Neues Leistungskonzept stärkt Düsseldorf

Sportstadt bleibt Stützpunkt im Taekwondo 

Foto: Kenny Beele

Seit Oktober 2020 ist Jannis Dakos der neue Vizepräsident im Leistungssport Zweikampf. Im Interview spricht er über das neue Leistungskonzept und seine Vorstellungen. Perspektivkader-Athletin Sarah Di Sinno vom Sportwerk Düsseldorf begrüßt die neuen Ideen.

„Ich hatte manchmal das Gefühl, wir können machen was wir wollen. Es gibt Personen, die schon ewig dabei sind und an denen festgehalten wird. Durch die Ausscheidungskämpfe wird dies jetzt fairer gemacht“, erklärt uns die 4-fache Deutsche Meisterin di Sinno.

Neues Leistungskonzept

Ein Problem für Jannis Dakos ist es nämlich, dass oftmals bei vergangenen Kadernominierungen für Turniere augenscheinlich willkürliche Entscheidungen getroffen wurden, wer einen Platz erhält und wer nicht. „Transparenz in der Nominierungsthematik“, fordert Dakos deshalb. Eine Lösung sieht er daher in Ausscheidungkämpfen, die stattfinden sollen, wenn zwei Athlet*innen durch vorangegangene Turniere die gleiche internationale Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis gestellt haben. „Am Ende sollte es nur auf die Leistung ankommen, wer zu einem Turnier fährt“, so Dakos.

Sarah di Sinno. Foto: Kenny Beele

Vor allem im Jugendbereich soll dadurch zusätzliche Motivation entstehen, da stets transparent sein wird, was geleistet und wer besiegt werden muss, um sich zukünftig mit den Besten messen zu können. Ganz bewusst forciert Dakos, so den Athlet*innen beizubringen auch unter Druck zu performen. „Wir schaffen ein System, welches die mentale Stärke der Sportler*innen kräftigt“, erklärt Dakos. Wie Di Sinno mit Druck umgeht? „Mein Trainer holt mich da immer ganz gut runter“, erklärt sie und sagt zusätzlich, dass ihr Trainer ihre „Sicherheit im Hintergrund“ ist. 

Wichtig ist der Erhalt des Bundesstützpunktes

Durch beispielsweise häufigere Übertragungen von Ausscheidungskämpfen im Fernsehen soll Taekwondo zugänglicher gemacht werden, sagt Dakos und hofft, so die Attraktivität von Taekwondo im Allgemeinen zu erhöhen. Ebenso wichtig ist dafür das Sportwerk Düsseldorf, welches einer von zwei offiziellen Bundesstützpunkten in Deutschland und Leistungszentrum im olympischen Taekwondo ist.

„Der Bundestützpunkt und der Erhalt des Stützpunktes in Nordrhein-Westfalen ist sehr wichtig“, erklärt er und hofft, weitere Top-Athleten nach Düsseldorf holen zu können, um so insgesamt die sportliche Leistung zu verbessern. „Der sportliche Erfolg soll der Motivator sein“, betont er. Di Sinno begrüßt die Idee: „Wenn mehr gute Athleten nach Düsseldorf kommen, haben wir auch mehr gute Trainingspartner, was auf jeden Fall nur positiv für das Training ist“.

Ziel Olympia 2024

Auch wenn der Umsetzung dieser Ideen coronabedingt vorerst einen Strich durch die Rechnung gemacht wird, ist Dakos optimistisch, dass die Ziele umgesetzt werden. 

Für Di Sinno geht es in diesem Jahr vor allem noch darum, in Turnieren Weltranglistenpunkte zu sammeln und die Platzierung dadurch zu verbessern. Ebenso fokussiert sie sich auf die Weltmeisterschafts-Qualifikationskämpfe und hofft, diese erfolgreich zu bestreiten. Ihr großes Ziel ist dann Olympia 2024.

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