Was wäre wenn… DEG?

  • Donnerstag, der 14. Juni 2018
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Was wäre wenn… der Etat der DEG einmal so hoch wäre, wie der der Adler Mannheim? Also stellen wir uns doch mal vor – da nehme ich einmal die halb-offiziellen Zahlen der Saison 2017/18 als Ansatz – die DEG hätte dann anstatt 8 Mio, satte 10,5 Mio (man munkelte sogar, dass es 12 Mio wären, mit der die Adler kalkulierten) auf der Habenseite und könnte damit seine Mannschaft zusammenstellen.

Wie würde es denn klingen, wenn 2,5 Mio oder sogar 4 Mio Euro mehr zur Verfügung ständen?

Die Westdeutsche Zeitung schrieb in Ihrem Artikel vom 07. September 2017 – zum Thema Eishockey:

“Die DEL ist eine Zweiklassengesellschaft”

und teilte die Liga in die Teams mit dem zweistelligen Millionen-Etat 2017/18 und die “anderen” ein.

München, Mannheim, Berlin, Nürnberg und Köln gegen die monetären Underdogs.

Wir wissen natürlich, dass gerade im Eishockey Geld nicht immer Meister macht, jeder erinnert sich noch an Ingolstadt oder Krefeld, die mit einem vergleichsweise schmalen Etat den Pott holen konnten.

Das war mal, die letzten Jahre dominierte dann doch das Team mit dem dickeren Konto oder anders gesagt, mit dem teureren Team.

München räumte ab und bewies, dass eine teure Mannschaft eben auch mehr Möglichkeiten hat. Berlin, Nürnberg und Mannheim spielten im Konzert auch mit – alles Mannschaften, die finanziell stärker aufgestellt waren, als die sogenannte 2. Reihe.

Zurück zu meiner Frage „was wäre wenn?“.

Mit der derzeitigen sportlichen Leitung, die ihren Job versteht, bin ich sicher, dass nicht nur 2-3 ausgeglichene Sturm- und Verteidigerreihen ihre Eisarbeit verrichten würden, sondern deren 4.

Es würde kaum mehr eine große Diskussion über DEL-Tauglichkeit eines Stürmers Nummer 10, 11 oder 12 oder Defensivmannes Nummer 7 und 8 aufkommen, weil man nicht gezwungen wäre (so lobenswert es auch ist) Junioren oder Cracks aus niedrigeren Ligen auf Grund der Geldknappheit einsetzen zu müssen, zumal selbst da die großen Fische sich die Rosinen rauspicken können, weil sie einfach mehr bieten und wenn es nur die Reibung zwischen Daumen und Zeigefinger ist.

Dann wäre es möglich gegenanzustinken, im Konzert der Grossen eine der ersten Geigen zu spielen und auch mal am Ende einer Saison immer noch auf Kurs zu sein und nicht die Luft zu verlieren, wie ein Rad mit schleichendem Plattfuß.

Mein guter Freund Jürgen – seines Zeichens ausgewiesener Kenner der Eishockey-Materie in Düsseldorf – würde natürlich mahnend den Zeigefinger erheben und mir um die Ohren hauen, dass es nun wirklich nicht soooo leicht ist, sondern der Unterbau stimmen muss usw., klar hat er auch Recht damit, aber ich “spinne” ja nur ein wenig rum.

Sind wir doch alle mal ehrlich: Eine DEG ohne Play-Offs ist irgendwie wie ein Wurstbrot mit nur einer dünnen Scheibe Cervelat.

Ist zwar ok, aber lecker ist eben anders.

Es würde den Rot-Gelben so wahnsinnig guttun, wenn irgendeine Tante aus Amerika ihre Schatulle öffnet, überflüssiges Geld in notwendiges umwandelt und uns Zuschauern dadurch eine riesen Freude bereitet, Eishockey über den Februar hinaus in Düsseldorf zu genießen.

Mir hat Play Off im Rather Dome schon immer viel Spaß bereitet und nochmal 2 Jahre „ohne“ brauch ich wirklich nicht.

Euer Heiko Sauer