(Foto: DSBL/Oliver Maier)
(Foto: DSBL/Oliver Maier)

Platz 13 bei der Bundesliga-Regatta in Tutzing ist für den DYC noch so gerade in Ordnung

  • Dienstag, der 12. Juni 2018
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Der Ligakader des Düsseldorfer Yachtclubs (DYC) hatte für die zweite Meisterschaftsregatta  in der ersten Deutschen Segelbundesliga (DSBL) einen Platz um die zehn angepeilt. Nach nur elf von eigentlich geplanten 15 Wettfahrten je Team landeten die Düsseldorfer auf Platz 13. „Ich hatte natürlich gehofft, dass unser Ergebnis etwas besser ausfallen würde, aber Rang 13 ist noch im Rahmen“, urteilt der Sportliche Leiter des DYC, Jan-Philipp Hofmann.

Schwierig waren vor allem die Windverhältnisse auf dem Starnberger See vor Tutzing. Es gab einfach zu wenig Wind. Am Freitag und Samstag kamen jeweils nur drei Läufe zustande. Und das, obwohl wir am Samstag bis 21 Uhr auf dem Wasser waren. Dabei ist der Samstag immer der wettfahrtreichste Tag einer DSBL-Regatta. Diesmal aber sollten keine Wettfahrten zustande kommen. So mussten alle 18 DSBL-Crews am Sonntag bereits um sieben Uhr morgens wieder startklar sein, in der Hoffnung, dass im Laufe des Tages trotz Fast-Flaute wenigstens ein paar Rennen noch gesegelt werden konnten. „So früh war noch niemand von uns jemals an der Startlinie einer Regatta. Das war eine Premiere“, so DYC-Steuermann Julius Schrader.

Schrader und die anderen der DYC-Crew, also Alexander Swade, Hendrik Lenz sowie Christoph Swade, haben beim Rückblick auf die drei Schwachwind-Tage auf Deutschlands fünftgrößtem See gemischte Gefühle. „Wir haben oft unser Potential gezeigt, es aber nicht ausgeschöpft. In zwei, drei Rennen hätten wir zwei, drei Plätze weiter vorne landen können, wurden aber kurz vor der Ziellinie noch abgefangen“, ärgert sich Schrader. „Wir hätten also auch in der Tutzing-Tabelle durchaus zwei, drei Plätze weiter vorne landen können. Am Ende war es aber ein leistungsgerechtes Ergebnis und so gerade eben noch zufriedenstellend.“

Besonders ärgerlich war, dass die DYC-Crew nach zehn Wertungsläufen noch auf Platz elf lag, das elfte Rennen als Zweite abschloss und dennoch von der Segelvereinigung Itzehoe und dem Segel- und Motorbootclub Überlingen verdrängt wurde. „Es liegt alles ganz eng beieinander, auch in der Gesamttabelle“, so Hofmann.

Nach dem zwölften Platz zum Saisonauftakt und Rang 13 aus Tutzing rangieren die Düsseldorfer jetzt auf DSBL-Tabellenplatz 15. Das ist der erste Abstiegsplatz. Kein Grund für den DYC nervös zu werden. „Wir kennen die Situation. Auch in der letzten Saison waren wir nach zwei DSBL-Regatten auf Rang 15. Wir haben noch vier Meisterschaftswochenenden vor uns und unsere Lieblingsregatten in Berlin und Hamburg kommen noch“, erklärt Hofmann. „Es werden noch einige Clubs abrutschen, andere, so wie wir, nach oben segeln. Wir werden die Saison solide zwischen Platz zehn und 14 abschließen.“ Wie schnell es gehen kann, zeigte die Segelkameradschaft Wappen von Bremen. In DSBL-Regatta eins landeten die Hanseaten auf Rang 17, auf dem Starnberger See wurden sie Dritte.

(JB)