Pro Contra zu Uwe Rösler

Fortuna Düsseldorf

Foto: Kenny Beele

     

Tobias Kemberg
 

Jan Wochner

PRO

 

CONTRA

Spielidee und Persönlichkeit passen zur Fortuna   Wenn es wirklich zählte, hat die Fortuna unter Rösler versagt
     
Fortunas Entscheidung, die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Uwe Rösler auch in der 2. Fußball-Bundesliga fortzusetzen, ist richtig – trotz des Abstiegs. Der 51-Jährige hat die Mannschaft nach der Entlassung von Friedhelm Funkel spielerisch enorm weiterentwickelt, ließ offensiveren und daher attraktiveren Fußball spielen. Ja, diese Mannschaft fällt nun wahrscheinlich (fast) komplett auseinander und zum Klassenerhalt hat er sie nicht geführt. Ziel verpasst. Dennoch ist Rösler für den Neustart in der 2. Liga der richtige Mann.   In Saarbrücken! Gegen Augsburg! Bei Union Berlin! Drei Spiele, drei Ausrufezeichen. Und jedes Mal hat die Fortuna unter Uwe Rösler versagt. Ja, versagt. Anders lassen sich die Leistungen in diesen Spielen nicht beschreiben.
 
 
 
Mit seiner Art als Mensch passt er gut zum Verein und den Werten, für die die Fortuna steht und immer stehen möchte. Gleiches gilt für seine Art als Trainer. Die Profis identifizieren sich mit seiner Spielidee, die Verantwortlichen in der Führungsetage sind von Röslers Fähigkeiten überzeugt, stärken ihm den Rücken. Natürlich sind zwei Siege in 15 Bundesligaspielen zu wenig gewesen, aber die Fortuna war ebenso schwer zu schlagen, hat nur gegen Topteams verloren.
 
Und an der Stelle funktioniert Fußball ein wenig wie die Schule. Uwe Rösler bekommt für sonstige Mitarbeit Bestnoten. Den Punkteschnitt hat er verbessern können, den Spielstil offensiver und attraktiver gestaltet, sein Standing bei den Spielern ist offenbar ausgezeichnet. Aber wenn es zu den wichtigen Prüfungen kam, ist der Trainer mit seiner Mannschaft durchgefallen. Und wie.
 
 
 
Den logisch wirkenden Mechanismus des Trainerwechsels nach einem verpassten Ziel außer Kraft zu setzen, ist eine Gelegenheit. Für Rösler. Und für die Fortuna, die in der kommenden Saison auf viele Mannschaften treffen wird, die sich in erster Linie auf eine geordnete Defensive fokussieren werden. Dazu passt der Stil des Trainers, mutigen Fußball spielen zu lassen. Ist Rösler nach dem Abstieg „vorbelastet“? Nicht wie beispielsweise Steffen Baumgart, der nach dem Abstieg in Paderborn Trainer bleibt. Rösler kam erst nach der Winterpause. Auf bestimmte Dinge hatte er keinen Einfluss, wie auf die Zusammenstellung des Kaders. Rösler hat die Chance verdient, es besser zu machen und ein neues Team aufzubauen, mit dem der Klub wieder angreifen kann.
 
Überhaupt: Gerade einmal zwei Bundesliga-Siege hat Rösler geschafft. Viel mehr wiegen aber die Auftritte in den Spielen mit Ausrufezeichen. Wer in den Big-Point-Spielen nicht liefert, ist als Gesicht des Neuanfangs in Liga 2 nicht geeignet.
 
 
 

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