ART Giants kämpfen Bernau nieder

Basketballer siegen in einem Thriller

oto: Kenny Beele

Nicht immer schön, aber dafür erfolgreich. Die ART Giants schlagen LOK Bernau in einer packenden Partie mit 76:74 und feiern damit den dritten Sieg im dritten Spiel der dritten Basketballliga.

Es war eine anstrengende Woche für alle, die es mit den ART Giants halten. Nicht nur sportlich, weil die Saison der Pro B nach monatelanger Pause wieder in vollem Gange ist. Sondern vor allem organisatorisch. Mitte der Woche einigten sich Bund und Länder darauf, das öffentliche Leben wegen der Corona-Pandemie weitestgehend herunterzufahren – und mit ihm den Sport.

Lediglich Profis dürfen weiter trainieren und spielen. Und da die dritte Basketballliga genau an der Schwelle angesiedelt ist, hatten nun einige Fans Sorge, die Saison müsse gleich wieder unterbrochen werden. Doch dann verkündete der Deutsche Basketball-Bund: Die Pro B ist eine Profiliga und spielt erst mal weiter, allerdings ohne Zuschauer in den Hallen. Genaueres soll noch besprochen werden.

ART Giants stehen an der Tabellenspitze

Wie das wohl im November laufen wird, erlebten die ART Giants nun bereits am Wochenende: Das Duell mit LOK Bernau musste wegen der steigenden Infektionszahlen als Geisterspiel ausgetragen werden. Doch zum Glück für die Fans wurde es im Internet übertragen. So wurden sie Zeugen eines denkwürdigen Spiels, das bis in die Schlusssekunden spannend blieb. Am Ende gewannen die Düsseldorfer mit 76:74 und feierten damit den dritten Sieg im dritten Spiel. Folglich stehen die ART Giants ganz oben in der Tabelle.

„Auch wenn offensiv nicht alles so lief, wie wir es uns vorgestellt haben, konnten wir uns über die Verteidigung ins Spiel bringen. Solche Siege muss man in dieser Liga einfahren, wenn man in die Play-offs kommen möchte“, sagte Trainer Kevin Magdowski, dessen Team schwer ins Spiel gekommen war. Nach dem ersten Viertel stand es 12:20.

Und auch wenn die Düsseldorfer danach aufwachten – was vor allem am starken Sommerzugang Andrius Mikutis lag –, zogen die Gäste erstmals zweistellig davon (16:28). Der Grund war ihre Treffsicherheit von jenseits der Dreierlinie. Am Ende standen die Bernauer bei 46 Prozent, die Düsseldorfer hatten nur jeden dritten Versuch verwandelt.

Andrius Mikutis übernimmt Verantwortung

Dass es zur Pause dennoch fast Unentschieden stand (33:35), lag daran, dass die ART Giants es nun immer wieder schafften, zum Korb zu ziehen, besonders die beiden Amerikaner Dennis Mavin und Quadre Lollis Jr. Als im dritten Viertel dann auch die eigenen Dreier immer besser saßen, gingen sie sogar erstmals in Führung (45:42). Aber auch die Gäste ließen nicht nach und führten vor dem Schlussabschnitt wieder knapp (53:55).

So blieb es bis zum Ende, nach dem die Düsseldorfer jubeln durften, weil der erfahrene Mikutis (19 Punkte/41 Prozent Trefferquote) weiter viel Verantwortung übernahm und immer wieder traf. Und weil Mavin und Shawn Gulley an der Freiwurflinie die Nerven behielten. So stand am Ende der dritte Sieg. Der war zwar nicht immer schön, aber „es ist wichtig, dass man auch so ein Spiel mal gewinnt“, fasste Trainer Kevin Magdowski zusammen.

ART Giants: Liebert, Mavin (20), Lollis (5), Boner, Mikutis (19), Pook, Gebhardt (7), Helmhold, Schick (11), Demirbas (3), Gulley (8) und Kehr (3)

Mit dem dritten Saisonsieg der ART Giants befasst sich auch der neue Sportstadt-Blog von Heiko Sauer: Hier entlang

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