Lernen und sich weiterentwickeln

Das erste Jahr für den HC Düsseldorf in der JBLH

Foto: Kenny Beele

von Tobias Kemberg

Die A-Jugend-Handballer stehen nach vier Spielen der Hauptrunde A mit null Zählern am Tabellenende. Benny Daser schaut derzeit aber gar nicht allzu sehr auf den Punktestand. Dem Trainer ist die Gesamtentwicklung der Mannschaft wichtiger, um am Ende der Saison in den entscheidenden Spielen voll da zu sein.

Noch immer ist der HC Düsseldorf keine drei Jahre alt und hat doch bereits eine rasante Entwicklung hinter sich. Im Januar 2019 gegründet hatte sich der Verein von Beginn an das ambitionierte Ziel gesetzt, mit seiner männlichen A-Jugend so schnell wie möglich in der höchsten deutschen Spielklasse dabei zu sein. Das gelang im Sommer dieses Jahres und seither ist der HCD mittendrin in der JBLH, der Jugendbundesliga Handball, und misst sich mit den besten A-Jugendlichen Deutschlands.

Die Mannschaft von Trainer Benny Daser legte eine richtig gute Vorrunde hin, wurde mit drei Siegen und zwei Niederlagen in fünf Partien Zweiter hinter dem TSV Bayer Dormagen. In der Hauptrunde A läuft es jedoch noch nicht so gut. Der HC Düsseldorf liegt nach vier Spielen mit 0:8-Punkten am Tabellenende der acht Teams umfassenden Staffel 2.

„Wir müssen auch mal etwas Bescheidenheit an den Tag legen“, beschreibt Daser die Situation. „Aktuell gehören wir zu den 16 besten Mannschaften Deutschlands. Dass für uns als Neuling die Luft dann etwas dünner wird und wir uns in den meisten Fällen in der Außenseiterrolle befinden, ist ganz normal. Unser Punktestand ist noch keine Tragödie, aber natürlich würden wir schon ganz gerne mal gewinnen. Wir sind schließlich entsprechend ehrgeizig.“

Mindestens ein Sieg aus den drei Spielen bis zur Weihnachtspause soll her

Die nächste Chance auf die ersten Hauptrundenpunkte gibt es am Sonntag bei Bayer Dormagen. Daser wünscht sich, dass seine Jungs in den drei verbleibenden Spielen bis zur Weihnachtspause „das Maximum herausholen“. Zwei Punkte sollen es mindestens schon sein, noch wichtiger ist dem Trainer aber, dass das Team den nächsten Entwicklungsschritt geht. Zu diesem gehören mehr Stabilität in der Abwehr und gesteigerte Cleverness auf dem Parkett.

„Gegen Topteams musst du deine beste Leistung über einen längeren Zeitraum abrufen. Eine Klasse tiefer war das noch anders. Da hast du auch mal gewonnen, wenn du nicht deinen besten Handball gezeigt hast“, erklärt Daser. „Aber das sind alles Lernprozesse, von denen es für den weiteren Weg zu profitieren gilt.“

Foto: Kenny Beele

Sechzehntelfinale oder B-Runde als Chancen für das erneute Bundesliga-Ticket

Nach der Hauptrunde A wartet das Sechzehntelfinale, bei dem der HC Düsseldorf in zwei Spielen die Zugehörigkeit zur JBLH für die kommende Saison sichern könnte – unabhängig von den weiteren Ergebnissen in den kommenden zehn Spielen. „Auf diese beiden Duelle arbeiten wir hin. Wenn wir noch ein paar Zähler einfahren und in der Tabelle etwas klettern, bekommen wir natürlich auch einen mutmaßlich etwas leichteren Gegner“, sagt der HC-Trainer.

Und wenn das alles nicht funktioniert, dann gibt es immer noch die Möglichkeit, das Ticket mit einem Top-Vier-Platz in der danach folgenden B-Runde zu lösen. Daser: „Die Jungs haben richtig Bock auf die Bundesliga. Das merken wir in jedem Training. Wir definieren uns nicht allein über Punkte. Entscheidend ist, wie wir aus der Hauptrunde letztlich herauskommen.“

Beim 26:33 gegen den TV Bittenfeld schnupperte der HC Düsseldorf jüngst bereits am ersten Zähler. „Wir haben am Ende mit sieben Toren verloren, aber schlagen uns auch ein bisschen selbst. Da waren wir wirklich nicht schlecht. Es fehlte eben die Cleverness.“ Genau daran möchten sie beim HC Düsseldorf weiterarbeiten, dann die ersten Hauptrunden-Punkte holen und am Ende mit dem Wissen aus der ersten Bundesligasaison gehen, dass man 2022/23 wieder mit dabei ist. Für den jungen Verein wäre das eine Riesengeschichte.

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