Katzen und Giganten

„Vergleich doch mal, stell die zwei Teams gegeneinander und bewerte die Bundesligamannschaften“.

So der O-Ton aus dem Meeting neulich mit den Leuten aus der Redaktion der Sportstadt Düsseldorf.

Aha, ich soll also „Katzen“ mit „Giganten“ vergleichen, das ist in etwa so wie Bahamas mit Island oder Dr.-Oetker-Pizza mit Don Luigis Kreationen aus der Trattoria Venezia gegenüber zu stellen. Ähnlich irgendwie, hängt zusammen, aber doch anders.

Warum nicht mal an einem Samstag erst die Bascats (gegen Braunschweig) und danach gleich die Giants (gegen Stahnsdorf) live mitnehmen, um was auch immer zu „vergleichen“.

Foto: Kenny Beele
Foto: Kenny Beele

Fangen wir mal mit dem Kontakt zu den Verantwortlichen an:

Absolut Top und vorbildlich von beiden Teams, ganz klares eins zu eins von mir. Bei den Bascats hätten wir plattdüütsch snacken können, schwerer norddeutscher Einschlag vorhanden. Echt lustig.

Die Halle:

Glänzte das Comenius mit Zuschauerrängen und bürgerlicher Umgebung, so bestach die Ellerstraßenhalle durch sehr moderner Ausstattung und fast roch man noch – eines Neufahrzeuges gleich – den Duft der Kunststoffe. Hier fiel mir auch schwer, einen Sieger zu küren und somit beließ ich es bei einem Remis.

Thema Stimmung:

Ganz sicheres Unentschieden. Tote Hose ohne Fans, man hörte nur die Coaches und die Akteure. Nun, einen Unterschied gab es doch: Die Stimmhöhen sind klar verschieden. Wenn es im Comenius bedeutend dunkler mit Bass-Bariton und Tenor erschallte, so flötete es in der Ellerstrasse filigraner im Stimmbereich Sopran, Mezzosopran, vereinzelt Alt und aus dem Staff auch – das aber eindeutig männlich – der Bariton des Coaches. Ein Countertenor fiel mir spontan nirgendwo auf.

Schauen wir mal auf die Sport-Kledage:

Hüben wie drüben vorhanden, Leibchen, Beinkleid, eingesockt und beschuht, alles korrekt und was das Herz begehrte vorhanden. Keinerlei schlimme modische Ausfälle (ok, über die Farbzusammenstellung der Hosen der Damen müssen wir nochmal reden), ein sicherer Griff in Größe und Reinheit zeichnete beide Teams aus und das Ergebnis wenig überraschend: Drei zu Drei, wieder pari.

Einen Blick auf die Teams:

Da unvoreingenommen heranzugehen fiel mir eigentlich am Schwersten. Eigentlich! Und doch war ich richtig platt, dass gerade da Parallelen am deutlichsten sichtbar waren. Athletik, Schnelligkeit, Härte, Kampfkraft, aber auch die eine oder andere Reboundschwäche und auch bei den Bascats verschenkte man zu gerne einfache Punkte, das kennt der leidgeprüfte ART Giants Fan zur Genüge. Dreier und die Düsseldorfer Körbe sind auch nicht immer die allerbesten Freunde, zumindest in Viertel eins. Wenn man überhaupt von dem perfekten Remis schreiben würde, dann hier.

Zu gute Letzt der Spaßfaktor:

Oh ja, ich hatte eindeutig und unverrückbar sehr viel Spaß gehabt. Sowohl die Spiele der Capital Bascats, als auch die der ART Giants haben großen Unterhaltungswert. Ich hatte keinen Sieger im direkten Duell ausmachen können. Gerade in dieser dämlichen Zeit erfreute es das Herz des Basketballfans. Erstmals bei den Giants übrigens der Stream auch über Youtube, sehr gelungen darf man sagen.

Ich freue mich auf die kommenden Spiele beider Teams.

P.S. Ein sehr souveränes 85:57 der Bascats gegen Braunschweig und ein ebensolches der ART Giants gegen Stahnsdorf mit 82:66. Zwei Spiele, zwei Düsseldorfer Siege, was will man mehr?

Euer Heiko Sauer

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