Viele Funken für das große Feuer

Rhein Fire bastelt an Team und Trainerstab

Foto mit freundlicher Genehmigung: Cologne Centurions / Marc Junge

von Tobias Kemberg

680 Spieler gaben ihre Bewerbung ab, um Teil des großen Comebacks in 2022 zu sein. Zwei Spieler für die Offensive und zwei für die Defensive hat der Klub bereits vorgestellt, unter Vertrag stehen dürften bereits einige mehr. Beim Head Coach könnte es im Optimalfall einen interessanten Rückkehrer geben.

Kaum ein Emoji wurde in Verbindung mit dem Düsseldorfer Sport in den vergangenen Wochen so oft verwendet, wie das mit der lodernden Flamme. Der Hype in den sozialen Netzwerken ist groß, denn das „Feuer ist zurück“ und kaum einer scheint die Zeit bis zum ersten Rhein-Fire-Spiel seit 15 Jahren überhaupt noch abwarten zu können. Unter den Posts steht dann beispielsweise „Go Fire“ oder „The Fire is back“ – und daneben jenes Emoji mit der Flamme.

Foto: Rhein Fire

Die Verantwortlichen der Football-Franchise, die sich Ende September ganz offiziell der European League of Football (ELF) angeschlossen hat, freuen sich natürlich über das überwältigende Feedback. Doch Füße hochlegen und den Jahreswechsel auf 2022 abwarten, ist derzeit überhaupt nicht angesagt. Bei Rhein Fire wird emsig am Kader und dem Team ums Team herum gebastelt. Bis zum 31. Oktober durften sich interessierte Spieler, Trainer und Cheerleader ganz offiziell über ein Anmeldeformular um einen Platz für die Comeback-Saison bewerben.

30 Bewerbungen als Trainer, 80 Cheerleader-Bewerbungen und unfassbare 680 Bewerbungen von Spielern flatterten auf diesem Wege ein. Ein paar Plätze in der Mannschaft sowie im Staff, dem Trainer- und Mitarbeiterstab, sind aber bereits mit prominenten Namen besetzt. Am 18. Dezember kommt die neuzusammengestellte Rhein-Fire-Truppe dann erstmalig im CASTELLO für eine erste Sichtung zusammen. Bis dahin erhalten alle Bewerberinnen und Bewerber eine Rückmeldung.

Ex-Panther Richard Grooten und Till Janssen kehren nach Düsseldorf zurück

Der Head Coach für die kommende Saison ist noch nicht gefunden, doch in den vergangenen Wochen führten die Spuren zu einem alten Bekannten: Jim Tomsula stand in der Saison 2006 als Cheftrainer schon einmal an der Seitenlinie von Rhein Fire, agierte in der NFL als Head Coach bei den San Francisco 49ers und zuletzt als Defense Line Coach beim Washington Football Team sowie den Dallas Cowboys. Die Verbindung ist also (noch) da, doch entscheidend dürfte sein, ob beide Seiten in puncto Gehalt einen Konsens finden, wird in der ELF doch bedeutend weniger Geld ausgegeben als zu Zeiten der NFL Europe.

Foto: Rhein Fire

Klar ist aber schon, dass mit Richard Grooten und Till Janssen zwei in Düsseldorf sehr bekannte Gesichter zugesagt haben. Die beiden Defensive Backs spielten einst gemeinsam in der Verteidigung der Düsseldorf Panther und nahmen 2017 mit der Nationalmannschaft an den World Games teil. In der ELF-Premierensaison trugen beide das Trikot der Cologne Centurions, nun kehrt das Duo nach Düsseldorf zurück. „Schon bald, da bin ich mir sicher, wird sich die schönste Stadt am Rhein mit einem Meisterschaftstitel schmücken“, wird Janssen auf den Social-Media-Seiten von Rhein Fire zitiert.

Zwei „schwere Jungs“ für die feurige Offense Line stehen auch schon fest: Nationalspieler Sven Breidenbach kommt vom ELF-Konkurrenten Wroclaw Panthers und der nicht nur auf dem Footballfeld talentierte Albert Trovato kommt wie Grooten und Janssen von den Centurions zu Rhein Fire.

Jede Menge Football-Kompetenz steckt schon bereits im noch nicht komplettierten Trainerteam. Detlef Zorn (Linebacker) bringt einen mehr als dreieinhalb Jahrzehnte umfassenden Erfahrungsschatz mit, auch Trainer wie Jörg Mackenthun (Defensive Backs/Special Teams), Detlef Reck (Tight Ends) oder Erol Seval (Offense Line) stehen für akribische Trainingsarbeit und sind in Football-Deutschland seit Jahren und Jahrzenten gefragt und respektiert.

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