Derbyfreude, Teil drei

DEG besiegt die Haie mit 5:2

Foto: Birgit Häfner

von Tobias Kemberg

Obwohl es im Schlussdrittel noch einmal richtig spannend ist, setzen sich die Düsseldorfer im 230. Duell der rheinischen Rivalen letztlich klar durch. In der Tabelle liegen nun acht Zähler zwischen beiden Klubs.

In den Sekunden nach der Schlusssirene fuhren die Feldspieler der Düsseldorfer EG alle zu Mirko Pantkowski und beglückwünschten ihren Torhüter. Der 22-Jährige hatte insbesondere im letzten Spielabschnitt großen Anteil am 5:2 (2:0, 1:2, 2:0)-Heimsieg über die Kölner Haie. Damit hielt sich die DEG im 18. Saisonspiel der Deutschen Eishockey Liga auf dem zweiten Tabellenplatz der Nord-Gruppe und gewann auch den dritten Vergleich mit dem ewigen Rivalen. „Im Großen und Ganzen war das eine starke Perfomance von uns“, sagte Daniel Fischbuch.

Unter der Woche hatte es nach langer Zeit mal wieder richtig schlechte Nachrichten aus der medizinischen Abteilung gegeben. Mannschaftsarzt Dr. Ulf Blecker erklärte gleich für zwei Verteidiger die laufende Saison für beendet. Neben dem bereits seit einigen Wochen verletzten Johannes Johannesen wird auch Marc Zanetti in dieser Spielzeit nicht mehr mitwirken können. Johannesen musste am Meniskus operiert werden, bei Zanetti diagnostizierte Blecker eine schwere Thrombose im linken Unterschenkel. Bis Sportdirektor Niki Mondt einen geeigneten Ersatz findet, stehen Trainer Harold Kreis daher nur fünf Verteidiger zur Verfügung.

Fünf Tage nach der ärgerlichen 1:2-Heimniederlage nach Verlängerung gegen die Grizzlys Wolfsburg ging es angesichts der engen Tabellensituation mit drei punktgleichen Mannschaften in der Nord-Gruppe hinter den Eisbären Berlin um wichtige Zähler. Nach saisonübergreifend vier gewonnenen Derbys wollte die DEG aber auch ihre kleine Serie gegen die Haie ausbauen.

Niveau flacht ab, Spannung steigt, Fischbuch entscheidet

Zu Beginn traten die Kölner forsch auf und setzten den ewigen Rivalen unter Druck. Ein Zustand, der allerdings nur die ersten zwei bis drei Minuten anhielt. Dann befreite sich die DEG und übernahm die Kontrolle. Daraus resultierte der Führungstreffer: Nach feinem Zuspiel des agilen Matt Carey erzielte Tobias Eder seinen zweiten Saisontreffer (7.). In einem temporeichen ersten Drittel blieb das Team von Cheftrainer Harold Kreis das bessere. Im ersten Überzahlspiel des Nachmittags erhöhte Nicholas Jensen (17.) nach gutem Kombinationsspiel über Daniel Fischbuch und Alexander Ehl auf 2:0.

Foto: Birgit Häfner

Eine schnelle Reaktion von Victor Svensson (24.), der den Puck nach einem nach vorne abgewehrten Schuss ins Tor bugsierte, führte zum 3:0 der Düsseldorfer und einem Torwartwechsel auf Seiten der Kölner. Justin Pogge machte Platz für Hannibal Weitzmann und kurz darauf meldeten sich die Haie durch den Anschlusstreffer von Lucas Dumont (25.) zurück. Binnen Sekunden verpassten es Eugen Alanov und Ken André Olimb (34.) den Drei-Tore-Abstand wieder herzustellen.

Stattdessen verkürzten die Kölner noch vor der zweiten Pause durch einen Powerplay-Treffer von James Sheppard (38.) auf 2:3. Im Schlussdrittel verlor das Derby an Tempo und Niveau, lebte aber von der Spannung, da die Haie viel besser im Spiel waren als im ersten Abschnitt. Die DEG wirkte nicht mehr so leichtfüßig und hatte in der einen oder anderen Szene etwas Glück und einen glänzend aufgelegten Pantkowski zwischen den Pfosten. Dann traf Fischbuch (56.) nach einem Konter und Vorlage von Kyle Cumiskey zum beruhigenden und entscheidenden 4:2. Den Schlusspunkt setzte ebenfalls der Top-Scorer, nachdem Weitzmann zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis genommen wurde. „Das war extrem wichtig heute, weil es ein Sechs-Punkte-Spiel war“, sagte Stürmer Maximilian Kammerer nach dem fünften Düsseldorfer Derbysieg in Folge.

Statistik: Düsseldorfer EG – Kölner Haie 5:2 (2:0, 1:2, 2:0)
DEG/Tor: Pantkowski (Hane); Abwehr: Jensen, Cumiskey – Ebner, Nowak – Geitner; Angriff: Kammerer, Barta, Flaake – Alanov, Olimb, Fischbuch – Karachun, Carey, Eder – Jahnke, Svensson, Ehl – From
Schiedsrichter: Hunnius/Schrader
Zuschauer: keine
Tore: 1:0 (6:41) Eder (Carey), 2:0 (16:19) Jensen (Ehl, Fischbuch/5-4), 3:0 (23:21) Svensson (From, Jahnke), 3:1 (24:59) Dumont (Edwards, Sill), 3:2 (37:57) Sheppard (Akeson, F. Tiffels/5-4), 4:2 (55:46) Fischbuch (Cumiskey, Barta), 5:2 (57:59) Fischbuch (Svensson/5-6)
Strafminuten: 6:8
Torschüsse: 30:30

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