Menzel: Ich bin schon ziemlich aufgeregt

Die Ruderin kann sich für Olympia qualifizieren

Foto: RC Germania

von Norbert Krings

Interview: Nur noch ein paar Tage muss Leonie Menzel vom TEAM 2021 Düsseldorf noch warten, bis sie sich einen großen Traum erfüllen kann. In Luzern steht vom 16. bis 18. Mai die ultimativ letzte Chance für die Ruderin im Doppel-Zweier an, sich für Olympia in Tokio zu qualifizieren. Wir sprachen mit der Sportlerin des Ruderclubs Germania über ihre Hoffnungen und den Stand der Vorbereitung.

Frau Menzel, wann geht es los in die Schweiz?

Leonie Menzel: Schon am Donnerstag machen wir uns auf den Weg nach Luzern. Die Koffer sind zwar noch nicht gepackt, das Boot müsste aber schon unterwegs sein.

Wie groß ist das Kribbeln vor dieser entscheidenden Regatta am Montag, um die Fahrkarte für die Olympischen Spiele?

Menzel: Ich würde sagen, dass ich schon etwas aufgeregt bin. Es wäre wohl auch komisch, wenn es nicht so wäre.

Ihr Heimtrainer Marc Stallberg sagt, Sie hätten im Wettkampf die benötigte Ruhe. Stimmt das so?

Menzel: Ist ja sehr interessant und schön, dass er das so empfindest. Ich hoffe, dass es dann auch so ist. Es wird sich zeigen. Aber meine Partnerin Annekatrin Thiele hat bekanntlich viel Erfahrung und die Ruhe weg.

Wie ist die Form derzeit?

Menzel: Wir haben sehr gut trainiert, vor allem in Ratzeburg mit unterschiedlichen Umfängen und Intervallen. Jedes Team hat einen eigenen Trainer, der ständig dabei ist. Näher am Wettkämpf sind es dann nicht mehr so viele und harte Einheiten. Die Technik passt, wir sind gut in Form und werden unser Bestes geben.

Wie sieht denn die Konkurrenz auf dem Rotsee aus?

Menzel: Insgesamt müssen wir mindestens Zweiter in einer Konkurrenz mit sieben Booten werden. Zwei Teams kennen wir noch nicht so gut, bei den anderen Starterinnen wissen wir, woran wir sind. Die Britinnen sind sehr stark und gehen wohl als Favoritinnen an den Start. Sie waren bei der Europameisterschaft schneller als wir. Diesmal wollen wir an sie heranfahren und sie am Ende auch hinter uns lassen.

Das heißt, Ihre Chancen sind gut, sich für Olympia zu qualifizieren?

Menzel: Es wird eng, weil mindestens drei Teams ungefähr auf einer Höhe sind, und dazu gehören auch wir.

Ihre Partnerin ist bereits dreimal bei Olympia gestartet. Hat sie Ihnen von ihren Erlebnissen dort berichtet?

Menzel: Ja, sie hat viel erzählt, zum Beispiel, dass sie beim ersten Olympia-Start total überfordert gewesen sei. Es waren so viele besondere Eindrücke, die sie verarbeiten musste. Bei den anderen Starts hat sie sich dann entsprechend darauf vorbereitet. Sie findet es allerdings schade, dass die ganz große Begeisterung wie sonst bei Olympia diesmal wegen der Corona-Vorkehrungen wohl an der Strecke nicht so zu spüren sein wird. Diese Erzählungen sind trotzdem eine sehr gute Motivation für mich.

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