Held/Lübbert peilen Olympia 2028 an

U20 Beachvolleyballer jetzt bei den Senioren

Foto: H/L

Sie sind jung, aber sehr ehrgeizig. Die Düsseldorfer Nachwuchs-Beachvolleyballer Niklas Held und Max Lübbert machen ihre ersten Schritte im Seniorenbereich. Am vergangenen Wochenende überzeugten die beiden TuSA-Spieler beim „Timmendorf Qualifier“ in Stuttgart. Sie qualifizierten sich für das Hauptfeld, konnten trotz guter Leistungen aber nicht in die KO-Phase vorrücken.

„Dafür, dass das Niveau dort sehr hoch ist, sind wir insgesamt ziemlich zufrieden. Dass wir durch die Qualifikation gekommen sind und im Hauptfeld starten konnten war schon ein Erfolg“, erklärte Niklas Held. Gemeinsam mit Spielpartner Max Lübbert sind die beiden Mitglieder im Junior Elite Team der Stiftung Pro Sport Düsseldorf und werden auf ihrem Weg mit Ziel Profi gefördert.

Besonders zufrieden ist Held mit der Leistung im Hauptfeld am Wochenende gegen die Zwillinge und deutschen Meister von 2019 David und Bennet Poniewaz. „Gegen David und Bennet war es ein knappes, aber echt gutes Spiel. Max und ich haben viel Lob von den beiden am Ende bekommen“, meinte Held, der Lübberts und seine Stärken in den für ihr Alter überdurchschnittlich starken Annahmen und Zuspielen sieht.

Sprung zu den Herren geschafft

Die beiden 19-jährigen Beachvolleyballer von der DJK TUSA 06 Düsseldorf, die bereits seit 2015 ein Duo sind, haben gerade den Sprung von den Junioren in den Erwachsenenbereich geschafft. 

„Wir spielen in Turnieren eigentlich konsequent gegen Gegner, die etwas spielstärker sind. Nur gegen Ende einer Saison spielen wir in unseren Altersklassen. Das ist immer herausfordernd“, sagte Held, der das aber positiv sieht.

Bessere Gegner = bessere Leistung

„Wir haben gemerkt, dass wir am meisten profitieren, wenn wir Gegner bespielen, die uns eigentlich noch etwas voraus sind. Es fällt uns einfach, die Underdog-Rolle einzunehmen, weil wir dann nichts zu verlieren haben“, erklärte Held, der damit auf die vergangene deutsche Meisterschaft anspielt. 

„Dieses Jahr haben wir die Deutsche U-20-Meisterschaft ein bisschen in den Sand gesetzt. Wir waren eigentlich nicht schlecht vorbereitet, aber wir kamen mental mit der Favoritenrolle nicht ganz zurecht.“ Dieses Jahr reichte es nur zu Platz neun für das Düsseldorfer Duo. Gerne erinnert sich der 19-jährige Held aber an den Titelgewinn der beiden im Vorjahr. Das sei der bisher schönste Moment seiner Karriere gewesen.

An das Niveau heranreifen

Aber die beiden Düsseldorfer stehen natürlich noch am Anfang ihrer jungen Karriere. Der Fokus liegt auf der Zukunft. „Wir stehen am Anfang des Leistungssports aber wir versuchen, so viel Gas in den nächsten Jahren zu geben wie möglich ist. Wir sind an einem Punkt, wo sich mit Blick auf die Zukunft viel entscheiden wird und wir werden sehen, was vielleicht alles möglich sein wird.“ 

Gearbeitet werden muss laut Held daher vor allem an der Kontinuität. „Wir wollen auf dem hohen Niveau permanent performen und dieses als unser Grundniveau annehmen. Wir wollen uns in den Herrenmeisterschaften etablieren und an dieses Niveau heranreifen“, sagte Held.

Der Traum von Olypmia 2028

Der kurzfristige Plan sieht erstmal diverse Turniere vor. Besonders das nächste „Timmendorf Qualifier“-Turnier in Königs Wusterhausen, bei dem die beiden wieder in der Qualifikation ums Hauptfeld starten, steht ganz oben auf dem Zettel. 

Der Traum der beiden sind die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles, da eine Teilnahme an den Spielen 2024 in Paris laut Held „utopisch“ ist.

Text: Jonas Wagner und Jan Wochner

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