Panther sprechen sich für Ligateilnahme aus

Vereinsgremien haben Entscheidung getroffen

Foto: Peter Koch/Panther

von Tobias Kemberg

Sollte es grünes Licht von der Politik geben, werden erste Mannschaft und U19 die verkürzte Saison bestreiten.

Ob im Spätsommer tatsächlich eine verkürzte Football-Saison ausgetragen wird, ist nach wie vor nicht abschließend geklärt. Sollte es so kommen, wären die Panther dabei. „Wir haben uns mit allen Gremien des Vereins zusammengesetzt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir mit der ersten Mannschaft sowie unserer U19 unter den entsprechenden Voraussetzungen an den Start gehen wollen“, erklärt Vorstand Michael Wevelsiep.

Bis zum 1. Juli sollten sich die Vereine in Bezug auf ihre Teilnahmebereitschaft äußern, doch diese Frist wurde nun noch einmal verlängert. Der Grund: Nicht alle Vereine hatten bis dahin einer Änderung der Bundesspielordnung (BSO) zugestimmt. Das ist aber Voraussetzung, damit kein Klub, der auf eine Teilnahme an der Saison verzichtet, seine Lizenz zurückgeben und zwangsabsteigen muss. Denn allein in der GFL, der obersten Spielklasse, soll es dem Vernehmen nach einige Klubs geben, die nicht antreten möchten. Nun aber scheint zumindest die Hürde BSO geklärt.

In der German Football League 2 sieht der Plan weiterhin vor, dass die Panther jeweils zwei Mal gegen die Solingen Paladins, Langenfeld Longhorns und Assindia Cardinals antreten – falls die West-Konkurrenten im September auch tatsächlich spielen wollen und können. Alternativ nach Berlin oder Rostock zu fahren, käme angesichts von Reisekosten und Aufwand für die Panther aber nicht infrage. „Nach wie vor gibt es viele Fragezeichen und wir müssen abwarten, was die kommenden Tage und Wochen ergeben“, sagt Wevelsiep. „Die Politik muss unseren Sport natürlich auch freigeben. Das muss bis zum 26. Juli geschehen.“ Auch das Hygienekonzept steht noch nicht final. Dass die Spieler komplett bedeckt auflaufen müssen, also mit langen Hosen und Handschuhen, scheint allerdings bereits sicher zu sein.

Bei den Panthern wird derzeit in Gruppen von maximal 30 Leuten trainiert. Mit Blick auf die sportlich unter dem Strich wertlose Saison, in der es keinen Auf- und Abstieg gibt, steht fest: Die Raubkatzen werden ohne ihre Importspieler aus Nordamerika auflaufen. Das spart Kosten und derzeit kann sowieso niemand genau sagen, ob die betreffenden Spieler problemlos einreisen können.

Für uns ist einfach nur wichtig, dass wir antreten wollen, sobald es möglich ist“, sagt Wevelsiep und ergänzt bezüglich zu erwartender Auflagen für den Stadionbesuch in Benrath: „Wenn das für uns ein finanzielles Risiko ist, wären wir auch bereit, das Ganze ohne Zuschauer zu machen. Eigentlich sind wir auf die Einnahmen angewiesen, aber wenn es nicht passt, dann muss es auch ohne Zuschauer gehen.“

Fest steht: Abgesehen von der U19, die als Team der GFLJ nicht unter die Regularien des NRW-Verbandes fällt, werden alle weiteren Jugendmannschaften der Panther in diesem Jahr kein Spiel mehr bestreiten. Der NRW-Verband hat sich gegen einen Ligabetrieb ausgesprochen, mehr als Freundschaftsspiele sind nicht möglich. „Aber da stellen wir keine Anträge für“, erklärt Wevelsiep. So werden nur die U19 und die erste Mannschaft – abgesehen vom Trainingsbetrieb – in 2020 noch Helme und Shoulder Pads anlegen. Wenn es denn bis Ende des Monats wirklich von allen Seiten grünes Licht gibt.

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