Never change a winning Team!

Bei der zweiten DSBL-Regatta 2020 tritt der DYC mit der gleichen Crew an

(Foto: DSBL/Lars Wehrmann)

Gewonnen hatte der Düsseldorfer Yachtclub (DYC) die Auftaktregatta der ersten Deutschen Segelbundesliga (DSBL) vor Kiel zwar nicht, aber mit Platz sechs unter den 18 Erstligisten war man im und rund um das DYC-Clubhaus sehr zufrieden. Besonders, weil man so einige Vereine, die wegen ihrer Lage an Nord- oder Ostsee bzw. einem der großen bundesdeutschen Seen deutlich bessere Trainingsbedingungen besitzen, hinter sich gelassen hat. Um das möglichst auf dem Wannsee in Berlin, dort wird am kommenden Wochenende (28. bis 30. August) die zweite DSBL-Regatta der Saison gesegelt, zu wiederholen, setzen die DYC-Verantwortlichen auf das Erfolgsquartett aus Kiel. Damit sitzen Steuermann Jan-Philipp Hofmann, Hendrik Lenz, Alexander Swade und Patrick Treichel erneut im Liga-Einheitsboot J70. „Es ist also alles wie gehabt. Alle sind Liga-erfahren, kennen das Boot und wissen, was sie wann zu machen haben“, meint Hofmann. „Wir gehen optimistisch an die Aufgabe in Berlin heran. Wir haben uns einen Platz unter den ersten Acht zum Ziel gesetzt.“ 

Das Ziel muss aber mit einem im Vergleich zum ersten Meisterschaftswettbewerb reduzierten Trainingsaufwand erreicht werden. Diesmal war lediglich ein Wochenend-Trainingslager möglich und auch der Donnerstag vor dem Event fällt als Trainingstag aus. „Bei Patrick und mir war es berufsbedingt nicht möglich, schon am Mittwochabend nach Berlin zu fahren“, gesteht Hofmann. „Aber unser Trainingslager auf dem Wannsee war dafür sehr effektiv. Die Anrainerclubs hatten einen Parcours ausgelegt, der dem DSBL-Parcours sehr nahe kommt.“ Neben dem DYC hatten sich am vergangenen Wochenende sieben weitere Erstligisten auf dem zwölf Kilometer langen Gewässer auf die DSBL-Wettfahrten eingestimmt. „Wir sind super vorbereitet“, meint der DYC-Steuermann. „Wir hatten gutes Wetter. Von wenig Wind zwischen acht und zwölf Knoten sowie deutlich mehr Wind war alles dabei. Nur Trainingseinheiten mit ganz wenig Wind haben gefehlt. Wenn es am Freitag mit nur vier Knoten Wind losginge, müssten wir uns erst daran gewöhnen.“ Die Zuversicht lassen sich die vier DYCer aber nicht nehmen, waren sie in der Vergangenheit doch bei DSBL-Regatten auf dem Wannsee zweimal auf dem Siegertreppchen. 

Die Düsseldorfer müssen auf Effektivität und Effizienz beim Training achten. Rund um Düsseldorf gibt es keine Möglichkeit mal eben nach der Arbeit noch eine gemeinsame Segeleinheit einzulegen. „Jedes Training und jede DSBL-Regatta ist mit viel Aufwand verbunden. Jedes Mal müssen wir nach Kiel, Berlin oder Hamburg. Da sind schon die Fahrten hin und zurück echte Zeitfresser“, so Hofmann. „Das muss alles ganz genau geplant werden und darf nicht zu sehr auf zu Wenigen abgeladen werden. Deshalb haben wir in unserem Ligakader zwölf Segler. Wir werden den Klassenerhalt auch diesmal als eine Mannschaft wuppen.“

Wie nicht anders zu erwarten, gibt es in der DSBL auch bestimmte Corona-Bedingungen. „Wir sollen und werden zum Beispiel von den anderen Crews Abstand halten, oft Masken tragen und so weit wie möglich unter uns bleiben“, verrät Hofmann. „Zwar gehört das Zusammentreffen mit vielen Seglern aus ganz Deutschland zu den reizvollen Begleiterscheinungen der DSBL, aber zurzeit gibt es einen entscheidenden Grund sich genau das zu verkneifen.“

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen weiß niemand so genau, wie sich die Corona-Pandemie entwickelt, ob die DSBL zu Ende gesegelt werden kann oder abgebrochen werden muss. Deshalb geht der DYC auf Nummer sicher und schickt erneut die Erfolgscrew aus Kiel an den Start. Sie soll den an der Ostsee eingeschlagenen Weg fortsetzen und mit einer weiteren Top-Platzierung den DYC-Klassenerhalt bereits ganz früh in der Saison sichern.

JB

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