(Foto: DSBL / Lars Wehrmann)
(Foto: DSBL / Lars Wehrmann)

Intensives Training vor der DSBL vor Tutzing

  • Mittwoch, der 6. Juni 2018
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Der Düsseldorfer Yachtclub geht gut vorbereitet in die zweite DSBL-Regatta der Saison

Den Weg nach Tutzing an die Seestraße 18 kennen die Bundesligasegler des Düsseldorfer Yachtclubs (DYC) schon im Schlaf. Bereits zum fünften Mal ist der Deutsche Touring Yacht-Club (DTYC) am Starnberger See Gastgeber einer Meisterschaftsregatta der ersten Deutschen Segelbundesliga (DSBL) und zum vierten Mal nimmt eine DYC-Vertretung den Weg zum fünftgrößten deutschen See in Angriff. „Am Mittwoch geht’s los nach Tutzing. Donnerstag wird noch mal trainiert und am Freitag starten die Wettfahrten der DSBL“, erläutert der Sportliche Leiter des DYC Jan-Philipp Hofmann. Bis Sonntagnachmittag (10. Juni) stehen für jeden der 18 Erstligisten 15 Wettfahrten auf dem Programm.

Der DYC geht nach dem DSBL-Saisonauftakt auf dem Bodensee vor Friedrichshafen als Tabellenzwölfter mit dem Ziel, diesen Rang zu verteidigen, auf das Starnberger Wasser. „Platz zwölf oder besser in der endgültigen Starnberg-Ergebnisliste brächte uns im Kampf um den Klassenerhalt einen Schritt nach vorne“, so Hofmann. „Wenn die Clubs, die auf dem Bodensee hinter uns lagen auch diesmal wieder nach uns ins Ziel einliefen, wäre das von Vorteil.“ Die letzten vier der DSBL-Endtabelle 2018 steigen in die zweite Liga ab. Hofmann, der, realistisch wie er ist, die Düsseldorfer zum erweiterten Kreis der abstiegsgefährdeten DSBL-Teams zählt, meint, dass sich die Liga schon so sortiert haben könnte, wie er sie auch am Saisonende (20. Oktober) erwartet. Wenn alles so bliebe, hätte der DYC im unteren Mittelfeld den Klassenerhalt gesichert.

Dafür, dass dies so schnell wie möglich gelingt, sollen auf dem Starnberger See Steuermann Julius Schrader und die Crew Alexander Swade, Hendrik Lenz sowie Christoph Swade möglichst weit nach vorne segeln. Dass einiges möglich ist, zeigt der letzte Schrader-Einsatz in der DSBL. In der dritten Meisterschaftsregatta des Jahres 2017 steuerte der Volljurist das DYC-Schiff auf Platz sieben. „Wir sind guter Dinge, dass es vor Tutzing zu einem Platz um die zehn reichen wird. Wir sind top-motiviert und haben einen tollen Teamspirit“, meint Schrader.

Die DYC-Vorbereitung auf die zweite DSBL-Regatta lief jedenfalls prächtig. In Flensburg nahm das Quartett an einer J70-Regatta (die J70 ist das Bundesligaeinheitsboot) teil und duellierten sich dort u.a. mit Ligakonkurrenten wie dem Norddeutschen Regatta Verein (amtierender Meister) und dem Flensburger Segel-Club. Ein zweites Trainingslager führte die DYC-Crew auf die Maas-Seen bei Roermond (Niederlande). Dort trainierten die Düsseldorfer gemeinsam mit dem derzeitigen Tabellenzweiten der Dutch League, dem RR&ZV Maas & Roer. „In Flensburg ging es darum, möglichst viel Zeit gemeinsam auf dem Wasser zu verbringen, als Crew zusammenzuwachsen und den Bootsspeed zu optimieren. In Roermond haben wir mit dem Maas & Roer-Trainer fokussiert an Manövern und taktischen Entscheidungen gearbeitet“, erläutert Swade. „Das hat uns und den Jungs aus Roermond einiges gebracht. Wir planen jetzt, so ein gemeinsames Trainingslager im Lauf der DSBL-Saison zu wiederholen.“ Am Donnerstag steht das Abschlusstraining in Tutzing an. Dann wird auf den von der Liga gestellten DSBL-Booten gesegelt und Trainingspartner stehen auch ausreichend zur Verfügung. „Man kann sich spontan absprechen, ob man gemeinsam etwas trainieren will. Oft reicht schon eine kleine Anfrage von Boot zu Boot“, so Schrader. „Es ist jedenfalls immer gut, auf den Booten zu trainieren, mit denen man dann die Regatta segelt. Dann fällt die Eingewöhnungszeit zu Beginn der Meisterschaftsläufe weg.“ So wollen Schrader, Swade, Lenz, Swade vom ersten Rennen an konzentriert an Platz zwölf oder besser arbeiten.

Weitere Informationen und alle Ergebnisse finden Sie im Internet unter www.segelbundesliga.de und www.sapsailing.com.

(JB)