JC71 Frey

“Ich will einfach jeden Kampf für mich entscheiden…”

  • Freitag, der 27. Oktober 2017
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Es wird ein großer Moment sein, den Johannes Frey am Samstag erlebt. Zum ersten Mal startet der Judoka des JC 71 bei einem Grand Slam Turnier. Und das in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der 20 Jährige startet in der Klasse bis 100 Kilogramm und ist nicht alleine unterwegs. Sein Bruder Karl-Richard (Bayer Leverkusen) ist ebenfalls zum Grand Slam gereist. Nach seiner Ankunft in Abu Dhabi hat uns Johannes Frey von seinen Eindrücken und Zielen erzählt.

Wie ist der erste Eindruck von Abu Dhabi?

Ich war schon mal hier, von daher ist das hier nicht unbedingt etwas Neues. Aber es ist immer wieder sehr beeindruckend, was für eine große Stadt das ist. Die riesigen Gebäude oder die Luxusautos, die hier auf der Straße fahren, das ist schon eine andere Welt.

Was machen Sie heute, einen Tag vor Wettkampfbeginn?

Ich war heute zum erste Mal in der Halle und habe mir einige Kämpfe angeguckt. Für die Deutschen ging es in den anderen Gewichtsklassen leider nicht so gut los. Aber die Halle ist sehr groß und es sind auch einige Zuschauer da. Jetzt bin ich wieder im Hotel, heute Abend muss ich auf die Waage. Bis dahin werde ich noch ein bisschen hungern.

Wie stark ist die Konkurrenz?

Die Konkurrenz ist mal wieder sehr stark. Ich kämpfe im ersten Kampf gegen einen Italiener gegen den ich schon einmal knapp verloren habe. Aber ich bin optimistisch und will ihn diesmal schlagen. Das ist mein erster Grand Slam. Es gibt im Judo verschiedene Turniere, Grand Slam, Grand Prix und World Cup. Das sind die wichtigen Turniere, bei denen man Punkte sammeln kann. Für die Qualifikationsliste, zum Beispiel bei der Weltmeisterschaft oder den Olympischen Spielen da spielen diese Punkte eine entscheidende Rolle. Der Grand Slam ist das stärkste Turnier da gibt es die meisten Punkte, deshalb ist die Konkurrenz hier sehr stark. Ich freue mich aber drauf, denn ich habe nichts zu verlieren.

Wie ist das Ziel für das Turnier?

Mein Ziel ist, dass ich jeden Kampf gewinnen will. Ich denke nicht an Bronze, Silber oder Gold. Ich will einfach jeden Kampf für mich entscheiden. Egal ob hier beim Grand Slam, bei der Deutschen Meisterschaft oder in der Bundesliga. Die Motivation ist immer die selbe. Wenn ich mich einem Kampf stelle, dann will ich auch gewinnen.

Wann könnten Sie auf ihren Bruder treffen?

Mein Bruder ist in einem anderen Kampf-Pool, von daher kann ich ihn höchstens in den Endrunden treffen und das wären dann die Medaillenkämpfe.

Haben Sie einen Glücksbringer dabei oder ein bestimmtes Ritual?

Eine Glücksbringer habe ich bisher noch nicht. Ich weiß nicht, ob ich so etwas brauche. Ich habe aber wie fast alle Kämpfer Rituale. Zum Beispiel beim Aufwärmen. Da lege ich mich noch einmal fünf Minuten hin und schließe die Augen, um mich zu konzentrieren und im Kopf meine Strategie durchzugehen. Dann erst ziehe ich mich für den Kampf an und gehe raus. Auch das Aufwärmprogramm ist immer das gleiche. Das ist meine Routine und meine Marschroute, die ich für den Kampf einschlage.

(PK)