sportliche Botschafter“ der Aktion sind der zweimalige Weltmeister und Olympiasieger im Deutschland-Achter Lukas Müller sowie von Seiten der Stadt Sportamtsleiter Pascal Heithorn.

„Das Interesse und die Kreativität der angemeldeten Teams hat uns schier umgehauen, berichtet Dr. Margret Schrader von der Krebsgesellschaft NRW“. Angekündigt haben sich Firmen-, Freundschafts-, Familien- und auch Vereinsboote. Es gibt reine Frauen- und Männer-Teams und auch Schüler- und Studenten-Boote. Die Motivation der Teilnehmer berührt dabei sehr. Für Jörg Klammer und seine Familie hat die Regatta eine sehr persönliche Bedeutung. „Unsere Tochter ist im Jahr 2013 an Leukämie erkrankt. Während der intensiven Chemotherapie und auch in der Folgezeit war für uns wichtig und hilfreich, als Familie ‚in einem Boot‘ zu sitzen. Das wollen wir nun auch sportlich tun – für uns und auch als Signal für andere“, erzählt Stephanie Klammer. Auf die „Botschaft“ hinter der Aktion kommt es auch den teilnehmenden Selbsthilfeorganisationen „mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e. V.“ und „Frauenselbsthilfe nach Krebs Landesverband NRW e.V.“ an. „Wir freuen uns auf den Spaß an der Sache. Im Kern geht es jedoch darum, zu zeigen, dass Menschen mit einer Krebserkrankung stark und aktiv sein können. Mit der Krankheit gerät das Leben komplett aus den Fugen. Das ist erst mal so, muss aber nicht so bleiben. Hierbei können wir unterstützen“, berichtet Petra Kunz, NRW-Landesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs.

Der Erlös der Benefiz-Regatta kommt der Krebsberatung Düsseldorf zu Gute. Die ambulante Einrichtung im Stadtteil Bilk bietet psychosoziale Beratungen für Krebspatienten und Angehörige an. Das Angebot ist kostenlos und niederschwellig. Für Familien gibt es eine gesonderte Sprechstunde. Die Finanzierung der Beratungsstelle wird zur Hälfte durch die Krebsgesellschaft NRW als Träger und durch die BürgerStiftung Düsseldorf als Hauptförderer sichergestellt. Um das Beratungsangebot auch in Zukunft fortzuführen, ist die Einrichtung auf Spenden und Zuwendungen angewiesen.

Neben dem erhofften Erlös soll die Regatta ein Zeichen setzen, wie eng die Düsseldorfer zusammenrücken können – sportlich, menschlich und auch in Punkto Gesundheitsversorgung. „Ein onkologischer Lotse in Düsseldorf für Menschen mit einer Krebserkrankung ist mir ein besonderes Anliegen, für die Benefiz-Regatta und darüber hinaus“, unterstreicht Professor Dr. med. Rainer Haas, Direktor des Universitätstumorzentrums der Universitätsklinik Düsseldorf, seine Motivation. „Universitätsklinikum, Düsseldorfer Krankenhäuser, Arztpraxen, Krankenkassen und Krebsgesellschaft NRW sind hierbei Partner, die langfristig eingebunden sind und mitwirken. Mit diesem Verbund werden wir unserem Auftrag gerecht, für die Bürger unserer Stadt und der Region eine umfassende onkologische Betreuung sicher zu stellen“, so Haas.

von rechts: Kathrin Schmack, Rainer Haas, Pascal Heithorn, Margret Schrader
von rechts: Kathrin Schmack, Rainer Haas, Pascal Heithorn, Margret Schrader

Dieser Netzwerkgedanke soll am Regattatag auch sportlich zum Ausdruck kommen. So tritt das Dezernat für Personal und Gesundheit mit dem Beigeordneten Professor Dr. med. Andreas Meyer-Falcke mit einem Boot beim Rennen an. Ebenfalls angemeldet sind ein „Urologen-Boot“ der Universitätsklinik unter Federführung von Professor Dr. med. Peter Albers, drei Boote der Universitätsfrauenklinik – darunter das Team-UniKid mit Professor Dr. med. Jan-Steffen Krüssel. Das Evangelische Krankenhaus Düsseldorf stellt ein Team, ebenso die Ergotherapiepraxis Kerstin Geheb, weitere niedergelassene Arzt-Praxen sowie die BARMER GEK als Team und Sponsor. Von sportlicher Seite ist der Stadtsportbund Düsseldorf e.V. mit von der Partie.

Darüber hinaus treten zur Freude der Initiatoren viele Mannschaften an, die weder mit Gesundheitsversorgung noch beruflich mit Sport zu tun haben. So unterstützt das Unternehmen Henkel mit zwei Booten und einer Spende von Seiten der Fritz Henkel Stiftung die Regatta. Der Multichannel-Versandhändler QVC ist bislang der größte Unterstützer – mit Sponsoring und zehn angemeldeten Mitarbeiter-Booten. Das Courtyard by Marriott Düsseldorf ist mit zwei Booten vertreten und wird am Regatta-Tag für das leibliche Wohl der Ruderer und Zuschauer sorgen. Als weitere Firmen-Teams werden die Genius Loci Baukultur GmbH, die Düsseldorf Congress Sport & Event GmbH, die Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH und Co. KG, Frank Schimunek Sanitäre Installationen, tischler team düsseldorf GbR, die Savills Immobilien Beratungs-GmbH sowie die HPP Architekten zum Ruder greifen.

„Die Herausforderung für die nächsten Wochen wird nun das Training der Teams sein. Hier setzen wir alles daran, dass die Mannschaften vor dem Rennen vier Mal trainieren können“, berichtet Kurt Nellessen, stellvertretender Vorsitzender des Ruderclubs Germania. Das Training beginnt am 13. Juli und kann bis zum 19. August in Anspruch genommen werden. Am Wettkampftag finden die Einzelrennen dann in der Zeit von 10:00 bis 15:30 Uhr statt. Um 16:00 Uhr wird Oberbürgermeister Thomas Geisel die Siegerehrung vornehmen. Neben den einzelnen Rennen wird es die Möglichkeit geben, sich bei Speis’ und Trank zu unterhalten und die Hafenatmosphäre zu genießen. Live-Musik und Informationsstände sind ebenfalls in Planung.

Interessierte, die den Zweck der Benefiz-Regatta unterstützen möchten, sind herzlich willkommen. Sponsoren für die Übernahme von Startgeldern für besondere Teams, wie zum Beispiel die der Krebsselbsthilfe, werden noch dringend gesucht (160 Euro pro Boot). Informationen zu den Unterstützungsmöglichkeiten und Sponsoring gibt es unter: www.duesseldorf-am-ruder.de

Spendenkonto der Krebsgesellschaft NRW: Stichwort “Rudern”
Stadtsparkasse Düsseldorf
Konto 101 514 88
BLZ 300 501 10
IBAN DE63 3005 0110 0010 1514 88

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