Wenn sich zwei Minuten zu zehn Minuten strecken

Was war das für eine Kaugummi-Schlussphase am Samstag zwischen den ART Giants und den Drachen aus Rhöndorf, anlässlich des NRW Duells in der Basketball Pro B Liga Nord. Düsseldorf führte recht knapp Richtung Ende des letzten Viertels und Rhöndorf provozierte ein Foul nach dem anderen, in der Hoffnung, dass die Flabb-Schützlinge rutschige Hände und einen verschwommenen Blick bei den Freiwürfen bekommen würden. Der Plan war, dann mit eigenem Ballbesitz die starken Distanzschützen einzusetzen, um mit Dreier-Würfen näher heranzukommen.

Unterm Strich, wackelten bei Booker Coplin, Mikutis und Co. weder die Knie, noch schwabbelte der Ball irgendwo hin, nur nicht in die Reuse. Da nützten auch die Scharfschützen der Dragons nichts mehr. ART Giants 85 und Rhöndorf 74, so stand es am Ende auf der Anzeigentafel. Ein Heimsieg, der extrem gut tat.

Schon im Vorfeld gab es einige Überraschungen, denn man war gezwungen, auf Marc Gebhardts Muskelverletzung zu reagieren – es ist nicht klar, ob für ihn die Runde überhaupt weiter geht – und zwei neue Gesichter tauchten beim Einwerfen auf.

Ok, ein neues, denn Deion „Diddi“ Giddens ist wahrlich kein unbekannter Spieler in Düsseldorf und der „Teilzeit-Basketballer“, (siehe hier)

konnte mit seiner Präsenz sofort für klare Kante unter den Körben sorgen, welcome

Dann lief auch ein Samuel Mpacko erstmals in Black auf und das ist eine richtig spannende Personalie. Der gebürtige Hamburger durchlief unter anderem auch die harte Schule des BBL Clubs Braunschweig, für die er auch einige Erstliga-Spiele bestreiten konnte. Ehe er dann nach Wolfenbüttel ging und zuletzt bei den MTB Baskets Hannover wirbelte.

Foto: Norbert Schultz

Der Bursche kann dirigieren, dribbeln und auch aus der Distanz einnetzen. Ein Allrounder – wenn er nicht grad das Dunking-Monster oder den Center spielen muss – und man spürte nur eine Halbzeit lang, dass die Abläufe im Team noch nicht so ganz in seiner DNA steckten. Er hatte gleich starke Szenen, sowohl im Aufbau, als auch aus der Distanz, das ist ein Spieler, der ins Team passt und auch für Überraschungen sorgen kann. Auffällig, dass er besonders „Mr. Unconventional“ Booker Coplin immer wieder suchte und fand. Eine ziemlich explosive Kombination für die Zukunft.

Ich bin auf das wahre und echte Derby am vierten Dezember in Köln gespannt, dann fahren die Giants zu den RheinStars. Hervorragende Gelegenheit, den Gegner auseinander zu nehmen und eine Serie zu starten. Ich freue mich drauf.

Euer Heiko Sauer

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