Wiedersehen mit dem Wannsee

Die erste Deutsche Segelbundesliga kehrt zur dritten Saisonregatta nach Berlin zurück

Foto: Deutsche Segel-Bundesliga / Lars Wehrmann

Die Erinnerungen des Düsseldorfer Yachtclubs (DYC) an die letzte Meisterschaftsregatta der ersten Deutschen Segelbundesliga (DSBL) sind sehr gut. Vor 14 Tagen segelten die Düsseldorfer im Kreise der 18 Erstligisten auf dem Berliner Wannsee auf Rang vier. Kein Wunder also, dass sich der DYC-Bundesligakader zuversichtlich auf den Weg zur dritten Saisonregatta (11. bis 13. September) macht. Diesmal allerdings ist nicht der Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW) Ausrichter, sondern der Potsdamer Yacht Club (PYC). „Die beiden Clubs liegen direkt gegenüber. Mit dem Motorboot braucht man knapp 90 Sekunden, um den anderen Verein zu erreichen“, erläutert der sportliche Leiter der DYC-Bundesligaabteilung Jan-Philipp Hofmann. „Wir wissen aber nicht, ob der Meisterschaftskurs um einige Meter verschoben wird. Das kann bei den unsteten Windverhältnissen am Wannsee deutliche Unterschiede nach sich ziehen. Im Grunde genommen ist das Bundesligarevier der dritten Regatta mit dem der zweiten aber nahezu identisch.“

Das trifft auf die Crew des DYC allerdings nicht zu. Aus dem Viererteam hat lediglich Alexander Swade aktuelle Wannsee-Ligaerfahrung. Steuermann Julius Schrader, Christoph Swade und Philipp Schrader feiern in Berlin ihre DSBL-Premiere in dieser Saison.  „Wir sind gut drauf und haben ordentlich trainiert“, meint der Steuermann. „Wir waren in der Liga-Konstellation in den letzten sechs Wochen häufiger auf dem Wasser. Letztes Wochenende auch auf dem Wannsee. Dort konnten wir gemeinsam mit den Ligarivalen VSaW, Berliner Yachtclub und Club am Rupenhorn trainieren. Das sind alles gute Segler, die Clubs haben in den letzten Ligasaisons immer gute Rollen gespielt. Wir sind gut auf die kommenden Wannsee-Tage vorbereitet.“

Der DYC hat sich in den bisherigen zwei DSBL-Regatten eine gute Ausgangsposition zur Erreichung ihres Saisonziels erarbeitet. Das einzige Erstligateam aus Nordrhein-Westfalen hat den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben und befindet sich aktuell im Ligatableau mit Platz vier aber deutlich über dem Kurs Richtung Zielerfüllung. „Wir werden keinen Höhenflug bekommen und werden nicht übermütig“, konstatiert Hofmann. „Wir halten unser Saisonziel fest im Blick. Wir sind realistisch, weil wir wissen, wie schwer der Klassenerhalt zu schaffen ist.“

Deshalb erwartet beim DYC auch niemand eine Wiederholung des letzten DSBL-Ergebnisses auf dem Wannsee. „Wir können entspannt segeln. Wir wissen, dass wir auf einem guten Weg sind. Den wollen wir weitergehen und nichts wegschmeißen“, meint Steuermann Schrader. „Wir haben zwar ein bisschen Druck, aber den haben wir sonst auch, weil wir so gut wie möglich abschneiden wollen. Wir wollen und werden unsere Chancen nutzen.“

Die leistungsfördernde Anspannung gepaart mit leichter Aufregung sind also vorhanden. „Vorfreude auch“, meint der Steuermann. „Wir haben richtig Lust darauf, endlich mal wieder eine Regatta zu segeln. Das war ja wegen Corona in diesem Jahr nur sehr begrenzt möglich. Wir wollen uns messen und wollen wissen, wo wir stehen.“ Sollte es auf dem Wannsee in der DSBL-Regatta am Ende Platz zwölf sein, hätten die Swade-Brüder und das Schrader-Duo ihr „Tagesziel“ erreicht.

(JB)

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