(re.) Leonie Menzel (Foto: MeinRuderbild.de /Maren Derlien)
(re.) Leonie Menzel (Foto: MeinRuderbild.de /Maren Derlien)

“Wir wollen so weit wie möglich nach vorne fahren…”

  • Mittwoch, der 22. Mai 2019
  • News

Jetzt ist es offiziell! Leonie Menzel fährt zur Europameisterschaft. Vom 31. Mai bis zum 2. Juni rudert sie im Doppelzweier um die Spitzenplätze. Die Entscheidung hat der Bundestrainer der 20-Jährigen jetzt mitgeteilt. Wir haben gratuliert.

Herzlichen Glückwunsch!

Vielen Dank, besser hätte es ja nicht laufen können.

Haben Sie vor der Saison damit gerechnet, dass Sie zur A-WM fahren?

Nein, wirklich nicht. Mein Saisonziel war, gut im U23-Bereich zu fahren und da was zu holen. Dann lief es aber besser als gedacht und jetzt fahre ich sogar zur EM. Das ist einfach gut.

War die internationale Regatta Duisburg der Durchbruch? Für Ihre Leistung gab es ja auch Lob vom Bundestrainer.

Duisburg war noch mal sehr wichtig. Wir haben noch einiges ausprobiert und sind in verschiedenen Zweierkombinationen gefahren. Am ersten Tag mit Pia Greiten in dem Zweier von der U23-WM im vergangenen Jahr haben wir den zweiten Platz geholt und hatten uns darüber schon sehr darüber gefreut. Sonntags dann haben wir die Partner gewechselt. Mit Carlotta Nwajide war ich bisher erst einmal gefahren, aber trotzdem hat es gepasst. Wir haben ein gutes Rennen gemacht und dann sogar gewonnen.

Worauf kommt es beim Doppelzweier an?

Das sind vor allem technische Fragen. Der Ruderschlag muss generell gut zusammen passen, dann kann man zusammen fahren. Wenn das nicht zusammen geht, dann wird es schwierig und dann muss man erst einmal zusammen trainieren. In Duisburg hat einfach alles auf Anhieb gepasst.

Wir bereiten Sie sich jetzt auf den EM-Start vor? Sie sitzen in Luzern ja auch mit Carlotta Nwajide im Boot.

Wir trainieren bis Sonntag am Bundesleistungsstützpunkt in Berlin. Dort fahre ich dann zusammen mit Carlotta. Am Mittwoch geht es nach Luzern und da haben wir zwei Tage Zeit, uns zu akklimatisieren. Am Freitag beginnen dann die Vorläufe der EM.

Was ist ihr Ziel?

Das kann ich noch nicht sagen. Ich kenne die Gegner nicht und unsere Zeiten kann man wegen der Windverhältnisse nicht mit denen der Gegner vergleichen. Wir wollen so weit wie möglich nach vorne fahren.

Wie geht es nach der WM weiter?

Das Boot ist jetzt erst einmal nur für die EM fix. Danach wird geschaut, ob das noch einmal geändert wird und, ob ich weiter im A Bereich bleibe oder zurück in die U23 fahre. Da ist alles offen.

Was wäre das Ziel?

Ich sehe das jetzt als positive Erfahrung und nehme alles mit, was ich bekommen kann. Ich sehe das entspannt, denn ich habe nichts zu verlieren. Allerdings ist mein großes Ziel ja die A-Nationalmannschaft. Und ich habe schon den Ehrgeiz, jetzt oben zu bleiben.

(PK)