Von der Rodelbahn ins Comenius…

  • Sonntag, der 27. Januar 2019
  • blog

artgiants_logo_1000x1000Einen langen Tag mit einer Leidenschaft zu beenden, ist für uns als Liebhaber des Sports exakt das, was wir brauchen.

Samstagmittag noch die Doppelsitzer bei der Rodel-WM im Sauerland bewundert, um dann pünktlich die 170 km zwischen beiden Standorten abzureisen und kuschelig warm auf den Bänken im Gymnasium platziert, das Spitzenspiel der Basketball Regionalliga genießend, die nächste Sportart mitzunehmen.

Basketball in Düsseldorf ist zwar (noch) nur Viertklassig, die Leistung der Cooper‘s, Agyapong‘s usw. ist jedoch so stark, dass sich manch ein Konkurrent in der Liga wünscht, die Runde wäre vorbei und die ART Giants endlich in die PRO B aufgestiegen.
Ich behaupte jetzt auch einmal, nichts anderes steht in Headcoach Jönke‘s Basketball Fibel für diese Saison.

Back to the competition:
Kurz vor dem Tippoff ein Blick auf das Gewand der Elefanten. Ein hübsches, perfekt gebügeltes Dunkelblau und somit der Gegner nicht nur in der Gesamtlänge leicht zu unterscheiden.
Der Niederrhein rückte auch mit einer starken Anzahl stimm-, tröten- und trommelgewaltiger Fans an, so dass ein Nickerchen an diesem Spieltag eher eine echte Herausforderung sein würde.
Dazu eine Anmerkung: Tröten, Hupen, Rasseln und Trommeln würden auch hervorragend als Geräuschkulisse ins Comenius passen, wo ist der edle Spender?

Nach 5 Minuten nur 4 Punkte, auch selten bei den Giants, zeugten davon, dass sie etwas neben der Spur liefen und Grevenbroich sofort da war.
Erst als „Speedy“ Cooper das Zepter in die Hand nahm, erwachten die weißen Riesen und schlossen Viertel 1 mit einem 19:12 ab. Ein wildes Viertel.

New Elephants Shooting Forward Boksic machte seiner Berufsbezeichnung im 2. Viertel alle Ehre und netzte immer wieder – auch die 3er – ein, so dass von einer glasklaren Führung nach 20 Minuten nicht gesprochen werden konnte.
35:28 und nicht weniger wild, als Viertel Nummer 1.
Im übrigen – für ein eishockeyerprobtes Auge gut zu erkennen – Nickligkeiten und Trash-Talk vom Feinsten, so mag ich den körperlosen Sport Basketball.

Im 3. Viertel – das auf der Uhr am Ende ein 61:49 zeigte – ging es hin und her, Monsterblocks, einfache Tip-Ins, Airballs und Zauberkörbe, alles dabei. Vielleicht jetzt nicht das großartigste, aber ganz sicher eines der unterhaltsamsten Drittel der ART Giants.

Ein Alley oop fehlte den Zuschauern noch zum Glücklichsein und der kam dann auch zu Beginn des letzten Drittels, die „2“ auf die „15“ und hinein die Pille.

Mein Spieler des Tages: Klar die Nummer 7, Lenny Weichsel. Früh mit 4 recht seltsamen, persönlichen Fouls bestraft, ackerte er wie ein Gaul weiter und zauberte unglaubliche Körbe in „the face of the Elephants“. Klasse Spiel und ein Fighter vor dem Herrn.
Endstand übrigens 87:70. Die Serie hielt.

Wir freuen uns aufs nächste Mal.

Euer Heiko Sauer