Wer ist denn die #27?

Nachdem ich erstmals in 2021 in die Halle marschierte, ein fröhliches „Gutes Neues“ ins nahezu leere Gebäude posaunte und mich setzte, fiel mir auf, dass da ein „Neuer“ sich warm machte.

Die ART Giants haben nochmal nachgelegt, um mehr Tiefe in den Kader zu bekommen.

Maximilian Fouhy heisst der bärtige Geselle mit der #27, der als Guard neben Kollege Mikutis für Luftwirbel – gerne auch aus der Distanz – sorgen soll.

Max hat eine interessante basketballerische Vita auf seinem Klingelschild – er erlernte den Umgang mit dem dicken Roten bei der ART, ging in jungen Jahren nach Röhndorf, dann nach Hagen, schnupperte dort NBBL und ProA Luft – um eigentlich in Münster beim ProB Konkurrenten durchzustarten.

„Pfeifendeckel“ sagt man so schön oder in seinem Fall so unschön. Eine fiese Knieverletzung im Dezember 2019 zwang ihn zu Operationen und zu einer rund achtmonatigen Zwangspause. Er erinnerte sich, wo er seinen ersten Schrei als Baby ausstieß und trainierte nach überstandener Behandlung bei den Giants mit. Das bedeutete nichts anderes: Er konnte weiterspielen, und die Unterschrift unter sein neues Arbeitspapier brachte ihn schlussendlich in seine Heimatstadt zurück.

Foto: Kenny Beele

Praktischerweise studiert er auch hier, was seine Entscheidung umso sinnvoller machte.

Nachdem er in der ersten Halbzeit gegen Stahnsdorf 1:34 Minuten auf dem Feld gestanden und außer seiner aufblitzenden Schnelligkeit unauffällig agierte hatte, so meinte Coach Magdowski, dass er in Halbzeit zwei weitere Chancen verdient hätte, die er prompt zu zwei schnellen Fouls missverständlich nutzte.

Er ist neu im Team und beim nächsten Mal weiß er, dass Chancen gleich Punkte für die Giants bedeuten soll und eher nicht die Aufhübschung der persönlichen Foulstatistik. Kann passieren, halb so wild.

Er ist zwar erst 20 Jahre alt, aber was es heißt, sich durchzusetzen, das hat er gelernt. Lange nicht so bissig gestellte Blocks gesehen, um seinen Kumpels den Weg freizuräumen. Er hat auf jeden Fall keinerlei Respekt vor großen, bärtigen Schraten, solch einen gabs bei den Sixers und er erinnerte mich an Otfried Preußlers Räuber Hotzenplotz, ein ähnlich handfestes Kaliber also wie der Düsseldorfer Marian Schick. Das gefällt mir natürlich ausgezeichnet.

Zu Punkten hatte es in seinem ersten Spiel zwar nicht gereicht, jedoch konnte man dem Linkshänder ansehen, dass er das Spielgerät keineswegs als Feind betrachtet. Meiner Einschätzung nach hat er seine ersten Minuten auf heimischen Geläuf sehr passabel gestaltet. Ich bin sicher, dass wir an Max viel Freude haben werden.

Nebenbei angemerkt, die ART Giants revanchierten sich für die Hinspiel Niederlage und schickten die Gäste mit einem 72:68 auf die Autobahn gen Osten.

Fein gemacht.

Euer Heiko Sauer

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