Hennings: Ich bin trotz allem unaufgeregt

Fortunas Torjäger warnt vor gefährlicher Situation

Foto: Beele

von Norbert Krings

Von einer großen Krise will Rouwen Hennings (noch) nichts wissen, aber Platz 16 in der 2. Liga nach fünf Spieltagen gefällt ihm für seine Mannschaft ganz und gar nicht.

Rouwen Hennings hat es sich früh in seiner Karriere zur Gewohnheit gemacht, nichts zu lesen oder zu sehen, was über ihn und seine Mannschaft berichtet wird. Das gilt für Lobeshymnen genauso wie für heftige Kritik. Auch die derzeitige Diskussion über leidenschaftslose Darbietungen, schwache Leistungen und einen Trainer, der ebenso unter Druck steht, dringen kaum in seine Welt vor. Dass aber die Fortuna derzeit alles andere als gut und erfolgreich spielt, ist dem Vizekapitän des Bundesliga-Absteigers allerdings völlig klar.

“Ich bin unaufgergt, was die derzeitige Situation angeht”, sagt Fortunas Stürmer und bietet gleich mehrere Erklärungen für die Misere an, die für ihn nur eine Zeiterscheinung ist. “Jede Woche kommen ein oder mehrere Spieler neu in die Mannschaft. So wird die Formation ständig geändert.” Und Hennings hatte auf die zweite Hälfte in Hannover gehofft, die nach sechs Minuten durch Gelb-Rot für Matthias Zimmermann dann aber in die Unterzahl führte. “Ich hatte bis dahin schon den Eindruck, dass wir nach der Pause weiter nach vorne spielen können.”

Hennings: „Da unten sollten wir schleunigst rauskommen”

Rouwen Hennings kann jeden Fan verstehen, der unzufrieden mit den augenblicklichen Ergebnissen und der Platzierung ist. “Es gibt niemanden im Verein der sagt, och, Platz 16 ist doch super”, erklärt er. “Wir sind alle wenig begeistert von unseren Ergebnissen. Vom Engagement her kann man uns nichts vorwerfen, aber es ist eine schwierige Situation.” Zu dieser trägt auch bei, dass der Mannschaft in den Heimspielen der zwölfte Mann auf den Rängen fehlt. “Rang 16 ist eine gefährliche Platzierung, und wir sollten machen, dass wir da unten schleungist rauskommen.”

Die Probleme werden deutlich angesprochen, meint Hennings, der aber auch glaubt, dass trotz der vielen Ausfälle immer eine Mannschaft auf dem Platz steht, die auch Spiele wie in Hannover gewinnen könnte. Die Situation werde nicht unterschätzt, über die allgemeine Zielsetzung nicht gesprochen und vor allem, und jetzt besonders, auf das nächste Spiel geschaut. “Wir müssen nach vorne deutlich mehr Wucht entwickeln, um wieder Chancen zu kreieren”, sagt Hennings. “WIr sollten gemeinsam verteidigen, aber auch gemeinsam angreifen. Und wir müssen uns auf die Dinge besinnen, die wir können.”

“Raffael ist ein ganz starker Spieler, der mit Sicherheit noch gut kicken kann. Wenn ich Entscheider bei Fortuna wäre, würde ich ihn anrufen. Aber ich würde auch einen Messi holen.”

Rouwen Hennings

Von der Trainer-Diskussion hält Hennings gar nichts. “Man kann ihm nicht vorwerfen, dass er die Falschen aufstellt, denn viele Spieler stehen dem Trainer einfach nicht zur Verfügung”, sagt der Stürmer. “Wenn es wieder einen überzeugenden Sieg gibt, dann hat er plötzlich alles richtig gemacht.” Und dafür wird Hennings am Freitag im Spiel gegen Heidenheim alles tun.

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