(Foto: Sportstadt Düsseldorf)
(Foto: Sportstadt Düsseldorf)

Insolvenzantrag der Rhein Vikings Spielbetriebs GmbH

  • Montag, der 11. Februar 2019
  • News

Gemäß aktuellen Veröffentlichungen hat die Rhein Vikings Spielbetriebs GmbH ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Das entspricht den Ankündigungen, die sie gegenüber der Sportstadt Düsseldorf bereits im November 2018 gemacht haben. Die Meldung korrespondiert außerdem mit den von den Rhein Vikings übermittelten Unterlagen, die eine Deckungslücke im hohen sechsstelligen Bereich für die laufende Saison aufzeigen. Diese Ausgangslage war auch der Grund für die zunächst vorsorgliche ordentliche fristgemäße Kündigung von Teilen des Sponsorings ab dem 1.1.2019.

Die ursächliche Benennung dieser Kündigung als zentraler Punkt des Insolvenzverfahrens ist dabei in keiner Weise nachvollziehbar, da der Millionenetat der Rhein Vikings davon nicht relevant beeinflusst sein kann, da dieses Sponsoring der Sportstadt Düsseldorf monatlich einen niedrigen fünfstelligen Betrag ausgemacht hat und bis zum 31.12. alle Leistungen in vollem Umfang geleistet wurden. Nach dem 1.1. wurden der Hallenvertrag und weitere Sponsorings in geplanter Weise fortgeführt.

Ein in dem Zusammenhang stehender Liquiditätsengpass der Rhein Vikings ist umso mehr nicht möglich, da der Gesellschafter Koblenzer durch Herauskauf etwaiger Forderungen für ebendiese gesorgt hat. Nach unserer bisherigen Einschätzung haben die Rhein Vikings vielmehr gegenüber der HBL und der Sportstadt Düsseldorf den tatsächlichen wirtschaftlichen Rahmen ihrer Aktivität nichtzutreffend dargelegt, wie auch Unterlagen der Rhein Vikings und Aussagen der Geschäftsleitung der Rhein Vikings belegen. Unserer Aufforderung zur Vorlage eines aktualisierten Liquiditätsplanes aus November 2018 sind die Rhein Vikings bis heute nicht nachgekommen.

Vor diesem Hintergrund ist zu hoffen, dass das Insolvenzverfahren Klarheit in der Struktur der Rhein Vikings bringt und sie in die Lage versetzt, ihrerseits den Hallenmietvertrag zu erfüllen und die Saison ordentlich zu Ende zu spielen. Leider wurde auch bis heute jedes Gesprächsangebot der Sportstadt Düsseldorf von den Rhein Vikings nicht angenommen.

(AM)