„Wenn beides passt, ist das immer schön“

Daniel Fischbuch ist aktueller DEL-Topscorer

Foto: Birgit Häfner

von Tobias Kemberg

Mit fünf Toren und neun Assists führt der Außenstürmer der Düsseldorfer EG die Deutsche Eishockey Liga aktuell als bester Punktesammler an. Aber auch abseits des Eises läuft es für den 27-Jährigen in diesen Tagen bestens.

Herr Fischbuch, zwölf Scorerpunkte in den vergangenen fünf Spielen, die Siegtreffer in Iserlohn und Wolfsburg erzielt, dazu vor wenigen Tagen die Geburt Ihres zweiten Kindes. Wie fassen Sie die vergangenen zwei Wochen zusammen?

Daniel Fischbuch: Besser geht es nicht, mehr kann man sich ja nicht wünschen. Sportlich und familiär passt derzeit alles. Ich bin nach dem Spiel in Iserlohn direkt mit unserem Physiotherapeuten ins Auto gesprungen und rechtzeitig vor der Geburt angekommen. Es war aber zeitlich nicht so knapp, wie es sich jetzt vielleicht anhört.

Der Erfolg des Teams steht für den Mannschaftssportler ja immer an erster Stelle. Bedeutet es Ihnen trotzdem etwas, derzeit mit insgesamt 14 Punkten der Topscorer in der DEL zu sein?

Fischbuch: Aus persönlicher Sicht freut mich das natürlich und ich bin auch ein wenig stolz darauf. Aber was bringt mir das, wenn wir als Mannschaft nicht den entsprechenden Erfolg hätten? Wenn der ausbliebe, dann habe ich gar nichts davon. Wenn beides passt, so wie derzeit, dann ist das immer schön.

Es heißt immer, mit Erfolgserlebnissen steigt das Selbstvertrauen. Ist das so einfach?

Fischbuch: Grundsätzlich stimmt das tatsächlich. Mein Selbstvertrauen ist bereits in der vergangenen Saison in Nürnberg sehr groß gewesen. Trainer Kurt Kleinendorst ließ mir dort viele Freiheiten in meinem Spiel, die gibt mir Harold Kreis jetzt auch. Klar, wir spielen in einem bestimmten System und ich darf da nicht ausbrechen, aber innerhalb eines bestimmten Rahmens kann ich mich frei entfalten. Genau wie in Nürnberg. Meine Mitspieler haben selbstverständlich auch einen großen Anteil daran, dass es für mich so gut läuft.

Was gilt es für die Mannschaft trotz fünf Siegen aus den ersten sieben Spielen zu verbessern?

Fischbuch: Primär das Unterzahlspiel und die grundsätzliche Arbeit in der eigenen Defensivzone. Ersteres beginnt damit, dass wir möglichst keine Strafzeiten nehmen, dann spielst du erst gar nicht mit einem Mann weniger. Offensiv passt vieles im Moment sehr gut zusammen, auch wenn wir in Wolfsburg nur zwei Tore erzielt haben. Aber lieber so und dazu gut verteidigen als fünf Tore machen und dann verlieren.

Sie sprechen es an: Beim 2:1 gegen Wolfsburg hat die Mannschaft nur ein Tor kassiert und das Unterzahlspiel funktionierte auch sehr gut. Wie wichtig war das?

Fischbuch: Das war in jedem Fall von Wichtigkeit, in der Kabine wird über so etwas nach dem Spiel gesprochen. Aus dem Wolfsburg-Spiel können und müssen wir vieles mitnehmen und fortführen. Dann gewinnen wir am Montag auch unser Heimspiel gegen Iserlohn.

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