Senators: „Wir können mithalten“

Düsseldorfer Baseballer gewinnen

Foto: Kenny Beele

Die Düsseldorfer Senators können die ersten Siege in dieser Baseball-Saison verbuchen. Am vergangenen Sonntag spielte der Zweitligist gegen die Neunkirchen Nightmares. Am Ende standen mit einem 6:3 im ersten und einem knappen 3:2 im zweiten Spiel zwei Heimsiege auf dem Zettel. 

„Eine hervorragende defensive Leistung in beiden Spielen“, lobte Senators-Co-Trainer Udo Kirschner das Team nach den Spielen. Kirschner hob für das erste Spiel besonders den Starting Pitcher Leon Stölzl und Catcher Patrick Mohr hervor: „Leon und Patrick haben sehr gute Arbeit geleistet. Da wurden erst im letzten Inning Punkte zugelassen und sonst der Gegner sehr kurzgehalten“.

Gute Defensive, verbesserte Offensive

Die Defense der Senators zeigte auch vergangene Woche schon trotz der beiden Niederlagen gegen die zweite Mannschaft der Bonn Capitals gute Leistungen. Diese Woche aber performte vor allemdie Offense viel besser. 

„Wir haben sechs Punkte gemacht gegen ein relativ gutes Pitching. Das hat gezeigt, dass in unseren Schlägern noch ein bisschen was drinsteckt. Letzte Woche war das relativ mau“, sagte Kirschner, für den der zwei-Punkte-Homerun von Javier La Paz das Highlight des ersten Spiels markierte.

Udo Kirschner, Co-Trainer der Düsseldorf Senators. Foto: Kenny Beele

Im knapp gewonnenen zweiten Spiel sicherte dann Marius Wilczek den Sieg. „Er hat sehr gut geworfen und uns so den Sieg gesichert, der erst im letzten Inning im Nachschlag zustande gekommen ist“, erklärte der Co-Trainer. Anton De Angelis, Pitcher im zweiten Spiel, auf Catcher Leon Stölzl war eine „herausragende Leistung“, wie Kirschner klar bewertet.

Fokus auf die eigentliche Konkurrenz

Ein Zwischenfazit zu diesem Zeitpunkt ist vielleicht etwas verfrüht. Dennoch stellte Kirschner fest: „Wir können mithalten“. Aus der Bewertung heraus fallen da sicher die Erstligisten Bonn, Paderborn oder Köln, bei deren zweiten Mannschaften auch Spieler aus der Erstliga-Mannschaft spielen können. 

„Das sind nicht die Gegner, gegen die wir uns behaupten wollen. Solche Gegner wie Neunkirchen, Wesseling, Wuppertal oder Ennepetal, das sind Gegner, wo wir Chancen haben und auf Sieg spielen können“, erklärte Kirschner.

Mit sicherem Schlagen siegen

Verbessern müssen die Benrather Baseballer laut Kirschner vor allem die Schlagleistungen. „Am Baserunning müssen wir noch einiges tun und besonders was das Schlagen angeht. Das Team hat vor zwei Jahren noch ausgezeichnet, dass wir mit sehr guten Schlagleistungen überzeugen konnten. Das ist aktuell eher nicht der Fall“, musste Kirschner eingestehen.

Darüber hinaus spürt das Team die coronabedingten Pausen. „Was fehlt ist tatsächlich die Wettkampfhärte. Man hat es besonders im Spiel gegen Bonn gesehen. Dadurch, dass Bonn Bundesleistungsstützpunkt ist, konnten die Bonner während der Corona-Zeit durchtrainieren, was die wenigsten anderen konnten.“

Kirschner ergänzte: „Was fehlt, ist ein Gegner zu haben und gegen einen gegnerischen Werfer zu schlagen. Das würde uns bessern machen. Das ist nur mit der Zeit aufzuholen“. 

Saison als Vorbereitung fürs nächste Jahr

Durch die verkürzte Saison fallen auch Auf- und Abstieg dieses Jahr flach. Der Druck zu gewinnen ist daher logischerweise weniger groß, wenn gleich der „junge Haufen“ trotzdem immer „gierig“ ist, zu gewinnen, so Kirschner. „Das Ziel ist natürlich weiterhin im Mittelfeld zu landen und uns da zu behaupten. Aber wir sind auch damit beschäftigt, den Spaß an der Sache nicht aus den Augen zu verlieren“, erklärte er.

Kirschner sieht dieses Jahr vielmehr als Vorbereitung für das nächste Jahr an. „Wir sehen, dass wir eine Chance haben und zukünftig auch aufsteigen könnten. Das muss aber wohl durchdacht sein, auch finanziell. Das sind eher Ziele für die nächsten vier bis fünf Jahre.“

Text: Jonas Wagner

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