TuSA hat noch eine Rechnung offen

Frauenfußball-Derby in Flehe

Foto: Kenny Beele

von Piet Keusen

Es ist eng. Sehr eng. Nach fünf Spieltagen trennt die beiden Düsseldorfer Frauenfußball-Teams in der Niederrheinliga gerade mal ein Törchen. Vor dem Derby am Sonntag (14 Uhr, Fleher Straße) liegt der CfR Links auf Platz fünf, TuSA 06 lauert punktgleich einen Rang dahinter. Wer gewinnt, setzt sich in der Spitzengruppe fest. Der Verlierer rutscht ins Mittelfeld ab.

„Es geht um viel“, da sind sich die beiden Trainer Marek Niewiadomski (Links) und Stefan Wiedon (TuSA) einig. Auch um die Vorherrschaft in Düsseldorf.

Denn wenn die beiden klassenhöchsten Düsseldorfer Frauen-Teams aufeinandertreffen, dann geht es hoch her. Vor einem Monat im Niederrheinpokal gabs schon den ersten Derby-Vorgeschmack. Da setzte sich Links erst in der Verlängerung mit 2:1 durch. „Wir haben noch eine Rechnung offen“, sagt TuSa-Coach Stefan Wiedon, „ich will das Derby gewinnen.“ Nach schwachem Start haben sich die Fleherinnen stabilisiert und die letzten drei Partien gewonnen, zuletzt klar mit 3:0 gegen Tabellenführer SG Essen-Schönebeck III. „Wir haben am Anfang etwas Zeit gebraucht“, sagt Wiedon, „aber wir haben einen guten Lauf und möchten mit einem Sieg in der Tabelle oben dran bleiben.“

Sein Kollege Marek Niewiadomski ist sicher, „motivieren muss ich die Mannschaft nicht mehr.“ Das Derby setzt ohnehin eine gute Energie frei. Einige der Heerdterinnen haben früher selbst für TuSA gespielt, sie wollen gegen ihren Ex-Klub gewinnen. „Derbys sind immer etwas ganz besonderes, egal ob in der Bundesliga oder in der Niederrheinliga.“ Das hat er schon im Pokalspiel gemerkt, als die Zuschauer in Flehe für gute Stimmung gesorgt hatten. Die Tabellensituation jetzt bringt zusätzliche Spannung. „Unser Ziel ist es, am Ende einen der ersten fünf Platz zu holen“, sagt Niewiadomski, „dafür sollten wir das Derby gewinnen.“ Zuletzt gabs einen klaren 4:1-Erfolg gegen Schlusslicht Steele.

Personell dürfte aber TuSA einen kleinen Vorteil haben. Coach Stefan Wiedon kann aus dem Vollen schöpfen während sein Kollege aus Heerdt das Team wieder einmal umbauen kann. „Wegen der Schulferien fehlen mir einige Spielerinnen. Aber das Problem zieht sich durch die ganze bisherige Saison. Ich konnte noch nicht zweimal in Folge die gleiche Mannschaft aufstellen.“ Bisher lief es trotzdem ganz gut. Mal sehen, was das Derby diesmal zu bieten hat… 

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