Rollhockey: Pokalrunde statt Bundesliga?

Sportkommission bricht Meisterschaft 2020/21 ab

Foto: Horstmüller

von Tobias Kemberg

Der Kapitän des TuS Nord spricht über das Ende der Spielzeit und würde eine „Pokal-Bubble“ in Unterrath extrem begrüßen. Trotzdem ist Paczia nicht von der Durchführbarkeit des zweiten nationalen Wettbewerbs überzeugt.

Abgezeichnet hatte es sich bereits seit Wochen, nun machte der Vorstand der Sportkommission es offiziell: Die Rollhockey-Saison ist offiziell und endgültig beendet. Überraschend kam dieser Entschluss für die Damen- und Herren-Mannschaft des TuS Nord aber nicht. „Wir haben das alle gefasst aufgenommen. Von großer Enttäuschung kann nicht die Rede sein, allenfalls der Zeitpunkt verwundert dann doch vielleicht“, sagt Andi Paczia. „Es hätte ja auch schon früher abgebrochen werden können. Aber irgendwann ist es einfach mal gut. Alle wissen ja um die Situation, du kannst nicht trainieren und wir üben nun mal einen Kontaktsport aus.“

So sehr sich im Hintergrund wohl noch um Lösungen bemüht wurde: Allein aufgrund drohender Terminschwierigkeiten käme eine Fortführung der Saison 2020/21 in den kommenden Monaten schon nicht mehr infrage. Einen Deutschen Meister wird es daher in diesem Jahr nicht geben, dafür hoffen die Verantwortlichen noch auf eine Durchführung einer Pokalrunde. Thomas Ullrich, Vorsitzender der Sportkommission Rollhockey, sagt dazu: „Greifen die neuesten Maßnahmen zur Eindämmung, können die Impfungen ausgeweitet werden, dann besteht zumindest ein kleines bisschen Hoffnung, dass wir vor den Sommerferien und zur Not auch noch in den Sommerferien allen, die Rollhockey spielen wollen, auch Begegnungen anbieten können.“

Doch wie könnte so eine Pokalrunde in diesem Jahr aussehen? Vielleicht in einer „Bubble“ und innerhalb relativ kurzer Zeit ausgetragen? „So eine Pokal-Bubble in Unterrath, das wäre schon ganz geil“, sagt Kapitän Paczia mit einem Lachen. „Aber ich bin skeptisch. Ohne Zuschauer in der Halle, ganz egal wo, ist das aus meiner Sicht auch nicht besonders sinnvoll.“ Ein positives Zeichen anderer Art in Richtung der Vereine gab es aber jetzt: Der größte Teil der Gebühren aus dem Spielbetrieb wird den Klubs erstattet, die im Spätsommer 2020 allesamt in Hygienekonzepte und -maßnahmen investiert hatten.

Neue Saison soll im September beginnen

Und wie sieht es generell um das Mannschaftsleben beim TuS Nord derzeit aus? Wie bei so vielen anderen Sportvereinen in Düsseldorf und auf der ganzen Welt steht dieses auch in Unterrath weitgehend still. „Jeder trainiert ein bisschen für sich. Über unsere Vereinsapp tragen wir unsere jeweiligen Trainingsergebnisse ein, das sorgt zumindest für ein wenig Motivation, wenn du den Teamkollegen dann mal überbieten willst“, erzählt Andi Paczia. „Ein Online-Training führen wir aber nicht durch. Jeder macht etwas, hält sich in Form. Aber in Spielform wäre morgen noch niemand.“

Die neue Saison soll im September beginnen. Nur eine Hoffnung oder realistisch? „Da traue ich mir keine Prognose zu“, sagt Paczia. „Eine Verschiebung halte ich zum aktuellen Zeitpunkt auch für möglich. Noch ist das weit weg.“ Klar ist zumindest, dass die Vereine vier Wochen Vorlauf bekommen werden, um sich angemessen vorbereiten zu können. Bis dahin werden auch die Rollhockeyspielerinnen und -spieler die Corona-Lage genau beobachten und weiter hoffen, dass es bald wieder mit dem Trainings- und dann mit dem Spielbetrieb losgehen kann. Immerhin ist jetzt endgültig klar: Die Saison 2020/21 ist vorüber.

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