Leonie Menzel Mit OB Geisel, 2019 (Foto: RCGD /Maren Derlien)
Leonie Menzel mit OB Geisel, 2019 (Foto: RCGD /Maren Derlien)

Heute: Olympia-Bezug wo man hinschaut

  • Mittwoch, der 20. Mai 2020
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Heute war der Tag, an dem der Ruderclub Germania Düsseldorf in vierfacher Sicht nicht ohne Gedanken an Olympia verbringen konnte. Denn heute wurde Olympiasieger (1960) Klaus Riekemann 80 Jahre alt, Olympiasieger (2012) Lukas Müller feierte seinen 33. Geburtstag und Olympia-Hoffnung Leonie Menzel ihren 21. Geburtstag. Und was hinzukam: Genau heute hätte Leonie Menzel die Chance gehabt, sich im Doppelzweier für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.

Stattdessen sind ihre Taschen gepackt, mit Blick auf zehn Tage Training am Bundesstützpunkt in Berlin. Die Lockerungen kamen bekanntermaßen schrittweise. Nach vielen Trainingseinheiten zuhause in Mettmann auf dem Ruderergometer folgten weitere am Bundesstützpunkt Dortmund im Einer. Bald war auch wieder rudern im Doppelzweier möglich. Und nun geht es ins Training mit den Nationalmannschaftskolleginnen und weiteren Nachwuchsruderinnen. Dort trifft sie wieder auf Doppelzweierpartnerin und Olympiasiegerin Annekatrin Thiele. Es folgen vier Tage Heimtraining, bevor sich alle erneut in Berlin zusammenfinden.
„Später haben wir dann eine Sommerpause, die braucht man aber auch“, betont Leonie Menzel. Die Doppelbelastung ist hoch. Ihr Biologiestudium kann sie derzeit immerhin gut mit dem Sport vereinbaren, weil die Vorlesungen zur Zeit online stattfinden müssen. „Ich kann jetzt mehr machen. Die Saison ist nicht zu vergleichen mit einer Weltcup-Saison.“ Lediglich für die Prüfungen, die für sie im Juni anstehen, muss sie an der Uni anwesend sein.

Aufnahme in das Stockheim Team Düsseldorf
Neben allem kam vor einiger Zeit die frohe Botschaft, dass Leonie Menzel in das Stockheim Team Düsseldorf aufgenommen wurde, vorige Woche wurde die Nachricht veröffentlicht. Sie ist neben Leonie Pieper die zweite Ruderin im Team der 20 Sportler aus acht Sportarten. „Am meisten erfreut mich die Anerkennung. Und wenn man sieht, wer noch so in dem Team ist, das ist schon sehr besonders.“ Sie sagt im Interview auf den Seiten des Stockheim Team Düsseldorf: „Ich habe mein komplettes Umfeld in der letzten Zeit professionalisiert und trainiere jetzt unter ganz anderen Bedingungen als noch vor ein paar Monaten. Die Unterstützung der Sportstadt Düsseldorf ist ein wichtiger Bestandteil dieser Entwicklung. So kann ich mich noch besser auf den Sport und mein Studium konzentrieren und in der finalen Phase der Qualifikation die Schlagzahl nochmal erhöhen.“

Zu der dreimaligen Sportlerin des Jahres Düsseldorf sagt dort auf den Seiten Burkhard Hintzsche, Stadtdirektor und Sportdezernent der Landeshauptstadt Düsseldorf: „Was Leonie leistet, verdient höchste Anerkennung. Sie ist weltweit eines der größten Talente im Rudersport und kann trotz ihrer 20 Jahre schon viele große Titel vorweisen. Durch unsere Unterstützung möchten wir ihr die Möglichkeit geben, sich bestmöglich auf den Sport zu konzentrieren und die Sportstadt Düsseldorf bei den Olympischen Spielen 2021 zu repräsentieren.“

(MD)