Sven Winter ist auf Partnersuche

Der Düsseldorfer Beachvolleyballer will in die Weltspitze

Foto: Kenny Beele

von Norbert Krings

In den nächsten zwei bis drei Wochen soll eine Entscheidung fallen. Eines der größten Beachvolleyball-Talente des Landes sucht einen neuen Partner. Sven Winter, der Deutsche Meister von 2021, zuletzt noch im Team mit Alexander Walkenhorst, hat große Ziele. Der Sportler aus dem TEAM 2021 Düsseldorf will den Angriff auf die Weltspitze wagen, braucht dafür aber einen adäquaten Spieler an seiner Seite. Wir sprachen nach dem Vier-Sterne-Turnier im brasilianischen Itapema mit dem 23-Jährigen, der für die DJK TuSA 06 Düsseldorf spielt.

Herr Winter, wie war denn nun das Wetter in Brasilien?
Sven Winter: Es war okay, immerhin hat es beim Turnier nicht geregnet.

Und wie hat es sportlich gepasst, Sie haben bei diesem Turnier ja ausprobiert, wie das Zusammenspiel mit Philipp Huster funktioniert?
Winter: Wir hatten ja zuvor erklärt, dass es schön wäre, wenn wir bei diesem Turnier mit einigen Topteams ein oder zwei Spiele gewinnen. Das konnte man bei der Besetzung und unseren Gegnern aber nicht unbedingt erwarten. Und so ist es leider eingetroffen.

Die Spiele waren aber umkämpft…
Winter: Es war knapp und wir haben gut gespielt. Wir hätten auch die Chance gehabt, in beiden Spielen zu gewinnen, was dann aber leider nicht geklappt hat. Man hat aber gesehen, dass wir noch nicht eingespielt genug sind und haben uns dann auch individuell den einen oder anderen Fehler zu viel geleistet. Das wird auf diesem Niveau bestraft. Wenn man als Team nicht konstant genug ist, reicht das nicht. So wurde es nur Platz 25. Allerdings war das dann auch keine Riesen-Enttäuschung, denn wir können auch Positives mitnehmen.

Sven Winter will alles investieren, um in die Weltspitze vorzudringen. Foto: Kenny Beele

Wie viel Einfluss haben Sie selbst darauf, mit wem Sie nun demnächst ein Team bilden werden?
Winter: Ich habe maximalen Einfluss darauf, mit wem ich zusammenspielen werde. Wir sind ja im Beachvolleyball fast eine Individualsportart im kleinstmöglichen Team, so dass die Eigenverantwortung eine große Rolle spielt. Ich habe mehrere Berater auch mit dem Trainerteam vom vergangenen Jahr, die mir bei dieser Auswahl helfen werden. Mit meinem neuen Trainer Kai Liukkonen schaue ich auch selber, welche Optionen ich habe. Da ist aber noch keine Entscheidung gefallen. In zwei, drei Wochen wird es wohl soweit sein, beziehungsweise ich entscheide mich dann. Die Gespräche mit den einzelnen Spielern laufen, dabei werden dann die Vor- und Nachteile abgewogen.

Zählt auch der menschliche Aspekt, oder wird nach rein sportlichen Kriterien entschieden?
Winter: Also, ich würde sagen, dass man sich nicht unbedingt verstehen muss. Es ist wichtig, dass man sich im Ziel vereint. Dann können auch unterschiedliche Charaktere funktionieren, weil man dann weiß, dass der jeweils andere für das gesteckte Ziel alles investiert. Wenn man sich darauf geeinigt hat und sich darauf verlassen kann, sollte auch ein solches Team sportlich, also in der Arbeitsbeziehung, gut harmonieren. Der Einsatz von viel Zeit, Schweiß und unangenehmen Einheiten muss bei beiden Partnern passen. Dass man sich persönlich gut versteht, ist dann ein zusätzliches Gimmick, aber eher hintenanzustellen. Wenn man geil zusammenspielt und Erfolge feiert, interessiert das hinterher keinen mehr.

Stehen denn die potenziellen Partner Schlange, um mit einem der besten deutschen Beachvolleyballer im Team zu spielen?
Winter: Von Schlange stehen, kann man da nicht sprechen. Das ist im deutschen Männer-Beachvolleyball die Frage, ob sich so viele in einer Schlange anstellen könnten, um professionell den Sport betreiben zu wollen. Es haben viele Spieler in jüngster Zeit aufgehört oder wollen nicht mehr professionell dabei sein. Dementsprechend habe ich schon die Auswahl, aber eine ewig lange Liste gibt es nicht.

Was muss der Partner denn für Skills haben?
Winter: Darauf kann ich keine definitive Antwort geben, weil ich mich derzeit nicht festlegen möchte.

Was für Ziele sind für Sie im Blickfeld oder können irgendwann nach der Partnerauswahl angepeilt werden?
Winter: Mein persönliches Ziel war und ist es, in die Weltspitze vorzudringen. Das ist primär, und damit verbunden wäre eine Teilnahme an den Olympischen Spielen und gut dort abzuschneiden. Um in die Top Ten der Welt zu kommen, muss man überlegen, welche Schritte dafür nötig sind. Dafür werde ich auch individuell arbeiten, und das ist unabhängig vom zukünftigen Partner.

Cinja Tillmann landet mit Svenja Müller auf Platz neun

Mit einem guten Ergebnis kehrten die beiden Düsseldorfer Beachvolleyballerinnen Cinja Tillmann und Svenja Müller vom Vier-Sterne-Turnier aus Itapema nach Düsseldorf zurück. Das Duo landete in einem guten Teilnehmerfeld auf Platz neun. Im ersten Spiel wurden die Sloveninnen Tjasa Kotnik und Tajda Lovsin 2:0 bezwungen, gegen Taiana Lima und Hegeile Almeida aus Brasilien gab es ein 2:1. Im ersten K.o.-Spiel gegen die US-Girls

Cinja Tillmann war zufrieden. Foto: Kenny Beele

und späteren Bronze-Gewinnerinnen Terese Cannon und Sara Hughes war dann nach dem 0:2 Endstation.

Cinja Tillmann war auch entsprechend zufrieden mit der Platzierung: “Das ist für uns ein Erfolg, wenn man bedenkt, dass es für uns beide gemeinsam und für Svenja das allererste so hochkarätig besetzte Turnier war”, sagte Tillmann. “Im letzten Spiel konnten wir leider nicht mehr ganz an die guten Leistungen in der Gruppe anknüpfen. Aber jetzt wissen wir, woran wir im Winter noch arbeiten können.”

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Letzte Ergebnisse

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6:7 (OT)

1:4

3:2

0:1

1:0

3:1

2:1

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