DEG: Fischbuch glänzt, die Defensive nicht

Die Tops und Flops der ersten Saisonspiele

Foto: Birgit Häfner

von Tobias Kemberg

Drei Siege aus fünf Begegnungen, zwei Mal jedoch den möglichen dritten Punkt „verschenkt“. Was läuft bei der Düsseldorfer EG bisher gut und was funktioniert noch nicht optimal?

Auswärts ungeschlagen, im ISS DOME ohne Saisonsieg, acht Punkte auf dem Konto. Zwischen den Spielen in Iserlohn (6:5 nach Verlängerung) und vor dem ersten Aufeinandertreffen mit den Eisbären Berlin (Montag, 18.30 Uhr) schaut die Sportstadt auf die Tops und Flops der ersten Saisonspiele der DEG.

Top: Überzahlspiel
Neun Tore in 25 Überzahlsituationen und eine Quote von 36 Prozent: Das Powerplay der DEG ist in der ersten Saisonphase überdurchschnittlich gut und liegt derzeit deutlich über dem „Richtwert“ von 20 Prozent, der über eine volle Saison gesehen gerne angesetzt wird. Die überragende Quote wird sich in den kommenden Wochen irgendwann etwas nach unten korrigieren, positiv ist aber nicht nur die Ausbeute, sondern auch die Art und Weise. Haben die Rot-Gelben einen Mann mehr auf dem Eis, geht es schnell in die Zone des Gegners. Beide Powerplay-Formationen präsentieren sich enorm gut aufeinander abgestimmt.

Flop: Unterzahlspiel
Mit nur acht Strafminuten pro Partie zählt die DEG zu den fairsten Mannschaften der DEL, doch gut funktioniert das Spiel mit einem (oder zwei) Mann weniger auf dem Eis bisher nicht. In 19 Unterzahlspielen kassierte die Mannschaft von Trainer Harold Kreis acht Gegentore – das ist (Stand Donnerstagnachmittag) der Liga-Höchstwert.

Foto: Birgit Häfner

Top: Daniel Fischbuch
Drei Tore und eine Vorlage gelangen dem 27-Jährigen beim Sieg in Iserlohn. Mit insgesamt elf Scorerpunkten (vier Tore, sieben Vorlagen) zählt Fischbuch zu den besten Punktesammlern der Liga. „Daniel hat eine unglaubliche Qualität, deshalb haben wir ihn auch verpflichtet“, sagt Sportdirektor Niki Mondt. Vor den Spielen der Konkurrenten am Donnerstagabend führt der Außenstürmer die DEL sogar an.

Flop: Anzahl der Gegentore
22 erzielte Tore in fünf Spielen sind eine beeindruckende Zahl. 21 Gegentore in diesem Zeitraum sind allerdings deutlich zu viele. Hinter den Krefeld Pinguinen (25) ist dies der zweitschlechteste Wert aller Teams. „Insgesamt verteilen wir noch zu viele Geschenke. Aber die Defensive beginnt im Sturm, daran sind alle Spieler beteiligt“, betont Mondt.

Top: Starkes letztes Drittel
Trotz einer langen Pause voller Ungewissheit sowie einer verkürzten und erschwerten Saisonvorbereitung lässt sich festhalten: Die Mannschaft von Harold Kreis und seinem Assistenten Thomas Dolak ist fit. Im Schlussdrittel kann die DEG immer noch einen Gang hochschalten und erzielte zwischen der 41. und 60. Spielminute bereits neun Treffer. Auch das ist ein DEL-Bestwert (Stand Donnerstagnachmittag).

Flop: Fehlende Konstanz
„Wir müssen daran arbeiten, weniger nachlässige Phasen zu haben“, sagt Mondt. In Köln und gegen Wolfsburg fand die DEG nur schwer ins Spiel, in Iserlohn verlor sie im zweiten Abschnitt komplett den Faden, in Krefeld agierte sie in dieser Phase auch unkonzentriert. Eine konstante Leistung über 60 Minuten gelingt auch den Topteams nicht an jedem Tag, aber für die kommenden Wochen gilt es, die Schwächeperioden in Anzahl und Länge zu verringern.

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Letzte Ergebnisse

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