Schauen wir mal auf weitere Neulinge der ART Giants

Freitagabend 20:30 Uhr ging es zum dritten Vorbereitungsspiel der ART Giants Basketballer und eines muss man mal sagen: Es wäre für den echten Basketball-Fan ein Fest, würden beide Teams in einer Liga auf Korbjagd gehen.

Die ETB Miners aus Essen hatten eine wilde und sportlich teilweise enttäuschende Vergangenheit hinter sich, was in einem Konkurs der Betreibergesellschaft 2019 gipfelte. Der Hauptverein übernahm wieder die Regie und stellte die Basketball-Abteilung auf stabile Füße. Derzeit spielen die Miners in der ersten Regionalliga, mit Ambitionen. Zwei ehemalige Giants aus der jüngeren Vergangenheit laufen übrigens für Essen auf: Lennart Weichsel und Michael Agyapong werden von Coach Lars Wendt sicher gut auf die neue Saison vorbereitet.

Meine Blicke am Freitag lagen auf der Nummer 1 und der Nummer 12 der ART Giants, Jacob Engelhardt und Jeffrey Eromonsele.

Jacob kam von den Dragons aus Rhöndorf aus der Regional-Liga West und wurde als (Combo) Guard verpflichtet (er kann also ein Spiel lenken, aber auch selbst punkten). Sehr auffällig ist seine stoische Ruhe am Ball, man hat unweigerlich das Gefühl, öffnet sich die Erde oder kommt der Himmel runter, Jacob „relaxed das einfach mal so weg.“ Ich habe auch durch ihn verstanden, was einen echten Combo-Guard auszeichnet. Imponierend übrigens auch sein Laufstil, am besten zu beschreiben mit der Bewegung eines Luftkissenboots: Er berührt kaum den Boden und hat ein enormes Tempo.

Foto: Kenny Beele

Jeffrey Eromonsele sprang von der BG Dorsten (Regionalliga West) in die Pro B zu den Giants und wurde als Back-up für das Aufbauspiel verpflichtet. In der Vergangenheit lief er auch schon in der Pro B bei Essen und Bochum auf. Jeffrey ist so ein Spieler, der großen Gegenspielern einen Knoten in die Beine spielen kann. Ich beschreibe ihn mal wie folgt: Klein, knuffig, rechteckig, schnell und fixe Hände. Spielt mal gegen so einen, der beweglich ist und dazu auch noch schnelle Augen hat, das muss nicht zwangsläufig mit Spaß verbunden sein. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Duo #8 Aunitz und #12 Eromonsele in Düsseldorf harmonieren wird. Für mich ist diese Position im Aufbau mit diesen beiden Spielern erfolgversprechend besetzt.

Foto: Kenny Beele

Mein kompakter Kommentar noch zum Spiel: Düsseldorf durchgehend wacher, kreativer und überlegener als Essen.

Das Endergebnis lautete folgerichtig 86:66.

Das nächste Spiel ist übrigens bereits am Freitag den 9. September und da heißt der Gegner Grevenbroich, das ist dann das einzige Auswärtsspiel der Testspielserie.

Euer Heiko Sauer

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