Anton Schulz, Daniel Tkaczick (Foto: RC Germania/Maren Derlien)
Anton Schulz, Daniel Tkaczick (Foto: RC Germania/Maren Derlien)

U19-, U23 und A-WM in Rotterdam (21.-28.08.) mit 5 Germanen

  • Mittwoch, der 17. August 2016
  • News

Die U19-, und 23- und A-Weltmeisterschaften beginnen in wenigen Tagen in Rotterdam. Derzeit befinden sich vier Athleten und Trainer Marc Messina vom Ruderclub Germania Düsseldorf in verschiedenen Trainingslagern. Marc Messina ist mit Leonie Menzel (Doppelzweier) mit der U19-Nationalmannschaft in Berlin, Anton Schulz (Vierer mit Steuermann) und Daniel Tkaczick (Ersatz) sind mit der U23-Nationalmannschaft in Ratzeburg nahe Hamburg, Leonie Pieper (A-Leichtgewichtsdoppelvierer) im dort nahe gelegenen Lankau.

Fragen an die 3 WM-Starter mehrere Tage vor der WM.

Wie ist die Stimmung in Deinem Team?

Leonie Menzel: „Gut, es gibt keine Ausfälle durch Krankheiten oder Verletzungen.“

Anton Schulz: „Die Stimmung ist angespannt. Es geht ja auch um viel, vor allem für meine drei Kameraden, die nächstes Jahr im A-Bereich sind.“

Leonie Pieper: „Die Stimmung im Boot ist gut, wir verstehen uns und können effektiv und konzentriert arbeiten.“

Auf welcher Position sitzt Du im Boot?

LM: „Auf der Bugposition.“

AS: „Ich sitze auf Position zwei.“

LP: „Ich sitze auf Position zwei, einem der zwei Plätze im „Maschinenraum“ des Bootes, da ich zu den physisch Stärkeren der Mannschaft gehöre. Zusätzlich fällt mir auf diesem Platz die Aufgabe zu, die Kommandos zu geben und die Anderen anzuspornen.“

Welche „Defizite” siehst Du noch? – persönlich / im Team

LM: „Die Startphase ist noch nicht effektiv genug.“

AS: „Mein persönliches Defizit ist die Position in der vorderen Umkehr und die direkte Umkehr. Das hat sich aber deutlich gebessert und ist nun auf dem Niveau der Mannschaft.

Im Team ist es die Gelassenheit und Coolness im Schlag zu behalten, wenn die Bedingungen schwierig werden. Und außerdem den Spaß nicht aus dem Fokus zu verlieren. Die hintere Umkehr ist zusätzlich ein Defizit der Mannschaft.“

LP: „Persönlich arbeite ich an der Anpassung meiner Vorrollgeschwindigkeit.

Im Team liegt in diesem Trainingslager der Fokus ganz klar auf der Entwicklung der schnellen Schläge. Im ersten Trainingslager wurden dafür die Grundlagen gelegt. Ziel ist es dabei, die Technik auch bei hohen Boots- und Bewegungsgeschwindigkeiten optimal abzustimmen.

Welche Stärken siehst Du? – persönlich / im Team

LM: „Der Streckenschlag ist unsere Stärke.“

AS: „Die Stärke ist das Alter der Mannschaft (drei sind im letzten U23-Jahr), das hohe physische Niveau und unser Steuermann, der die Bronzemedaille vom letzten Jahr verteidigen will.“

LP: „Ich denke, eine Stärke von mir ist meine Erfahrung in dieser Bootsklasse, da ich auch in den letzten zwei Jahren im Vierer saß.

Eine Stärke von uns ist sicherlich unsere Motivation und unser Ehrgeiz, uns als Team zu verbessern. Jeder bringt die Bereitschaft mit sich auch technisch anzupassen und weiter zu arbeiten, auch wenn es hart wird.“

Wie schätzt Du die Chance für Euer Team auf der WM ein?

