(Foto: Meinruderbild.de /Detlev Seyb)
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Langstreckentest des Deutschen Ruderverbandes

  • Montag, der 2. Dezember 2019
  • News

Die Ergebnisse vom Ruderergometer- und Langstreckentest des Deutschen Ruderverbandes (2000/6000 m) am Bundesstützpunkt Dortmund haben für Leonie Menzel und Leonie Pieper keinen selektiven Charakter gehabt. Dennoch ging es darum, sich gegenüber den anderen Ruderinnen und den Bundestrainern leistungsstark zu präsentieren.

Das gelang Leonie Pieper auf dem Ergometer sehr gut. Sie blieb mit 7:07 min zwar mit drei Sekunden über ihrem Bestwert von 7:04 min, und das mit 700 g weniger Körpergewicht als sonst. Sie war bereits nicht in vollem Besitz ihrer Kräfte, musste dann auch krankheitsbedingt die Langstrecke absagen. „Das war sehr beeindruckend auf dem Ergo, wir haben mit 7:10 geplant“, lobte Marc Stallberg. Im Verhältnis zu ihrem Gewicht war sie die schnellste Leichtgewichtsskullerin.

Leonie Menzel zeigte eine solide Leistung auf dem Ergometer, im Einer belegte sie den neunten Platz. Bis auf die Erstplatzierte Juliane Faralisch (Frankfurt), die im vorigen Jahr bei den Weltmeisterschaften im Riemenvierer am Start war, waren es alle Ruderinnen aus dem Skullbereich. Hier gehört Leonie Menzel nach den diesjährigen Ergebnissen weiterhin zum engen Kreis, der in Kürze ins Trainingslager fährt. Die drei olympischen Boote (Einer, Doppelzweier, -vierer) sollen nach dem Ergo- und Einertest Ende Februar besetzt werden, damit sich vor allem der Einer und Doppelzweier für die Olympia-Nachqaulifikation Mitte Mai in Luzern/Schweiz vorberiten kann. Auch wenn Leonie Menzel noch zwei Jahre im U23-Breich vor sich hat, wäre es natürlich etwas Besonderes, sollte sie erneut den Sprung in die A-Nationalmannschaft bei den internationalen Wettkämpfen ab April schaffen.

Bruder Lars Menzel, der im kommenden Jahr vom Junior- in den U23-Bereich wechselt, zeigte sich in Dortmund erstmals im großen Einer-Feld der A- und U23-Männer. Er belegte Platz 32 und damit den letzten Platz. „Er muss sich an die höheren Trainingsumfänge noch gewöhnen“, sagte der RC-Trainer, der zudem Ausfälle aufgrund von Schule und Krankheit erwähnte.

Maurice Krutwage zeigte mit Platz sieben im U19-Einer eine sehr gute Leistung. „Es hat einfach gestimmt“, lobte RC-Trainer Lukas Gäßler. „Er hat gezeigt, was er kann. Technisch ist er auch sehr gut gerudert.“ Für den einen Jahrgang jüngeren Hendrik Weskamp, der vom Riemen zum Skullen wechselte, lief es mit Platz 39 von 43 Booten nicht so gut. „Ihm fehlt noch etwas die Erfahrung“, so Marc Stallberg. „Zudem hatte er mit Unterarmproblemen zu kämpfen.“

Erstmals zeigte sich auch Ben Wolke zusammen mit Simeon Falger (WSV Düsseldorf) im U19-Bereich. Im Zweier belegten sie Platz 21 von 21 Booten.

Im U19-Zweier belegten Katharina Hallay und Finya Nolzen (Duisburg) Platz elf, die Teams aus Waltrop/Witten und Otterndorf ließen sie hinter sich. „Es geht in die richtige Richtung“, lobte Marc Stallberg das Duo, das erst seit gut zwei Wochen zusammen im Boot sitzt.

Auch -2° C konnten ruderbegeisterte Zuschauer nicht zurückhalten. Vom Ruderclub Germania waren drei Vorstandsmitglieder (Kathrin Schmack/Vorsitzende, Jörg Kreuels/Schatzmeister, Norbert Richter/Leistungssport) mit Begeisterung am Kanal, zudem Ralph Beeckmann, der es sich nicht nehmen ließ, die Germanen ebensfalls zu unterstützen.

Für die einen Athleten steht das Trainingslager als nächstes auf dem Plan, für andere der Weihnachts-Ergo-Cup im eigenen Clubhaus am 14. Dezember.

Maurice Krutwage (Foto: Meinruderbild.de /Detlev Seyb)

 

(MD)