Vier Fragen, vier Antworten von Martin Matijass

Judoka vom JC71 im Interview

Foto: Kenny Beele

von Norbert Krings

Martin Matijass steht vor einem wichtigen Wettkampf. Der Judoka des JC 71 Düsseldorf tritt am Wochenende bei den European Open im spanischen Malaga an und versucht seine Position in der Weltrangliste zu verbessern. Schließlich möchte der 25-Jährige sich seinen großen Traum erfüllen und bei den Olympischen Spielen in drei Jahren antreten.

Herr Matijass, wie geht es Ihnen ein paar Tagen vor dem Wettkampf und wie haben Sie sich vorbereitet?
Martin Matijass: Mir geht es gut, ich bin auch gut vorbereitet für den Wettkampf. Die leichte Erkältung von vor zwei Wochen habe ich inzwischen auskuriert. Ich fühle mich topvorbereitet. Der Fokus liegt auf dem Training am Stützpunkt in Köln, weil man körperlich topfit sein will. Drei Wochen vorher wird das Ganze noch mal angezogen, um bestmöglich in den Wettkampf zu gehen. In dieser letzten Woche werden die Einheiten kürzer und dafür spritziger. Der Fokus liegt dann auf der Schnelligkeit. Die mentale Vorbereitung bezieht sich vor allem die Gespräche mit dem Trainer und das Studium der Gegner sowie deren Kampfstile.

Wie hoch ist der Stellenwert der Veranstaltung, und welche Klasse haben die Gegner?
Matijass: Ich bin bereits bei Grand Prix- und Grand Slam-Wettkämpfen angetreten. Dieses Turnier ist vom Ranking etwas niedriger anzusetzen. Somit sind die Topleute der Weltrangliste nicht dabei. Für mich ist der Stellenwert sehr hoch, weil ich eine Medaille auf internationalem Niveau in der 90-Kilogramm-Klasse holen möchte. Damit könnte ich weitere internationale Einsätze bekommen, denn im kommenden Jahr beginnt der Olympia-Zyklus, und alle Wettbewerbe werden dann für die Qualifikation gewertet. Somit möchte ich mich gerne positionieren und am besten ins Finale kommen.

Die Ziele sind somit klar – sportlich und beruflich?
Matijass: Ja, das sind sie. Ich werde im nächten Jahr mein Masterstudium in Bio-Chemie abschließen.  Somit hätte ich danach auch die Zeit, um mich auf den Sport zu fokussieren. Ich würde dann sehr gerne bei Olympia starten. Mein Vater ist Trainer am Stützpunkt, meine Mutter (Julia Matijass) kämpfte auch für die deutsche Nationalmannschaft und gewann zahlreiche Medaillen. Dreimal wurde sie Deutsche Meisterin, 2000 gewann sie EM-Bronze, 2004 holte sie in Athen sogar die Olympische Bronzemedaille. So gab es gar keinen anderen Weg, als auf die Matte zu gehen. So war ich auch direkt auf Wettkampf getrimmt.

Zum Schluss die Frage, was reizt Sie so an dem Sport Judo?
Matijass: Man steht einem Gegner im Einzelkampf gegenüber, der dich bekämpfen will, und da ist eine große Anspannung. Das Ziel ist auch, mit diesem Druck umgehen zu können und seine Leistung abzurufen. Judo ist ein sehr technischer und filigraner Sport, bei dem es viele Möglichkeiten gibt, zum Sieg zu kommen. Diesen Weg gilt es dann im Kampfgeschehen zu entdecken.

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