LM: „Schwierig, im Doppelzweier herrscht ein hohes Niveau. Vier Boote kamen bei den Europameisterschaften innerhalb von ca. 2 sec ins Ziel. Dazu kommen noch die Überseenationen.

AS: „Das Ziel sollte auf jeden Fall eine Medaille sein.“

LP: „Man kann nur Vermutungen anstellen: Ein Vierer muss sehr gut aufeinander abgestimmt sein, um top Ergebnisse abzuliefern, nicht nur die Einzelleistung der Sportler zählt. Wir sind auf jeden Fall zuversichtlich.“

Weitere Fragen an U23-Ersatzmann Daniel Tkaczick

Wie ist die Lage bei Dir? Musstest/durftest Du schon als Ersatzmann einspringen?

Daniel Tkaczick: „Die Lage hier in Ratzeburg ist gut. Bis jetzt hatten wir zwar mit viel Welle zu kämpfen, aber ähnliche Bedingungen werden uns auch in Rotterdam erwarten. Ich musste schon in fast jeder Bootsklasse aufgrund von kleineren Krankheiten oder Verletzungen einspringen.“

Wie stehen die Chancen für Dich, zum WM-Einsatz zu kommen?

DT: „Glücklicherweise gab es bis jetzt noch keine Ausfälle, die eine Teilnahme an der WM in Frage stellen würden.“

Die Motivation kannst Du sicherlich gut hoch halten?

DT: „Eine Teilnahme an der WM ist Motivation in sich selbst. Auch wenn meine Chancen gering sind, wird man in so einer Gruppe von Top-Athleten quasi dazu gezwungen, jeden Tag das letzte bisschen heraus zu kitzeln. Ich verbringe viel Zeit im Einer, der mir auch immer mehr Spaß macht. Das Training ist bis jetzt top abgestimmt, um uns auf die WM vorzubereiten. Wir sind alle so fit wie noch nie.“

Die Stimmung zwischen Anton und Dir ist ja sicherlich wie gewohnt gut?

DT: „Die Stimmung zwischen Anton und mir ist soweit gut. Wir sehen uns nicht ganz so viel, da er hier unter einem anderen Trainer trainiert als ich. Wir sind allerdings schon einige Male im Boot zusammen gerudert. Auch insgesamt ist die Stimmung sehr gut im Team. Ich sehe es auch als meine Aufgabe an, alle bei Laune zu halten und viel Spaß in die Truppe zu bringen.“

 

Messina, Menzel (Foto: Johannes Karg/Frankfurt)

Sophie Leupold (Pirnaer Ruderverein e.V.), Marc Messina, Leonie Menzel
(Foto: Johannes Karg/Frankfurt)

Team-Besetzungen:

U19: Juniorinnen-Doppelzweier (JW2x)

1 Leonie Menzel (Ruderclub Germania Düsseldorf 1904 e.V.)
2 Sophie Leupold (Pirnaer Ruderverein e.V.)
Trainer: Marc Messina

 

U23: Männer-Vierer mit Steuermann (BM4+)

1 Timm Kraus (Lübecker Ruder-Gesellschaft von 1885)
2 Anton Schulz (Ruderclub Germania Düsseldorf 1904)
3 Max Niemand (Ruderverein Oberhausen)
4 Matthias Hörnschemeyer (Osnabrücker RV)
Steuer: Felix Heinemann (RC Hansa von 1898 Dortmund)
Trainer: Peter Thiede

 

U23 Ersatz: Riemen

Daniel Tkaczick (Ruderclub Germania Düsseldorf 1904)

 

A-WM: Leichtgewichts-Frauen-Doppelvierer (LW4x)

1 Judith Anlauf (Ruder-Club Süderelbe von 1892 e.V. Hamburg )
2 Leonie Pieper (Ruderclub Germania Düsseldorf 1904)
3 Lena Reuß (Koblenzer RC Rhenania 1877/1921)
4 Katrin Thoma (Frankfurter RG Germania 1869 e.V.)
Trainer: Ralf Hollmann
Trainer: Martin Strohmenger

 (MD)