Endlich wieder Skaterhockey

Rams: Erste Testspiele und Saisonstart im August

Foto: Kenny Beele

von Bernd Schwickerath

Fast eineinhalb Jahre lang gab es kein organisiertes Skaterhockey in Deutschland. Am Wochenende nun stiegen bei den Düsseldorf Rams die ersten Testspiele, zudem gab der Verband ISHD bekannt, dass die Saison im August beginnen soll.

Das Wochenende war ein ganz besonderes für die Düsseldorf Rams. Da gab es gleich mehrere Ereignisse, die Grund zur Hoffnung geben, dass auch im Skaterhockey bald wieder so etwas wie Normalität herrschen könnte. Bereits am Freitagabend stieg im Sportpark Niederheid das erste Spiel eines Rams-Teams seit Oktober, die Schüler (U13) empfingen die Duisburg Ducks. Am Samstagmorgen standen Testspiele für die Bambini (U10) an. Und als hätte das nicht schon für genug gute Laune gesorgt, veröffentlichte der Verband Inline-Skaterhockey Deutschland (ISHD) am Mittag auch noch eine Mitteilung: „Es geht wieder los: die nächsten Schritte zum Spielbetrieb“

Foto: Kenny Beele

Das war das Signal, auf das die Szene gewartet hatte. War die Saison 2020 doch erst verschoben, dann im Herbst zwar kurz gestartet, aber nach wenigen Spielen gleich wieder abgebrochen worden. Seit knapp eineinhalb Jahren wird in Deutschland also kaum noch organisiert Skaterhockey gespielt. Doch nun haben der Fortschritt beim Impfen, die gesunkenen Corona-Zahlen und neue Schutzverordnungen für ein Umdenken gesorgt.

Von „Mitte/Ende August“ bis „Ende November, bzw. Anfang/Mitte Dezember“ soll gespielt werden, teilt der ISHD mit. Und das nicht nur bei den Erwachsenen: „In allen Ligen werden ein Deutscher Meister, Landesmeister oder Aufsteiger ausgespielt. Die Landesmeister in den Nachwuchsaltersklassen U13, U16 und U19 sind für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Der Abstieg wird in allen Ligen ausgesetzt.“

Rams melden mehrere Teams in allen Altersklassen

Eine „normale“ Saison wird das dennoch nicht. Gespielt wird beispielsweise in der Männer-Bundesliga in zwei Fünfergruppen, nach acht Spieltagen qualifizieren sich die besten Zwei jeder Gruppe für das Halbfinale. Auch in der Jugend wird weniger gespielt, manche Klubs setzen gar komplett aus. Aber dass nach langem Warten überhaupt wieder der Ball rollen darf, das werten sie bei Verband und Klubs schon als Erfolg.

Foto: Kenny Beele

Auch in Düsseldorf ist das so. Die Rams haben in sämtlichen Altersklassen zwei Teams gemeldet, bei dem Bambini sogar drei. Und noch eine gute Nachricht: In all den spielfreien Monaten haben sich nur ganze drei Kinder aus dem Verein abgemeldet – drei von weit mehr als 100.

Der Rest darf nun auch endlich wieder zum Schläger greifen. Bereits seit Mai ging es wieder los mit leichtem Training auf dem Außenplatz an der Arena, seit rund zwei Wochen gibt es auch wieder richtiges Mannschaftstraining in der großen Halle in Niederheid. „Wir haben ja schon in den vergangenen Monaten die ganze Zeit versucht, auf ,Stand by` zu sein, damit wir, wenn wieder etwas geht, sofort starten können“, sagt Rams-Vorsitzender Stefan Sporken. Entsprechend schnell ging nun die Abstimmung mit dem Sportamt, als die Corona-Schutzverordnung den Klubs durch die sinkenden Zahlen wieder mehr Spielraum ermöglichte.

Sommercamp in zwei Stunden ausgebucht

Nun wird also wieder trainiert und gespielt, in ein paar Wochen könnte auch die Saison beginnen. Und wie viel das den Kindern bedeutet, das war am Wochenende in Niederheid zu sehen. Zwar gab es durchwachsene Ergebnisse: Die Schüler verloren gegen Duisburg mit 8:12, die ersten Bambini schlugen die Ducks 12:3, die zweite Mannschaft verlor gegen Kaarst 5:6. Aber das war den meisten nicht so wichtig. Endlich wieder Skaterhockey – das war vorherrschende Gefühl.

Foto: Kenny Beele

Bei den Eltern dürfte es nicht anders gewesen sein, die allesamt einen aktuellen Coronatest vorlegen mussten, um in die Halle zu kommen. Bei den Aktiven war das in den vergangenen Wochen noch nicht nötig, „sie wurden ja zweimal die Woche in der Schule getestet“, sagt Sporken. Doch jetzt in den Ferien sieht das anders aus. Wenn in der sechsten Ferienwoche (9. bis 13. August) das Sommercamp ansteht, muss jedes Kind zum Start und zwischendurch noch mal einen negativen Test mitbringen. Für die Trainerinnen und Trainer gab es derweil ein Impfangebot.

Wie sehnsüchtig der Skaterhockeynachwuchs auf den Neustart gewartet hat, das war bereits am 21. Juni zu sehen. Da begann die Anmeldung für das Sommercamp, 48 Plätze waren zu vergeben. „Und das war fast wie bei einem Hosen-Konzert“, sagt Vorsitzender Sporken lachend, „in zwei Stunden waren alle Plätze weg.“

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