Spektakel zum Start

DEG gewinnt Derby in Krefeld

Foto: Birgit Häfner

von Tobias Kemberg

Das neuformierte Team setzt sich im ersten Spiel der Saison 2021/22 mit 6:4 bei den Pinguinen durch und zeigt dabei eine ansprechende Leistung. Insbesondere in Über- und Unterzahl funktioniert einiges bereits ordentlich. Zudem tragen sich sechs verschiedene Stürmer in die Torschützenliste ein. Verbesserungsbedarf gibt es in der Defensive.

Unterhaltsame Eishockeyspiele konnten die Fans der mittlerweile 15 Vereine der Deutschen Eishockey Liga in den vergangenen Monaten allenfalls vor den TV-Geräten beobachten. Diese Zeit ist wieder vorbei. Die Zuschauer sind rechtzeitig zum Start der Saison 2021/22 zurück in den Hallen. Und die 4977 Anhänger, die am Freitagabend in die Krefelder Arena gekommen waren, erlebten bei ihrer Rückkehr ein echtes Spektakel.

Aus Sicht der aus Düsseldorf gekommenen gab es nach unterhaltsamen 60 Minuten ein zufriedenstellendes Resultat. Die Mannschaft von Cheftrainer Harold Kreis siegte bei den Pinguinen mit 6:4 (2:0, 3:3, 1:1). „Im zweiten Drittel war einiges zu kompliziert. Unsere Fehler wurden dann bestraft. Aber dann haben wir es konsequent herunter gespielt“, sagte Verteidiger Marco Nowak.

Die neue Saison begann aus Sicht der DEG mit einem kleinen Rückschlag. Joonas Järvinen, der nachverpflichtete Verteidiger aus Finnland, krachte nach 69 Sekunden in die Bande und kam in der Folge nicht mehr zurück aufs Eis. Weil auch Kyle Cumiskey angeschlagen fehlte, blieben nur noch sechs Abwehrspieler übrig. Die hatten in den ersten 20 Minuten aber alles im Griff. Und wenn doch einmal eine Scheibe den Weg auf das eigene Tor fand, dann stand da ja noch der aufmerksame und gut aufgelegte Mirko Pantkowski.

Der erste Treffer ist dem Kapitän vorbehalten

Offensiv präsentierten sich die Rot-Gelben deutlich effizienter als in der Saisonvorbereitung. Bei Vier-gegen-vier ließ Kapitän Alexander Barta (5.) mit einem sehenswerten Rückhandschuss sein Team und die mitgereisten Fans das erste Mal jubeln. Kurz vor der ersten Pause nutzte Carter Proft (19.) einen Fehler im Aufbauspiel der Pinguine zum 2:0.

Im zweiten Drittel entwickelte sich die Partie von einem munteren zu einem spektakulären Eishockeyspiel – und zu einem, bei dem die Trainer hinterher normalerweise davon sprechen, noch ein paar graue Haare mehr bekommen zu haben. Sechs Mal schlug die Scheibe im Mittelabschnitt im Netz ein, drei Mal auf jeder Seite.

Zunächst schien die DEG einem entspannten Auswärtssieg entgegen zu steuern. Daniel Fischbuch (27.) in Überzahl und Tobi Eder (28.) stellten auf 4:0, Victor Svensson (35.) auf 5:1. Krefeld aber steckte trotz einer hohen Fehlerquote nicht auf. Und dann häuften sich diese auch bei der DEG, die zudem zu viele Strafzeiten nahm. Justin Volek (29.), Jeremy Bracco (36.) und Martin Schymainski (38.) ließen die Pinguine durch ihre Treffer wieder hoffen.

Foto: Birgit Häfner

Zugang Brett Olson erzielt ein Tor gegen seinen Ex-Verein

Im Schlussdrittel beruhigte sich das Spiel etwas. Krefeld blieb dran, die DEG kontrollierte das Geschehen aber über weite Strecken und ließ hier und da gute Chancen auf den sechsten Treffer liegen. Das blieb aber ohne Konsequenzen, weil man es den Pinguinen vor dem Kasten von Pantkowski nicht mehr so einfach machte wie in den letzten Minuten vor der zweiten Drittelpause.

Der krönende Abschluss hätte dann der Überzahltreffer durch Brett Olson (55.) sein können, der in der vergangenen Saison noch für die Pinguine die Schlittschuhe schnürte. Bracco (56.) aber verkürzte noch einmal für die Krefelder. „Wir können am Ende happy sein. Aber es darf nicht passieren, dass es hier noch einmal so knapp wird. Unter dem Strich tun Siege aber einfach immer gut“, sagte Kapitän Barta über das Spektakel zum Saisonstart.

Statistik: Krefeld Pinguine – Düsseldorfer EG 4:6 (0:2, 3:3, 1:1)
DEG/Tor: Pantkowski (Hane); Abwehr: Nowak, Heinzinger – Zitterbart, Järvinen – Ebner, Trinkberger – Geitner; Angriff: Eder, Barta, Ehl – Fischbuch, Olson, D’Amigo – Fischer, MacAulay, Proft – Postel, Svensson, O’Donnell
Schiedsrichter: MacFarlane/Schrader
Zuschauer: 4977
Tore: 0:1 (4:06) Barta, 0:2 (18:50) Proft, 0:3 (26:28) Fischbuch (5-4), 0:4 (27:51) Eder, 1:4 (28:16) Volek, 1:5 (34:46) Svensson (4-5), 2:5 (35:45) Bracco, 3:5 (37:08) Schymainski, 3:6 (54:30) Olson (5-4), 4:6 (55:39) Bracco
Strafminuten: 8:12
Torschüsse: 43:43

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