Top-Start in die Liga

Bei der Auftaktregatta der 2. DSBL segelt der DYC auf Platz zwei

Foto: DSBL / Lars Wehrmann

Geduld, viel Geduld musste die Bundesliga-Crew des Düsseldorf Yachtclubs (DYC) genauso wie die Konkurrenten der 17 andern Clubs aufbringen. Beim ersten Event der zweiten Deutschen Segelbundesliga (DSBL) der Saison 2021 vor Überlingen auf dem Bodensee war das, was Segler am meisten brauchen Mangelware. Über drei Tage hinweg blies maximal ein laues Lüftchen, meisten herrschte absolute Windstille über dem vom Rhein gespeisten Gewässer. „Wir waren öfter schwimmen als auf dem Boot. Aber es gibt wahrlich schlimmere Orte, um ein paar herrliche Sommertage zu verleben“, meint DYC-Liga-Steuermann Alexander Swade augenzwinkernd. Er und seine Mannschaft Julius Braun-Dullaeus, Philipp Schrader und Patrick Treichel kamen bestens mit den Verhältnissen zurecht. Wegen des Windmangels konnten zwar nur sechs der ursprünglich geplanten 18 Rennen für jeden der 18 Zweitligaclubs gesegelt werden, aber damit war die Mindestanzahl der Rennen gesegelt., um in die Gesamtwertung einzugehen. So steht der DYC nach dem Saison-Auftakt auf Tabellenplatz zwei. „Wir sind sehr glücklich, dass der Saisonstart so famos gelungen ist“, freut sich der Sportliche Leiter der DYC-Bundesligaabteilung Jan-Philipp Hofmann. „Es ist ein optimaler Start in die Saison, aber wir werden das Ergebnis nicht überbewerten. Erst nach dem dritten Event kann man beurteilen wohin der Weg führt.“

Ihre nahezu perfekten Segelfähigkeiten bei wenig Wind zeigten die Düsseldorfer mit Rang zwei. Lediglich die Regatta-Segler Neuruppin waren noch besser unterwegs. „Wir sind froh, dass die sechs Läufe gesegelt werden konnten und das Ergebnis damit für die Gesamtrangliste zählt“, so Swade. „Danach sah es lange Zeit nicht aus, denn erst am Sonntag um 14 Uhr, also eine Stunde vor Ende des Ligarenntags, konnten wir wieder auf die Boote, weil etwas Wind aufkam. Bis dahin standen erst fünf Wettfahrten innerhalb von zwei Tagen im Klassement.“

Da galt es, die Konzentration, das Wettkampffieber über mehrere Stunden hochzuhalten, um die wegen der hohen Außentemperaturen drohende Sommer-Lethargie nicht in Körper und Psyche vordringen zu lassen. Wenn es plötzlich doch los ging, musste der Fokus noch erhöht werden, um wettbewerbsfähig zu sein. „Es waren lange Tage“, konstatiert Swade. „Wir waren morgens um acht vor Ort, hatten wenig zu tun und mussten es irgendwie schaffen, uns in den richtigen Momenten zu pushen.“ Es war ein Kampf mit dem Kopf, denn auf ihre seglerischen Qualitäten konnten sich die DYCer jederzeit verlassen. Dafür hatten sie ja auch in den zwei Monaten vor dem Saisonauftakt jedes Wochenende in Kiel trainiert.

Platz zwei bei DSBL-Event eins ist der erste Fingerzeig, dass der direkte Wiederaufstieg für den DYC möglich ist. „Es können wohl sechs, sieben Zweitligisten aufsteigen“, prognostiziert Swade. „Man muss bei den fünf Zweitliga-Events konstant unter die ersten vier, fünf Teams segeln, um Chancen auf den Aufstieg zu haben. Ich schätze, wir werden in der Liga in keinem Event Letzter, aber ob wir immer ganz nach vorne segeln, ist nicht garantiert.“

JB

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