Spielpraxis für alle

„Düsseldorf Masters“ ist willkommene Plattform

Foto: Kenny Beele

von Tobias Kemberg

Wie schon 2020 bietet Borussia Düsseldorf gemeinsam mit dem Deutschen Tischtennis-Bund eine Turnierserie für erfahrene und junge Profis an, damit diese auch im zweiten Pandemie-Jahr (mehr) Wettkämpfe bestreiten können. Und das wird dankbar angenommen.

Talente gegen Topstars, deutsche Juniorenspieler gegen aufstrebende Bundesligaprofis – die Turnierserie „Düsseldorf Masters“ sorgt auch in diesen Wochen für das, was seit 2020 über weite Strecken auch im Tischtennissport schmerzlich vermisst wird: Matchpraxis. „Für mich ist das sehr gut. Ich habe endlich wieder Wettkämpfe, auch wenn sie nicht offiziell sind“, sagt Cedric Meissner. „Mein letztes Ligaspiel war im vergangenen September oder Oktober. Immer nur Training bringt dich auch nicht weiter.“

Der 20-jährige Meissner sorgte beim jüngsten Turnier am vergangenen Sonntag im Tischtenniszentrum mit seinen Erfolgen über Kanak Jha (3:0) von den TTF Ochsenhausen sowie den künftigen Borussia-Profi Dang Qiu (3:1) für Aufsehen. Erst im Finale musste sich der Linkshänder des FSV Mainz 05 dem ehemaligen Düsseldorfer Omar Assar mit 1:3 geschlagen geben.

Kay Stumper lobt die Organisation

Gemeinsam mit dem Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) hatte Borussia Düsseldorf im vergangenen Jahr das Masters ins Leben gerufen, um erfahrenen und jungen Spielern in Pandemie-Zeiten eine Plattform zu bieten, da der internationale Tischtennis-Zirkus zum Stehen gekommen war. In diesem Jahr sollen insbesondere diejenigen zum Zuge kommen, die zur ständigen Trainingsgruppe im Deutschen Tischtenniszentrum (DTTZ) gehören. Anders als 2020 werden keine Punkte vergeben und deshalb ist nach jetzigem Stand auch kein abschließendes Finalturnier geplant.

Foto: Fuhrmann / Borussia

Das Ganze ist sehr gut aufgezogen und verschafft einfach wichtige Spielpraxis“, erklärt auch Kay Stumper, der beim jüngsten Turnier mit seinem 3:2-Erfolg im Viertelfinale über den Weltranglisten-Neunten Dimitrij Ovtcharov für den größten Coup des Tages sorgte, ehe er im Halbfinale am Ägypter Assar scheiterte. „Durch die Wettkämpfe kannst du einfach noch mal anders ansetzen im Training und genau schauen, was du verbessern musst“, sagt der 18-Jährige, der zum Bundesligateam des TTC Neu-Ulm gehört.

Entscheidung über Fortsetzung im Sommer steht noch aus

Für die Borussia bedeutet die Organisation einen ähnlichen Aufwand wie bei einem Bundesligaspieltag. So gibt es auch beim Masters immer einen Livestream und die von außerhalb anreisenden Teilnehmer müssen im DTTZ oder einem umliegenden Hotel untergebracht werden. Die Durchführung bringt dem Verein aber natürlich auch entsprechende Aufmerksamkeit ein, zudem verschafft die Borussia ihren Partnern und Sponsoren Sichtbarkeit, unter anderem über den Livestream.

Bundestrainer Jörg Roßkopf kümmert sich um das Teilnehmerfeld und sorgt immer für eine gute Durchmischung von arrivierten Profis und aufstrebenden Spielern. Im Rahmen des dritten Turniers, das Stumper im Finale gegen Meissner gewinnen konnte, schlugen beispielsweise auch im DTTZ beheimatete Jungtalente wie Lleyton Ullmann oder Nils Hohmeier auf.

Das Auftaktturnier entschied Borussia-Ass Anton Källberg für sich. Neben Omar Assar und Kay Stumper zählte auch Dimitij Ovtcharov zu den bisherigen Siegern. Am 16., 23. und 30. Mai finden die übrigen Turniere statt. „Es gibt noch Überlegungen, das Masters im Juni oder Juli fortzuführen. Ansonsten ist die Spielpause für viele ja besonders lang“, erklärt Borussia-Pressesprecher Alexander Schilling. Entschieden ist das aber noch nicht. Bei den Spielern jedenfalls kommt das Format auch im zweiten Jahr hervorragend an. Ganz egal, ob es als Vorbereitung für die Olympischen Spiele dient oder einfach zur Weiterentwicklung auf dem Weg zu einem gestandenen Bundesligaspieler.

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