Zuversicht auf den Klassenerhalt bleibt

4. Event der Segelbundesliga 2020 in Kiel

Der DYC in Glücksburg 2019 auf dem Weg zu Platz 1 – und damit auf Platz 5 in der Bundesligasaison 2019 (Foto: DSBL/Lars Wehrmann)

Trotz Rang 18 beim vierten DSBL-Event, glaubt der DYC an die weitere Erstligazugehörigkeit

Insgeheim hatte man beim Düsseldorfer Yachtclub (DYC) bei der vierten Meisterschaftsregatta in der ersten Deutschen Segelbundesliga (DSBL) ein enttäuschendes Ergebnis befürchtet. Beim Event vor Kiel-Schilksee auf der Ostsee blieb dem einzigen Segel-Erstligisten aus Nordrhein-Westfalen nur Rang 18 im Kreise der 18 leistungsstärksten Segelvereine in der Bundesrepublik. „Das Ziel war es zwar, ein paar Punkte einzusparen, aber es war abzusehen, dass das nicht klappt. Ohne entsprechendes Training, ohne gute Vorbereitung funktioniert im Sport eben wenig. Aber berufsbedingt waren zwei oder wenigstens ein Trainingslager vor den Tagen in Schilksee nicht möglich“, erläutert der Sportliche Leiter des DYC-Bundesligateams Jan-Philipp Hofmann. „Wir sind im Gesamtklassement jetzt zwar näher an die Abstiegszone heran gerutscht, haben aber vor dem Saisonfinale in Hamburg immer noch drei Punkte Vorsprung vor Platz 15, dem ersten Abstiegsplatz. Mit anderen Worten, wir haben es selbst in der Hand, den Klassenerhalt erneut zu schaffen.“

Vor den geplanten 16 Wettfahrten auf der Ostsee, von denen dann 13 gesegelt werden konnten, hatten sich die Düsseldorfer noch mit Galgenhumor motiviert. „Wer übt, kann nix“ wurde die Losung für Steuermann Alexander Swade, Nils-Henning Hofmann, Patrick Treichel und Christoph Swade. „Wir hatten allerdings große Anlaufschwierigkeiten, weil uns im Gegensatz zu den anderen Erstligisten eben gemeinsame Trainingsstunden auf dem Wasser fehlten“, analysierte der Steuermann. „Wir haben aber alles gegeben, nur war leider nicht mehr möglich. Oft hat uns einfach die Regattaerfahrung in dieser Saison und die damit verbundene Wettkampfhärte und das nötige Fingerspitzengefühl gefehlt.“

Bei herausfordernden Bedingungen mit Leichtwind am Freitag, Nordwestwind von über 17 Knoten (1 Knoten = 1,852 km/h) am Samstag und nur schwachem Wind am Finaltag gelang der DYC-Crew in ihren 13 Läufen sogar zwei  Laufsiege. Der zweite kam jedoch zu spät, denn danach wurde das DSBL-Event wegen Windmangels vorzeitig abgebrochen. „Rechnerisch wäre da noch was möglich gewesen. Aber es ist wie es ist“, ärgert sich Alex Swade. „Das einzig Positive ist, das wir noch immer etwas Vorsprung vor den Abstiegsplätzen haben.“ Der DYC hatte in den ersten beiden DSBL-Regatten des Corona-Sommers mit den Plätzen sechs und vier die Basis für den möglichen Klassenerhalt gelegt.

Hofmann ist bereits am Sonntagabend in die Analyse des Schilksee-Geschehens eingestiegen. „Der Frühstart im zehnten Rennen hat uns das Genick gebrochen. Weil noch ein anderes Schiff zu früh über die Startlinie gesegelt ist, haben wir den Fehler nicht auf uns bezogen, wurden aber nach der Zieldurchfahrt mit sieben Punkten belastet “, erläutert der Sportliche Leiter. „Ich habe allerdings vollstes Verständnis für den Frühstart. Wenn es nicht so läuft, versucht man etwas rauszuhauen und geht ein hohes Risiko ein, um vorne zu sein.“ Das Risiko wurde nicht belohnt, sondern bestraft.

Mit drei Punkten Vorsprung vor dem Blankeneser Segelclub auf dem ersten Abstiegsrang geht es für den DYC zur DSBL-Saisonabschlussregatta (8. bis 10. Oktober) nach Hamburg. „Das ist ein Revier, das uns in den letzten Jahren immer gelegen hat“, meint Hofmann. „Ich bin zuversichtlich, dass wir auch in dieser DSBL-Saison die Klasse halten.“

(JB)

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