Wenn man mich fragen würde…

…dann würde ich auch antworten und wie immer, hört keiner zu und macht das, was ich empfehle. Wen stört es? Mich nicht.

Also gehts mal wieder um meine sehr persönliche, aber wirklich nicht immer bierernst gemeinte Meinung zu einer Sportart, die ich nie selbst gespielt habe, echt keinen blassen Schimmer habe, wie man es taktisch angeht und dazu die meisten Regeln Böhmische Dörfer sind für mich.

Jedoch ist Basketball eine echte Leidenschaft geworden, von draußen auf den Zuschauerbänken, neben meinen Freunden, die auch ähnlich oder noch besessener sind als ich und die ich in dieser Saison so vermisst hatte.

Genug „Mimimi“, es ist Pause, die Saison für die Art Giants (viel zu schnell) beendet und der Oktober gefühlt Lichtjahre – und dass ohne die Enterprise – weit und fast unerreichbar.

Foto: Norbert Schulz

Wen würde ich dringend weiterhin im Oktober im Team sehen wollen?

Ganz weit vorne sind bei mir drei Cracks, die meine persönliche Liste anführen:

Lennart Boner, der „Lange“, der so überzeugend die Körbe entweder verteidigte oder zum Zappeln brachte. Der Typ konnte Spiele allein entscheiden, blockte, punktete, fischte Rebounds und war sich für nichts zu schade.

Quadre Lollis jun. der Fighter vor dem Herrn, der – ursprünglich – als Defensiv-Leader für klare Verhältnisse sorgen sollte und sich immer mehr zum heimlichen Boss und fleißigen Punktesammler entwickelte. Ich bin großer Fan seines Stils und steh auf hochgekrempelte Ärmel.

Dennis Mavin, der Point Guard, der extrem mannschaftsdienlich dachte, arbeitete und spielte. Er verkörperte das Herz eines Teams, er sah Spielzüge voraus und seine Assist-Statistik spricht aktuell auch für sich.

Die nächsten beiden Jungs, um die ich mich auch bemühen würde und ins neue Team gehören sollten:

Mark Gebhardt, der so kampfstark war und manchmal auch seltsame Dinge mit dem dicken Roten anstellen konnte, dass Gegner, aber auch Mitspieler und Fans mitunter konsterniert zuschauten und sich wunderten. Ein Allrounder, der so vieles draufhat.

Finn Pook, der in jungen Jahren seine Einsätze bekam und mich überzeugte. Ein shooting guard, der ein besonderes Verhältnis zum Spielgerät sein Eigen nennt und meiner Meinung nach in der kommenden Saison einen großen Fußabdruck hinterlassen würde.

Genau diese fünf Burschen wären mein Gerüst für die neue Spielzeit, um sie herum würde ich das neue Team bilden.

Und dann gibt es noch ein wenig Nostalgie oder nenne ich es Romantik? Ja, das Wort passt besser. Unsere Nummer 15, der „Beißer“ Sebastian Kehr, der das Gesicht, die Emotionen und das Sprachrohr der ART Giants war. Der sich verletzte und nur einen Teil der Saison bestreiten konnte, aber immer präsent war – sei es in zivil und lautstark auf der Bank oder hinter dem Mikro als fachkundiger Kommentator – und ohne ihn, würde irgendwas fehlen.

Ich vergleiche das jetzt mal mit einem Kosakenzipfel ohne Glasur, wer bitte will denn sowas?

Allen Spielern, dem Staff und natürlich auch den Fans einen guten und gesunden Sommer.

Wir sehen uns (hoffentlich physisch) im Oktober zur neuen Saison, in der es dann heißen muss: Pro A wir greifen an!

Euer Heiko Sauer

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