Oldenburg für Fortuna keine große Hürde

Preußer-Elf erreicht mit 5:0-Erfolg die nächste Runde

Foto: Christof Wolff

von Norbert Krings

Ohne Probleme hat Fortuna Düsseldorf die zweite Hauptrunde im DFB-Pokal erreicht. Mit einer souveränen, aber nicht unbedingt begeisternden Leistung hat die Mannschaft von Trainer Christian Preußer beim Oberligisten VfL Oldenburg im Marschweg-Stadion mit 5:0 (3:0) gewonnen.

Christian Preußer brachte Dragos Nedelcu, Leo Koutris, Shinta Appelkamp, Felix Klaus und Dawid Kownacki neu in die Startelf. Dafür saßen Matthias Zimmermann, Florian Hartherz, Adam Bodzek, Jakub Piotrowski sowie Kristoffer Peterson zunächst auf der Bank.

Mit viel Schwung begannen die Gäste, die nach wenigen Sekunden die erste Ecke zugesprochen bekamen. Sie versuchten sofort klar zu machen, wer das Kommando hat. Bis zur fünften Minute wurden bereits zwei gute Möglichkeiten notiert, wobei nach der Gelegenheit von Rouwen Hennings per Kopf, Dawid Kownacki aus sieben Metern bereits hätte treffen müssen. Der Pole verzog den Ball aber unkonzentriert über das Tor.

Rouwen Hennings eröffnet den Torreigen

Gegen tiefstehende Oldenburger gab es dann wenig später auch den ersten Pfostenschuss, weil die Pässe in die Spitze gut funktionierten. Kownacki traf in der achten Minute das Gebälk. Leo Koutris hatte dann (11. Minute) das Pech, dass der Ball nach seinem Gewaltschuss knapp rechts am Tor vorbeistreifte. Nach 13 Minuten war es aber dann geschehen. Nach einer gefühlvoll getimten Flanke von Leo Koutris traf Rouwen Hennings per Kopf zum 1:0 – sein elfter Pokaltreffer für die Fortuna. 

Im Stadion des Lokalrivalen und Regionalligisten VfB Oldenburg konnte sich der Gastgeber irgendwie nicht so zurechtfinden. Der sonst auf Kunstrasen daheim agierende Oberligist konnte den Ball nicht in den eigenen Reihen halten, wurde ständig durch frühes Pressing des Zweitligisten gestresst und war auch in den Zweikämpfen fast immer nur zweiter Sieger.

Immerhin schalteten die Gäste nun mal kurz einen halben Gang zurück und reduzierten ein wenig das Tempo. Das geschah wohl eher unbewusst, denn Fortunas Trainer scheuchte sein Team wieder nach vorne, um einen beruhigenden zweiten Treffer vorzulegen. Denn auch gegen so manch anderen Außenseiter lag die Fortuna oft genug in Führung, um dann noch überrascht zu werden.

Doppelschlag entscheidet das Spiel vorzeitig

Und die Fortunen reagierten entsprechend. Mit einem Doppelschlag lag die Fortuna bis zur 26. Minute dann sogar mit 3:0 in Führung. Erst hatte Rouwen Hennigs mit seinem Kopfball Carsten Abbes zu einem Eigentor gezwungen, weil hinter dem Oldenburger Shipnoski und Kownacki lauterten. Zwei Minuten später musste sich VfL-Keeper Thilo Pöpken den Vorwurf gefallen lassen, dass er nach einem langen Pass von Edgar Prib zu ungestüm rausgelaufen war. Nach seinem Foul an Felix Klaus verwandelte Dawid Kownacki den fälligen Elfmeter zum 3:0. 

Dawid Kownacki kann diese Chance nicht nutzen. Foto: Wolff

Damit schien die Pokalaufgabe bereits gelöst. Denn die Gäste verwalteten nicht nur das Ergebnis. Sie behielten weiter mit einer dominanten Vorstellung  die Kontrolle, nutzten aber eine Vielzahl von guten Gelegenheiten nicht. Trotzdem wirkte Fortunas Auftritt durchgehend  souverän und seriös, obwohl die Gäste zum Ende der ersten Hälfte Tempo und Pressing zurückschraubten.

Für den leicht angeschlagenen Christoph Klarer kam nach dem Wechsel Tim Oberdorf und wurde damit belohnt für seine überzeugende Leistung in der Vorbereitung. Die zeigte Fortuna zu Beginn der zweiten Hälfte nicht mehr. Das sah mehr nach dem Verwaltungsmodus aus. Die Gäste warteten  zu sehr auf gegnerische Fehler und die einsetzende Müdigkeit beim VfL.

Diese Probleme tauchten dann jedoch tatsächlich auf. Oldenburgs Kapitän Nils Frenzel musste Dawid Kownacki foulen. Diesmal trat Hennings an und verwandelte den zweiten Strafstoß zum 4:0 (61.) ohne Mühe.  Knapp zehn Minuten später verlängerte Nicklas Shipnoski einen Kopfball von Jakub Piotrowski zum 5:0 ins Netz des Außenseiters. Fortuna arbeitete konzentriert mit halbem Schaum weiter und ließ den Ball laufen und hinten nichts zu. Aus dem Ehrentreffer für den VfL Oldenburg wurde nichts mehr.

Statistik:
VfL Oldenburg: Pöpken – Mennicke, Abbes (77. Thiele), Frenzel (Kapitän), Gereke, Onnen (77. Tjardes) – Blömer (67. Wollesen), Friedrichs, Lameyer, Jabateh (77. Janssen) – Brinkmann (52. De Buhr)
Fortuna: Kastenmeier – Narey, Klarer (46. Oberdorf), Nedelcu, Koutris (72. Hartherz) – Klaus, Appelkamp (62. Sieben), Prib (62. Piotrowski), Shipnoski – Hennings (62. Ofori), Kownacki (Kapitän)
Kader: Wolf – Hartherz, Ofori, Sieben, Oberdorf, Piotrowski, Zimmermann, Bodzek, Peterson
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)
Zuschauer: 4211 (darunter 1000 Fortuna-Fans)
Tore: 0:1 (13.) Hennings, 0:2 (23./Eigentor) Abbes, 0:3 (26. F.E.) Kownacki, 0:4 (61. F.E.) Hennings, 0:5 (69.) Shipnoski
Gelbe Karten: Shipnoski / Friedrichs, Lameyer, Frenzel
Spielnote: 3,5
Beste Spieler: Pöpken, Frenzel / Klaus, Hennings
Spielfazit: Fortuna löste die Pokalaufgabe mit großer Ernsthaftigkeit und war in Oldenburg immer auf der Höhe.
Fortunas Formkurve: Das Pokalspiel passt in die Serie von Fortunas Spielen. Bisher gab es immer einen leichten Trend nach oben.

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