Mit Herz und Pantkowski

Defensivstarke DEG gewinnt beim Meister

Foto: Birgit Häfner

von Tobias Kemberg

Mit dem 3:1 in Berlin spielt sich die Düsseldorfer EG vorerst auf den vierten Tabellenplatz vor. Noch wichtiger ist aber die Tatsache, wie das Team zum Erfolg bei den Eisbären kommt – durch eine fast fehlerfreie Abwehrleistung und mit einem überragenden Torhüter.

Als die Düsseldorfer EG zum bislang letzten Mal in Berlin vom Eis fuhr, erlebte der Klub aus der Deutschen Eishockey Liga den Tiefpunkt seiner Saison 2020/21. 1:8 hieß es an jenem 13. März aus Sicht der Mannschaft von Harold Kreis, der an diesem Tag aber mal so gar nichts gelang. Während sich die Eisbären im weiteren Verlauf bis ins Play-off-Finale spielten und dort ihren achten DEL-Meistertitel gewannen, verpasste die DEG das Viertelfinale.

Am Freitagabend waren es die Düsseldorfer, die am Ende jubeln durfte. Mit einer defensiv konzentrierten Leistung und einem hervorragenden Mirko Pantkowski zwischen den Pfosten siegte der Außenseiter mit 3:1 (1:0, 0:0, 2:1) und fuhr damit den vierten Erfolg im siebten Saisonspiel ein. „Wir haben heute wenig zugelassen und Mirko hatte ein paar Riesen-Saves“, sagte Stürmer Alexander Ehl. Vor dem Heimspiel am Sonntag (16.30 Uhr) gegen die Nürnberg Ice Tigers steht die DEG mit nun 13 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz.

Luca Zitterbart trifft bereits nach 38 Sekunden zum 1:0

Drei Spiele, drei Niederlagen, nur drei eigene Tore – so lautete die schauerliche Heimbilanz der Berliner vor dem Duell mit der DEG. Trotzdem waren sich die Protagonisten in Rot und Gelb bewusst, dass es schon eine fast fehlerfreie Vorstellung benötigen würde, um nach zuletzt zwei guten Auswärtsspielen in Ingolstadt und München auch mal mehr als nur einen Zähler oder lediglich ein paar Schulterklopfer mitnehmen zu können.

Foto: Birgit Häfner

Das Spiel lief gerade einmal 38 Sekunden, ehe Verteidiger Luca Zitterbart den langjährigen DEG-Goalie Mathias Niederberger überwand und sich aufgrund seines ersten Saisontreffers besondere Glückwünsche der Teamkollegen abholen durfte. Während die Eisbären insbesondere zu Beginn viele kleine Fehler produzierten, präsentierten sich die Düsseldorfer aufmerksam und immer wieder offensiv gefährlich.

Berlin steigerte sich, scheiterte aber ein ums andere Mal an Pantkowski, der den größten seiner insgesamt 34 Saves in der 39. Minute zeigte, als er nach einem Zwei-auf-null-Konter der Eisbären gegen Marcel Noebels parierte. Auf der anderen Seite holte Jerry D’Amigo einen Penalty für sein Team heraus, doch Victor Svensson scheiterte mit diesem an Niederberger.

Defensive bleibt auch in der besten Phase der Berliner stabil

Der Start in den Schlussabschnitt erinnerte an den aus dem ersten Drittel. Wieder gab es ein frühes Tor, wieder schlug die Scheibe hinter Niederberger ein. Alexander Ehl fälschte einen Schuss von Marco Nowak ab und die DEG führte mit 2:0 (42.). Keine drei Minuten später war Pantkowski dann aber machtlos. Leo Pföderl (44.) verkürzte auf 1:2.

Nun drückten die Berliner mit Wucht. In den letzten Minuten gab es fast keine Entlastung mehr, doch anders als noch beim 4:5 in Ingolstadt hielt die Düsseldorfer Abwehr. Brett Olson besorgte sieben Sekunden vor dem Ende mit einem Schuss ins leere Tor den 3:1-Endstand.

Statistik: Eisbären Berlin – Düsseldorfer EG 1:3 (0:1, 0:0, 1:2)
DEG/Tor: Pantkowski (Hane); Abwehr: Cumiskey, Zitterbart – Heinzinger, Nowak – Järvinen, Ebner – Geitner; Angriff: D’Amigo, Olson, Eder – O’Donnell, Barta, Ehl – Proft, MacAulay, Fischbuch – Postel, Svensson, Fischer
Schiedsrichter: Kopitz/MacFarlane
Zuschauer: 6450
Tore: 0:1 (0:38) Zitterbart (Eder), 0:2 (41:13) Ehl (Nowak), 1:2 (43:51) Pföderl (Byron, Noebels), 1:3 (59:53) Olson (Järvinen/5-6)
Strafminuten: 4:10
Torschüsse: 35:24

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