Hilferuf der DEG und Kölner Haie

Eishockey-Rivalen gegen Veranstaltungsverbot

Quelle: DEG

von Jan Wochner

Es muss schon etwas passiert sein, ehe sich die DEG gemeinsam mit den Kölner Haien zu Wort meldet. Beide Vereine gelten als Erzfeinde auf dem Eis. Da die Auflagen im Zuge der Corona-Pandemie sowohl die Düsseldorfer als auch die Kölner sowie auch alle anderen Vereine der PENNY DEL bis ins Mark treffen, haben sich die Geschäftsführer der DEG und der Haie nun gemeinsam zu Wort gemeldet.

„Es müssen Lösungen auf den Tisch, die alle relevanten Blickwinkel berücksichtigen. Die überregionale Politik muss dazu jetzt dringend Antworten liefern. Und das muss jetzt kurzfristig passieren“, fordert DEG-Geschäftsführer Stefan Adam eindringlich. Ihn stört die generelle Ablehnung von Veranstaltungen aus dem kulturellen und sportlichen Bereich in Form von Verboten. „Man hört und liest praktisch nie wirklich konkrete, faktenbasierte Argumente, die komplette Veranstaltungsverbote trotz mittlerweile vorliegender schlüssiger Veranstaltungs- und Hygienekonzepte weiterhin rechtfertigen“, lässt sich Adam zitieren. „Warum Spiele zumindest mit eingeschränkten Zuschauerzahlen unter klaren Regeln des Gesundheitsschutzes nicht möglich sein sollen, wird politisch und medial nicht sachlich diskutiert.“

Auch sein Kölner Kollege Philipp Walter kann diese Haltung nicht nachvollziehen: „Meine Beobachtung ist, dass die wichtige Rolle und Aufgabe von Sport und Kultur leider seit Monaten aus dem Blick geraten ist“, erklärt der Haie-Geschäftsführer: „Meines Erachtens hat Politik die Verantwortung, Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Existenz der Eishockey-, Basketball-, Handball-und Volleyball-Vereine zu erhalten. Diese Sportarten sind für ihren Fortbestand auf Zuschauer angewiesen und dafür müssen wir uns im gesamten Sportbereich einsetzen.“

Stefan Adam von der DEG wird sogar noch deutlicher: „Millionen Menschen fahren in diesem Sommer vollkommen selbstverständlich in ihren wohlverdienten Urlaub. Aber die Durchführung von Kultur- und Sportveranstaltungen wird ohne detaillierte sachliche Begründung als „falsches öffentliches Signal“ kritisiert und soll weiterhin verboten bleiben. Das ist teilweise wirklich schwierig nachzuvollziehen. In sehr vielen Bereichen ist ein nahezu normales Leben ja mittlerweile offensichtlich wieder möglich.“

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