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Was ein Spiel! DEG holt 0:4 auf und verliert doch noch 5:6

  • Donnerstag, der 24. November 2016
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Die Düsseldorfer EG hat den Schwung des Derbysieges nicht ganz bis nach Nürnberg tragen können. Bei den Thomas Sabo Ice Tigers unterlag sie nach dramatischem Spiel schlussendlich mit 4:6 (0:2, 2:2, 3:2). Dabei zeigte sie aber über weite Strecken eine starke Leistung und bewies sehr gute Moral.

Starkes Anfangsdrittel

Die DEG erneut mit einigen zwangsbedingten Umstellungen. Zum Lazarett hatten sich Henry Haase (Ausfall in Ingolstadt) und Stephan Daschner (Verletzung gegen Köln) hinzugesellt. Dafür kehrte Tim Conboy zurück! Neben diesem Comeback bemerkenswert: Das DEL-Debüt von DEG-Eigengewächs Nicklas Mannes in der Verteidigung. Im Tor heute zunächst Felix Bick mit sei-nem zweiten Saisoneinsatz, nachdem er beim Auswärtssieg in Krefeld stark gehalten hatte.

Die ersten Spielminuten erlebten ein gutes und verteiltes Spiel. Die DEG hellwach und mit guten Gelegenheiten durch Kammerer, Bowman (nach tollem Davis-Pass!) und Lewandowski. Aber natürlich – wie kann es auch anders sein – auch Reimer & Co gefährlich. Nach zehn Minuten bekam Comebacker Conboy einen Schuss an das Kinn und blieb ausgeknockt liegen. Die 4 konn-te aber selbstständig das Eis verlassen und wurde in der Kabine genäht. Bei 12.16 die Führung der Ice Tigers. Die DEG-Defensive und Felix Bick bekamen die Scheibe nicht unter Kontrolle und Marius Möchel staubte zum 1:0 ab (Pföderl, Steckel). Doch es kam noch schlimmer: Wenig später die Gäste in doppelter Unterzahl – Kammerer und Brandt saßen draußen. Und es dauerte nur wenige Sekunden, bis ein satter Schlagschuss von Jesse Blacker zum 2:0 in die Maschen rauschte (16.23, Reinprecht, Jurcina). Der DEG tat dieser Pausenstand etwas Unrecht. Immerhin kehrte Tim Conboy noch vor der Sirene wieder auf das Eis zurück.

Schwache Anfangsminuten

So ausgeglichen wie der erste Abschnitt, so einseitig verliefen die ersten Minuten des zweiten. Nürnberg drehte mächtig auf und erhöhte den Druck minütlich. Die Folge: Das 3:0 durch Leo Pföderl (24.16, Steckel, Möchel) und sogar der vierte Treffer durch Andrew Kozek, der Felix Bick im 1 gegen 1 über-wand (24.51, Dupuis). Christof Kreutzer reagierte und brachte Mathias Nieder-berger für Felix Bick. Ab Minute 28 erholte sich die DEG zusehends. Nach der vermeintlichen Entscheidung spielten sie befreiter auf und kamen zu guten Einschusschancen. Courchaine, Minard und Kammerer scheiterten nur um Puckbreite. Einzig Drayson Bowman konnte nach feiner Vorarbeit von Bern-hard Ebner bei eigener Überzahl treffen (31.32, Ebner, Brandt). Die Düsseldor-fer waren in diesen Minuten nah dran am zweiten Treffer – und machten ihn! Der nimmermüde Alex Preibisch zog beherzt ab und traf wenige Sekunden vor der Sirene zum 2:4 (39.55, Davis, Weiß)! Mit neuer Hoffnung gingen die Düsseldorfer in den Schlussabschnitt.

Turbulentes Schlussdrittel

Und diese wurden erfüllt! Die DEG wach und schnell wie zu Spielbeginn. Und auch ihr gelang ein Doppelpack! Der wunderbare Maxi Kammerer traf binnen weniger Sekunden zwei Mal: Bei 44.58 und 45.12 konnte der Rookie einnetzen. Doch die Ice Tigers bissen zurück. Mitten in den Düsseldorfer Drang die kalte Dusche: Jesse Blacker (46.53) und – im dritten Powerplay nacheinander – Reinprecht brachten die Nürnberger wieder mit zwei Toren in Front. Doch die Düsseldorfer steckten auch jetzt nicht auf. Brandon Yip verkürzte bei 58.37 noch einmal auf 5:6. Aber trotz großer Dramatik gegen Ende reichte es nicht mehr zum Ausgleich. Nürnberg-Goalie Jenike kratzte in letzter Sekunde einen Puck von der Linie.

Fazit: Die DEG hat bei dieser dramatischen Niederlage tolle Moral bewiesen und spielte, bis auf wenige Minuten im Mitteldrittel – mit dem Favoriten auf Au-genhöhe. Das sollte zumindest Mut geben für das Auswärtsspiel am Freitag bei den Eisbären Berlin. Kopf hoch, Jungs!

(TM/FF)